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04.03.2011

AMA präsentiert Schweinefleischkennzeichnung "sus"

sus (lat. für Schwein) ist ein Kennzeichnungssystem für Schweinefleisch, das von der AMA Marketing entwickelt wurde. Dabei können Kriterien der Herkunft, Qualität und/oder Produktionsweise abgesichert werden und umfassen die gesamte Wertschöpfungskette.

 

Derzeit keine Kennzeichnugspflicht
Zurzeit existieren bei Schweinefleisch keine gesetzliche Definition der Herkunft und auch keinerlei gesetzliche Vorgaben, an einem Schweinefleischkennzeichnungssystem teilzunehmen, wie das etwa bei Rind- und Kalbfleisch der Fall ist.

 

Teilnehmer wählen eigene Kriterien

„sus" ist ein reines Absicherungssystem, bei dem das jeweilige Kriterium oder die jeweiligen Kriterien vom Lizenznehmer selber gewählt wird/werden. Diese Kriterien münden in Angaben zum Schweinefleisch, die nicht nur klar definiert, sondern auch nachvollziehbar und absolut unmissverständlich sein müssen.

 

Unterschiedliche Bedeutung von "sus"-Auszeichnungen

Da die Kriterien, die durch das "sus"-System geprüft werden, von den Betrieben selbst festgelegt werden, gilt nicht für alle Betriebe die selbe Bedeutung:

 

  • „Herkunft" ist im Rahmen von „sus" so definiert, dass Geburt, Mast und Schlachtung in ein und demselben Land erfolgen müssen. Z.B. bei der Auslobung „Österreich" erfolgen diese drei Schritte also in Österreich. Die Auszeichnung erfolgt in diesem Fall mit „Triple A".

 

  • neben der Herkunft können auch einzelne Angaben zur Qualität (z.B. pH-Wert) und zur Produktionsweise (z.B. Freilandhaltung, Gentechnikfreiheit) oder zu Markenprogrammen (z.B. Tullnerfelder Schwein) abgesichert werden.

 

Um Irreführungen auszuschließen, wird jede einzelne Angabe und Definition von der AMA Marketing geprüft und genehmigt. "sus" gibt selbst keine Kriterien vor. Kontrolliert und ausgelobt werden nur die Kriterien, die individuell mit den Produzenten festgelegt wurden.

 

„Unsere KonsumentInnen haben ein Recht, auf die Richtigkeit der Angaben vertrauen zu können, insbesondere, wenn es um Lebensmittel geht. (...) Das System „sus" lässt dabei keine Fragen offen. Die Transparenz der Abläufe und die Nachvollziehbarkeit der Angaben machen „sus" zu einem schlagkräftigen Instrument im Krisenfall, da die gesamte Wertschöpfungskette eingebunden ist. Zurzeit kann kein anderes Land der Welt mit einem vergleichbaren System aufwarten, weshalb wir mit "sus" eine internationale Vorreiterrolle einnehmen. Und wahrscheinlich haben wir in keinem anderen Land der Welt Betriebe, die sich freiwillig solchen Maßnahmen unterwerfen", so Landwirtschaftsminister DI Niki Berlakovich

 

Die Prüfung durch das "sus"-System begleitet alle Produktionsstufen, vom Bauernhof bis zum Verkauf. Im Verkaufsgeschäft erkennt man „sus"-Schweinefleisch am entsprechenden Logo auf den Fleischtassen bzw. der dazugehörigen Information an der Bedientheke.

 

Die Teilnahme an "sus" ist freiwillig, das System bestätigt die auf dem Produkt gemachten Angaben.

 

"sus" startet Anfang März 2011 mit 33 Teilnehmerbetrieben.

 
AMA Kennzeichnung "sus"

LKR Walter Lederhilger (Verband landwirtschaftlicher Veredeldungsbetriebe), Landwirtschaftsminister DI Niki Berlakovich und Dr. Stephan Mikinovic (GF AMA Marketing)
AMA Marketing/APA-Ots/Strasser
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