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10.06
Mattel: Ausbeutung für kunterbunte Spielzeugwelt
Wenn bei uns das Weihnachtsgeschäft auf Hochtouren läuft und die Spielzeugindustrie einen Großteil des Jahresumsatzes erzielt, haben hunderttausende ArbeiterInnen in chinesischen Spielzeug-Fabriken, wo der Großteil der bei uns verkauften Spielsachen hergestellt wird, bereits Knochenarbeit geleistet:
Von Mai bis Oktober arbeiteten sie elf Stunden am Tag, sechs Tage die Woche für einen Hungerlohn und unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen. Im Mai dieses Jahres nahm sich eine Arbeiterin aus Verzweiflung sogar das Leben, indem sie aus dem Fenster einer für Mattel produzierenden Spielzeug-Fabrik sprang.
Am 1. Dezember informiert die Arbeitsrechtsaktivistin und Expertin für Spielzeugproduktion in China, Debby Chan, im Rahmen eines Pressegesprächs in Wien über die Probleme in der Spielzeugindustrie, vor allem bei Branchenführer Mattel. Yang Yu hat in den letzten fünf Jahren unter anderem in einem chinesischen Mattel-Zulieferbetrieb gearbeitet und berichtet von dieser Erfahrung. Claudia Bonk, Kampagnenleiterin von „Spielsachen fair machen!" informiert darüber, wie sich KonsumentInnen für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen können.
Die europaweite Südwind-Kampagne „Spielsachen fair machen!" tritt durch Informationsarbeit und Druck auf internationale Spielzeugunternehmen für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Spielzeugindustrie ein.
PRESSEGESPRÄCH: Mattel: Ausbeutung für kunterbunte Spielzeugwelt
DO, 1. Dezember 11, 10:00 Uhr , CAFE GRIENSTEIDL, Michaelerplatz 2, 1010 Wien
Das Pressegespräch wird teilweise in Englisch abgehalten bzw. von Mandarin auf Deutsch übersetzt.
Am Podium
- Debby Chan, SACOM-Arbeitsrechtsaktivistin aus Hong Kong
- Yang Yu (Pseudonym), ehemalige Spielzeugarbeiterin aus China
- Claudia Bonk, Kampagnenleiterin von „Spielsachen fair machen!"
- Christina Schröder, Südwind (Moderation)



