Label-Info

Über 250 Labels, die im österreichischen Handel nachhaltige Produkte kennzeichnen, finden Sie in der Labeldatenbank - detailliert und vergleichbar dargestellt. Nutzen Sie die Suchfunktion und verschaffen Sie sich den Überblick!

Detailseite mit Nachhaltigkeits-Checkbox

Bewusstkaufen.at sieht sich als Orientierungshilfe im Labeldschungel.
Auf den jeweiligen Label-Detailseiten finden Sie die Nachhaltigkeits-Checkbox, die Sie informiert, welche Nachhaltigkeitskriterien erfüllt werden können. Die Anzahl der Kriterien hängt dabei von der jeweiligen Produktgruppe ab.

Das grüne Häkchen symbolisiert, welche Nachhaltigkeitskriterien von dem Label erfüllt werden, das graue X steht für die Kriterien, die nicht erfüllt werden.

Hakerl Das Nachhaltigkeitskriterium wird vom Label erfüllt.

Kreuz Das Nachhaltigkeitskriterium wird vom Label nicht erfüllt.

Hier gelangen Sie zu einem Beispiel für die Nachhaltigkeitscheckbox.

Gütezeichenvergleich und Bewertung

Innerhalb der einzelnen Produktgruppen (Bsp. Eier, Haushaltsreiniger etc.) haben Sie die Möglichkeit, die Labels zu vergleichen. In der Übersicht werden Ihnen zur raschen Orientierung die Anzahl der erfüllten Nachhaltigkeitskriterien (z.B. 3 von 6 Kriterien erfüllt) und die Bewertung der Labels (Pfeillogos) angezeigt.

Die Pfeillogos dienen der Bewertung des Labels und zeigen Ihnen auf einem Blick, ob ein Label als

Pfeillogo "empfehlenswert"  empfehlenswert

Pfeillogo "wenig empfehlenswert"  eingeschränkt empfehlenswert oder

Pfeillogo "nicht empfehlenswert"  nicht empfehlenswert

hinsichtlich dessen nachhaltiger Qualität befunden wurde.

Die Bewertung der Labels erfolgt durch ExpertInnen einer externen Stelle (denkstatt - sustainable thinking). Diese prüfen die Labels auf ihre nachhaltige Qualität und stufen sie nach den genannten drei Bewertungsstufen ein.

Voraussetzung für eine empfehlenswerte Einstufung ist jedenfalls, dass die Vorgaben des Labels anhand neuer Standards erarbeitet wurden. Für die weitere Einteilung der Labels werden folgende transparente Kriterien herangezogen ("empfehlenswert" = Erfüllung aller Kriterien; "eingeschränkt empfehlenswert" = Erfüllung aller Kriterien, bis auf eine Ausnahme; "nicht empfehlenswert" = mehrere der vorgegebenen Labelkriterien werden nicht eingehalten):

Anspruch

  • Die Vergabekriterien gehen deutlich über das gesetzlich Vorgeschriebene hinaus und beziehen Umwelt oder/und Sozialaspekte mit ein.
  • Die Vergabekriterien sind produktspezifisch (Ausnahme Soziallabels: Hier wird auch das Managementsystem des Unternehmens akzeptiert)

 Unabhängigkeit

  • Die Kriterien-Entwicklung erfolgt unter Hinzuziehung vom Zeichennehmer weitgehend unabhängiger und kompetenter Stellen.
  • Die Einhaltung der Vergabekriterien wird von unabhängiger und eindeutig identifizierbarer Stelle kontrolliert.

 Transparenz

  • Vergabekriterien, Vergabeverfahren und Kontrollverfahren sind für Verbraucher verständlich und nachvollziehbar dokumentiert und veröffentlicht sowie kostenlos zugänglich.

 Suchen & Filtern

Für die direkte Suche nach einem Label oder einem Schlagwort, können Sie das offene Suchfeld verwenden oder Sie nutzen die Filterfunktion auf der rechten Seite.

Sie können die Labels nach folgenden Kriterien beliebig filtern:

  • Produktkategorie (z.B. Haushalt und Geräte, Essen und Trinken etc.)
  • Nachhaltigkeits-Kriterien (Bio, fairer Handel, regionale Produktion etc.)
  • Typ (Gütezeichen, Kontrollzeichen etc.)
  • Bewertung (empfehlenswert, eingeschränkt empfehlenswert, nicht empfehlenswert)

Labeltypen

Auf bewusstkaufen.at sind unterschiedliche Arten von Labels dargestellt:

Staatliche Umweltzeichen (Gütezeichen)

Ein Umweltzeichen, ist ein Gütezeichen, das Produkte und Dienstleistungen markiert, die innerhalb einer Produktgruppe bezüglich einzelner Merkmale umweltfreundlicher sind als andere. Die ISO hat Normen und Richtlinien für verschiedene Typen von Umweltzeichen in ihrer Normenreihe ISO 14000 entwickelt. ISO 14021 gibt Rahmenbedingungen für Umweltaussagen vor, die Hersteller selbst für ihre Produkte treffen. Sie werden als Typ II Umweltzeichen bezeichnet. Typ I und III Umweltzeichen sind von Dritten vergebene Kennzeichen hinsichtlich bestimmter, über den gesamten Lebenszyklus ermittelter Kriterien. Während Typ I Umweltzeichen aussagen sollen, dass Produkte hinsichtlich der betrachteten Umwelteigenschaften qualitativ besser sind (ISO 14024), treffen Typ III Umweltzeichen quantitative Aussagen auf Basis von Umweltdeklarationen (ISO 14025).

Typische Umweltzeichen wie der Blaue Engel oder das EU Ecolabel sind in der Regel Typ I Umweltzeichen. Beispiel für ein Typ III Umweltzeichen ist das Zertifizierungssystem der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen für Baustoffe auf Basis der Umweltdeklarationen des Instituts Bauen und Umwelt.

Verbands- und Branchenzeichen (Verbandszeichen)

Bei Verbandssiegeln wird die Einhaltung der Bestimmungen zusätzlich durch den jeweiligen Anbauverband beaufsichtigt.

Meist ist ein Verbands-Zertifikat an erweiterte, teilweise strengere Anforderungen gebunden. Das bedeutet, dass die Produkte sowohl der Bio-Verordnung, als auch den strengen Standards der Verbände entsprechen müssen.

Kontrollzeichen

Das Kontrollzeichen ist keine freiwillige Kennzeichnung. Ein Kontrollzeichen für Behörden soll anzeigen, dass dieses Produkt alle in Frage kommenden Richtlinien einhält / berücksichtigt / beachtet.

Es ist vom Hersteller auf dem Produkt so aufzubringen, dass es dauerhaft sichtbar und leserlich bleibt. Sollte es dort nicht möglich sein, kann es auch auf der Verpackung oder den Begleitunterlagen angebracht werden.

Firmeneigene Zeichen (Eigenmarken)

Als Eigenmarke bezeichnet man Produkte, deren Markenzeichen sich im Eigentum eines Handelsunternehmens bzw. einer Handelsorganisation befinden. Sie werden in der Regel nur in eigenen Betrieben des Markeneigners oder in den einer Verbundgruppe des Handels angeschlossenen Einzelhandelsbetrieben abgesetzt

Managementlabels

Managementlabel werden für Verbraucher selten sichtbar, denn sie dienen in erster Linie Unternehmen oder auch Organisationen, ihre Betriebsabläufe und ihre Unternehmensstrategie zu verbessern und beispielsweise umweltschonender und sozialer auszurichten. Die hinter den Labeln liegenden Standards werden von den Unternehmen bzw. Organisationen in Form einer freiwilligen Selbstverpflichtung eingeführt und beruhen nicht auf gesetzlichen Vorschriften.