Segelschiff von Matador

Nachhaltiges Holzspielzeug

Nachhaltiges Spielzeug soll Freude machen, gesund und sicher sein, die Umwelt nicht belasten und unter sozial gerechten Bedingungen ohne Kinder- und Zwangsarbeit hergestellt worden sein. Holzspielzeug von Matador erfüllt diese Kriterien und stammt aus österreichischer Produktion.

Seit 1903 gibt es Matador und es ist eines der legendärsten, österreichischen Spielzeuge aller Zeiten. Die Baukästen aus Holzklötzen und Stäben sind anregend, fördern die Kreativität und das analytisch- räumliche Denken. Durch das Zusammenfügen der Bausteine und der Stäbchen mit Hilfe des Hammers entwickeln bereits Kleinkinder spielend handwerkliches Geschick. Das Selbstbewusstsein und die kreativen Fähigkeiten werden automatisch gefördert. Denn Kinder lernen, weil sie spielen, aber spielen nicht, um zu lernen.

Erfahren Sie mehr über den nachhaltigen Mehrwert von österreichischem Holzspielzeug im folgenden ÖGUT-Interview mit Sascha Tobias von Matador:

ÖGUT: Herr Tobias, was macht Matador-Spielzeug nachhaltig?

Tobias: Matador besteht aus Holz, einem natürlichen, nachwachsenden Rohstoff, der ungiftig und bei uns zusätzlich PEFC zertifiziert ist. Unser Holz stammt ausschließlich aus einheimischen österreichischen Waldbeständen. Gefertigt wird Matador zu 99,5 % in der Tischlerei Diwald in Waidhofen an der Thaya. Die Farben, die wir verwenden, sind alle geprüft und entsprechen den gültigen der Normen. Sie sind ungiftig und enthalten keine schädlichen Inhaltsstoffe. Wir versuchen in der ganzen Erzeugungskette so viel recyclebare Stoffe wie möglich zu verwenden. Auch unsere Verpackungen bestehen alle aus wieder verwertbaren Kartons.

ÖGUT: Sie heben hier eine Reihe von Nachhaltigkeitsaspekten hervor: Natürliches Ausgangsmaterial, regionale Erzeugung, umweltschonende Verarbeitung und Verpackung. Würden Sie sich ein Gütesiegel wünschen, das diese Vorteile besser kommunizierbar macht?

Tobias: Ja, grundsätzlich wäre es sicher nicht schlecht, wenn es ein einheitliches Label geben würde. Matador kann aber auch so die Vorteile ganz gut kommunizieren – sie liegen ja praktisch auf der Hand.

ÖGUT: Welches Holz verwenden Sie und wie lange dauert es vom Schlägern bis zum fertigen Bauklotz?

Tobias: Matador besteht aus österreichischer Rotbuche. Nach der Schlägerung muss das Holz erst einmal drei Jahre lang lagern, damit es trocknet und die notwenige Härte erlangt. Danach wird es im Werk angeliefert weiterverarbeitet. Das Holz kommt unbehandelt und ohne Rinde in die Maschinen, die noch aus der Gründerzeit von Matador stammen. An den Maschinen kann man einstellen, welche Art von Bauteilen gefertigt werden sollen. Man gibt einen Code ein und hinten kommen dann zum Beispiel fertige 5er-Klötze heraus. Abschließend gibt es eine händische Nachkontrolle.

ÖGUT: Wieso lassen Sie das Holz PEFC zertifizieren?

Tobias: In der Spielwarenbranche gibt es viele Vorschriften und Richtwerte in Bezug auf enthaltene Giftstoffe. Die PEFC-Zertifizierung ist für uns ein zusätzliches Qualitätssicherungsinstrument. Außerdem wird das PEFC-Zeichen von manchen Ländern, in die wir exportieren, gewünscht.

ÖGUT: Ist das PEFC-Zeichen auf allen Matador-Produkten für KonsumentInnen sichtbar angebracht?

Tobias: Ja, seit April 2010 haben wir es auf allen Produkten drauf.

ÖGUT: Wo sind Ihre Hauptabsatzmärkte?

Tobias: Unser Hauptabsatzmarkt ist nach wie vor Österreich, wo wir rund 75 % unserer Produktion absetzen. Exportiert wird weltweit, hauptsächlich aber nach Deutschland und seit 1,5 Jahren sind wir auch in Frankreich vertreten. Gerade erschlossen wird der Nordamerikanische Raum mit USA und Kanada, sowie der Arabische Raum.

ÖGUT: Wie viele Mitarbeiter hat Matador zur Zeit?

Tobias: Wir sind ein kleiner Familienbetrieb mit fünf MitarbeiterInnen im Büro und sieben im Werk.

ÖGUT: Wodurch unterscheidet sich Matador noch von no-name-Billigspielzeug?

Tobias: Matador ist praktisch unzerstörbar. Es gibt keine filigranen Kleinteile, wie oft bei Plastikspielzeug, die abbrechen können. Wir haben Kunden die sogar noch Matador aus den 40er-Jahren haben. Bei normaler Behandlung ist es also sehr, sehr lange haltbar. Außerdem hat Matador auch einen sehr hohen pädagogischen Wert. Es kann im Physikunterricht eingesetzt werden – es gibt zum Beispiel Modelle eines 4-Zylindermotors, von Zahnradübersetzungen und ähnlichem. Die Kinder können beim Spielen und Zusammenbauen nicht nur ihr technisches Verständnis, sondern auch ihre Feinmotorik und Grobmotorik verbessern. Matador hat daher einen sehr hohen Lehrwert und regt außerdem die Phantasie der Kinder an. Ein zusätzlicher Vorteil ist auch, dass all unsere Kästen erweiterbar und miteinander kombinierbar sind.

Zum Themenspecial "nachhaltiges Spielzeug"

www.matador.at

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