Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte: Klimaschonend und bekömmlich

Linsen, Bohnen und Co. sind wertvolle pflanzliche Eiweißlieferanten. Sie schmecken in exotischen Gerichten, vegetarischen Spezialitäten oder in der Hausmannskost. Die gute CO2-Bilanz regionaler Hülsenfrüchte macht sie auch zu klimafreundlicher Kost.

Im Vergleich zu Rindfleisch werden bei der Linsenproduktion bis zu 86 % weniger Wasser verbraucht und 95 % weniger Treibhausgase produziert! Getrocknete Bio-Bohnen und Bio-Linsen aus Österreich sind beim Einkauf die beste Wahl.

Linsen: Gesunde Eiweiß-Bomben

Rote und gelbe Linsen sind geschält und daher leichter verdaulich als schwarze oder braune Linsen. Sie alle liefern hochwertiges Eiweiß und sind eine gute Alternative zu Fleisch. Die beste Eiweißverwertung erzielt man, wenn man Linsen zu Knödeln, Erdäpfeln, Reis oder Nudeln isst. Das Eiweiß kann in diesen Kombinationen sehr gut in körpereigenes Eiweiß umgebaut werden. Getrocknete Linsen enthalten rund ein Viertel Eiweiß und reichlich B-Vitamine, die die Nerven stärken, jedoch kaum Fett. Linsen sind auch für leichte Gerichte gut geeignet, denn rote und gelbe Linsen sind geschält und daher leichter verdaulich.

Auf Bio-Qualität setzen

Konventionelle Linsen sind oft mit dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat belastet, das auch in geschälten Linsen noch zu finden ist. Das Herbizid wird oft kurz vor der Ernte eingesetzt, damit die Linsen absterben, trocknen und leichter geerntet werden können. Im Bio-Anbau dürfen keine chemisch-synthetischen Pestizide verwendet werden – Bio-Linsen werden mit einer unbedenklichen CO2-Druckbehandlung von Schädlingen befreit.

Bohnen: ideale Alternative zu tierischem Eiweiß

Bohnen sind sehr reich an Ballaststoffen, diese sättigen sehr gut und regulieren die Blutfett- und Blutzuckerwerte. Auch sie enthalten sehr viel Eiweiß, rote und schwarze Bohnen sind außerdem sehr reich an Anthocyaninen, die blutverdünnend und entzündungshemmend wirken und zudem die Gefäße schützen.

Lieber getrocknet als aus der Dose

Beim Kauf sollte man getrocknete Hülsenfrüchte bevorzugen, denn schon die Herstellung der Dose ist sehr energieintensiv und man kann die Mengen nicht so gut dosieren. Zudem kann schon bei leicht beschädigten Dosen oder bei geöffneten Dosen in denen Lebensmittel aufbewahrt werden, Zinn in den Doseninhalt übergehen. Größere Mengen Zinn können bei empfindlichen Personen nach dem Verzehr bei empfindlichen Personen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt auslösen. Ein weiterer Nachteil der Dose ist, dass mit ihr sehr viel unnötiges Wasser transportiert wird, und mehr als doppelt so hohe CO2-Emissionen nur für den Transport anfallen. Weitere Vorteile der getrockneten Hülsenfrüchte sind das geringe Gewicht und das niedrige Transportvolumen.

Quellen und weitere Informationen:

die umweltberatung

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