Heizsysteme

Nachhaltige Heizsysteme

Niedrige Aufwände für das Heizen von Wohnraum sind gut für die Geldbörse und für das Klima. Doch welche Heizsysteme sind empfehlenswert? Der Einkaufsratgeber "Nachhaltige Heizsysteme" gibt einen Überblick über alle gängigen, energiesparenden und komfortablen Heizsysteme.

Energiesparen und die Steigerung der Energieeffizienz ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern bringt auch wirtschaftliche Vorteile. Bei Heizsystemen gibt es eine Vielzahl von in diesem Sinne nachhaltigen Lösungen.

Die Wahl des Heizsystems und dem dazugehörigen Energieträger hängt von vielen Kriterien ab, die je nach persönlicher Neigung unterschiedlich gewichtet werden. klima:aktiv bietet eine Hilfestellung bei der Wahl des persönlich passenden Heizsystems, denn nicht jedes Gebäude lässt sich mit derselben Heizung günstig und ökologisch versorgen. Die neutrale und herstellerunabhängige Informationsplattform topprodukte.at informiert Konsumenten und professionelle Beschaffer über die besten Energie sparenden, aktuell in Österreich erhältlichen Geräte und Produkte.

Nachhaltig heizen mit Holz

Öl- und Gasheizungen beherrschen nach wie vor den Markt für Heizsysteme zum Einbau in Wohnhäuser. Das liegt schlicht an den Kosten und auch an der Angst des Bauherren oder der Bauherrin vor dem Umgang mit einer Technik wie einer Hackschnitzelheizung oder einem Pelletskessel. Dabei sind beide Formen des Heizens mit Holz inzwischen auf einem Stand der Technik, der dem Komfort wie bei einer Ölheizung entspricht. Holzpellets bestehen aus gepresstem Sägemehl ohne Zusatzstoffe und sind daher sehr umweltfreundlich. Beim Kauf einer Holzheizung lohnt es sich, auf das Österreichische Umweltzeichen zu achten: Die Richtlinie 37 zeichnet Heizungen aus, die nur mit nachwachsenden Rohstoffen besonders emissionsarm und mit hoher Energieausbeute betrieben werden.

Solaranlagen

Mit Solaranlagen kann man warmes Wasser - etwa für Küche und Bad - erzeugen oder auch die bestehende Heizung unterstützen. Eine kleine Kollektorfläche am Dach (4 - 6 m²) und ein kleiner Speicher (300 Liter) reichen aus, um ganzjährig 70 Prozent des benötigten Warmwassers einer vierköpfigen Familie abzudecken.

Für die Heizung braucht man einen größerer Speicher (ca. 1.500 Liter) und je nach Dämmung des Gebäudes eine Kollektorfläche von 15 - 20 m². Solaranlagen können mit allen bestehenden Heizsystemen kombiniert werden. Damit können mit der Sonne bis zu 50 % der gesamten Warmwasser- und Heizkosten gespart werden. Da der Heizkessel weniger oft laufen muss, verlängert sich seine Lebensdauer, was wiederum Kosten spart.

Wärmepumpen

Winzige Temperaturunterschiede im Erdreich, im Grundwasser oder in der Luft werden genutzt, um darauf unter Einsatz von Strom als Hilfsenergie wohlige Wärme für das ganze Haus zu erzeugen. Wärmepumpen nutzen regenerative Wärmequellen wie Grundwasser, Erdwärme, Luft und Abluft und nutzen diese Umweltwärme zur Steigerung der Temperatur im Haus, also um zu heizen. Damit werden fossile Brennstoffe eingespart und Luftschadstoffe bei der Erzeugung von Heizenergie vermieden. Zertifizierter Wärmepumpen (gekennzeichnet z.B. mit dem blauen Engel) verwenden Kältemittel mit einer sehr geringen Klimawirkung und die Anlagen zeichnen sich durch eine hohe Energieeffizienz aus.

Praktische Tipps

Auch wenn Sie nicht den Einbau eines neuen Heizsystem planen, lassen sich die Energieaufwände für das Heizen mit einigen Tipps rasch verbessern:

Heizen: Raumtemperatur um 1° absenken. Damit sparen Sie ca. 5 Prozent Heizenenergie ein. Wenn Sie in einem gut gedämmten Haus wohnen, verbessert sich Ihre Jahresklimabilanz damit um 2 kg CO2 pro m² Wohnfläche. Für Heizöl müssen Sie ca. 35 Cent pro m² Wohnfläche weniger ausgeben.

Lüften: In der Heizperiode sollten Sie Wohnräume über eine kurze Stoßlüftung und nicht über leicht geöffnete Fenster lüften. Während des Lüftens sollten die Thermostatventile der Heizkörper geschlossen werden. Damit haben Sie einen effektiven Luftaustausch, lüften Ihr Geld aber nicht zum Fenster hinaus, denn wärmespeichernde Bauteile (Wände, etc.) kühlen nicht aus.

 

Quellen und weitere Informationen:

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