Frag Nebenan

FragNebenan: Nachbarschaftshilfe leben

Sharing Economy im "Grätzl": Über 35.000 NachbarInnen tauschen sich online im Nachbarschaftsnetzwerk FragNebenan aus. Fragen nach guten Ärzten oder Handwerkern, verleihen und verschenken Dinge, organisieren Kinderbetreuung, teilen sich ein Biokistl - und machen ihre Nachbarschaft zur Gemeinschaft!

FragNebenan ist ein Online-Netzwerk speziell für Nachbarn. Ziel ist, sich kennenzulernen, ab und zu auszuhelfen und so den Alltag leichter zu machen. Eine helfende Hand hier, ein kleiner Gefallen da - vieles geht einfacher, wenn aus dem nebeneinander ein Miteinander wird.

Das Konzept von FragNebenan ist sehr einfach: Man registriert sich mit seiner Adresse und kann einen Blick auf seine Nachbarschaft werfen. Sobald die eigene Adresse bestätigt ist kann man auch selbst posten und lesen, was sich im eigenen Haus so tut.

FragNebenan ist kostenlos. Auch zwischen den Nachbarinnen und Nachbarn fließt in der Regel kein Geld - und es gibt auch keinen Zwang, etwas zu tun: Man stellt einfach seine Frage und es antwortet, wer helfen kann und will.

Einander aushelfen

Über das eigene Profil können Nachbarn zudem zeigen, wie sie einander unterstützen würden. Die Top 5 Hilfsangebote sind:

  • Im Urlaub nach dem Rechten sehen (z.B. Postkastl leeren)
  • Erkrankten Nachbarn aushelfen (z.B. zur Apotheke gehen)
  • Ältere Nachbarn unterstützen
  • Pakete annehmen
  • Haustiere betreuen (z.B. Füttern, Gassi gehen)

Gemeinsam einkaufen

Neben der klassischen Nachbarschaftshilfe wird FragNebenan immer öfter dazu genutzt, Einkaufsgemeinschaften zu bilden. So teilen sich Nachbarn ihr Biokistl, nehmen Bestellungen für ihre nächste Fahrt zum Weinbauern entgegen oder schließen sich im Haus zusammen, um gemeinsam die Thermenwartung zu beauftragen. So sparen sie sich nicht nur Geld, weil die Anfahrtskosten gespart werden, sondern auch Zeit, weil ein Nachbar den Installateur für die anderen in die Wohnung lassen kann.

Wachsendes Netzwerk

Das Netzwerk ist seit Anfang 2015 in ganz Wien und seit 2. Mai 2016 auch in der Steiermark verfügbar. Ziel ist es, nach und nach in allen österreichischen Bundesländern aktiv zu werden. Aktuell sind in Wien über 32.000 Nachbarinnen und Nachbarn registriert, täglich kommen mehr als 50 weitere dazu. In Graz sind nach rund vier Wochen schon über 2.000 Leute mit dabei.

Datenschutz als wichtige Priorität

Auf FragNebenan findet man nur echte Nachbarn: Man registriert sich mit seinem Namen und seiner Adresse und kann die Plattform nutzen, sobald die Adresse auch bestätigt ist. Dazu man fordert eine kostenlose Postkarte mit einem Code an, man lädt ein Dokument hoch, auf dem Name und Adresse zu sehen sind, wie z.B. Briefkopf Stromrechnung, oder – wenn es im eigenen Haus schon Nachbarn bei FragNebenan gibt – man lässt sich durch seine Nachbarn freischalten.

Anonymität und Privatsphäre werden hochgehalten: Man kann sich einen Benutzernamen auswählen und für jede Information, die man angibt, entscheiden, ob sie für alle Nachbarn auf FragNebenan, nur für die Nachbarn im Haus oder gar nicht sichtbar sein soll. Nachbarschaft ist das eigene Haus und die 750 Meter darum herum: Also die Leute, die man in 10-15 Minuten zu Fuß erreichen kann. Man kann der ganzen Nachbarschaft schreiben, nur den Leuten aus dem eigenen Haus oder man kann Privatnachrichten verschicken.

Mehr miteinander

FragNebenan macht es Nachbarn einfach, aufeinander zu zu gehen und will so dazu beitragen, dass Ressourcen geteilt, die große Diversität in der Stadt genutzt und Nachbarschaft wieder stärker als Gemeinschaft gesehen wird.

 

Quellen und weitere Informationen:

www.FragNebenan.com

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