Bio-faire Mode in Österreich
Anukoo, Dancing Shiva und Göttin des Glücks - drei junge, österreichische Labels, die für ökosoziale Verantwortung stehen, indem sie bio-faire Mode machen.
LEBENSART stellt die drei in der aktuellen Ausgabe vor.
„Unser Stil ist bunt und extravagant"
Nina Dellinger, Dancing Shiva
Ihre erste Indienreise unternahm sie schon als Fünfjährige. Die ganze Familie war fasziniert von den schönen Textilien und den Möglichkeiten des fairen Handels. „Das Besondere an unserer Mode aus fair gehandelter, biologischer und handgemachter Khadi-Baumwolle ist unsere kompromisslose Liebe zu Farben und fantasievollen Motiven. Wir haben nie verstanden, warum „Öko-Mode" beige oder grau sein muss." Auf einer ihrer jährlichen Indienreisen lernte die Familie das Khadi-Projekt kennen, das vor über 90 Jahren von Mahatma Gandhi gegründet worden ist. Es bietet der ländlichen Bevölkerung faire und sichere Arbeit in ihren Dörfern und verhindert die Landflucht. „Unsere Motive werden nicht aufgedruckt, sondern in liebevoller Handarbeit nach alten Sticktechniken auf die Stoffe appliziert. Unser Stil ist bunt, ein bisschen ethno, ein bisschen hippie, ein bisschen underground. Einfach ein kräftiges „JA!" zum Leben."
Mehr Raum für Fair Fashion
Karin Lebelhuber, Anukoo
Für andere Lebenswelten hat sich Karin Lebelhuber schon immer interessiert. Das Ethnologie-Studium und der Job bei EZA Fairer Handel waren die logische Folge. Überzeugt von der Qualität der Produkte „der Inhalt stimmt einfach" sah sie großen Handlungsbedarf in der Produktpräsentation und im Ladendesign. Nach der gelungenen Neupositionierung des EZA-Weltladens in der Wiener Innenstadt folgt nun der nächste Schritt - die Eröffnung des Fair Fashion Shops ‚Anukoo'. Der Begriff ist aus dem Hindi inspiriert und steht für passend, vorteilhaft, geeignet. „Die KundInnen wünschen sich mehr Angebot. EZA Fairer Handel sieht im Ausbau der biofairen Textilien großes Potential und unsere Partnerorganisationen sind voll Energie und Ideen. Das inspiriert uns alle."
Mode, in der man sich wohl fühlt
Lisa Muhr, Göttin des Glücks
‚danke, mir geht's gut' - war schon immer das Motto des Labels von Lisa Muhr und ihren 3 KollegInnen. „Wir wollten Mode entwerfen, in der man sich wohlfühlt". Beim Kaffeetratsch fragte die beste Freundin, warum nicht Mode aus Bio-Baumwolle und Fair Trade, also Wohlgefühl auch für die Umwelt und die Menschen, die die Kleidung herstellen. Das war die Initialzündung. „Wenn wir das nicht gemacht hätten, gäbe es die Göttin des Glücks heute nicht mehr. Nur dadurch macht die Arbeit auch wirklich Sinn". Der Weg war hart - vor allem die Beschaffung der Materialien wäre ohne die EZA nicht möglich gewesen. Ein einzelnes Unternehmen kann keine lückenlose Kette aufbauen. Besonders wichtig für die Kraft der „Göttin" ist das Team, das dahinter steht. Muhr „Wir sind vier grundverschiedene Menschen, die aus vier unterschiedlichen Herkünften stammen. Je nachdem, welche Herausforderung wir zu bewältigen haben, eine/r kann es immer."
Göttin des Glücks ist seit 2009 Partner der "Nachhaltigen Wochen" uns seit 2010 Partner der Initiative "Bewusst kaufen" und von bewusstkaufen.at.
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Quelle: www.lebensart.at



