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06.05.2011

Faire Blumen zum Muttertag

3,5 Mio. Euro geben die ÖsterreicherInnen jedes Jahr für Blumengeschenke zum Muttertag aus, ca. 8 Millionen Rosen werden verkauft. Während der Handel floriert, leiden in vielen Ländern die ArbeiterInnen unter schlechten Arbeitsbedingungen.

 

Alternativen in Österreich: Faires Kaufen und Handeln
Rund um Blumentage wie Muttertag und Valentinstag machen österreichische Nichtregierungsorganisationen verstärkt auf die Probleme in der Blumenindustrie aufmerksam und fordern faire Arbeitsbedingungen. „Es ist wichtig, dass sich KonsumentInnen wie auch öffentliche Institutionen für die Einhaltung von Menschenrechten und menschenwürdigen Löhnen in der Blumenproduktion einsetzen, etwa durch den Kauf von Blumen mit Gütesiegeln wie dem Flower Label Program, FLP", erklärt Sophie Veßel von FIAN Österreich, Trägerorganisation des Gütesiegels FLP (Flower Label Program) für eine menschenwürdige und umweltschonende Blumenproduktion.

 

FLP zertifiziert auf Grundlage des Internationalen Verhaltenskodizes für die Schnittblumenproduktion Blumenfarmen weltweit. FLP-Schnittblumen verschiedener Sorten sind seit dem Jahr 2000 im österreichischen Fachhandel erhältlich.

 

FLP-Standards ansehen

 

Ergänzend dazu führen mittlerweile alle großen Handelsketten zertifizierte Rosen, die durch das FAIRTRADE-Gütesiegel gekennzeichnet sind. Bei ihrer Herstellung wird die Einhaltung der internationalen FAIRTRADE-Standards von der unabhängigen Zertifizierungsorganisation FLO-CERT GmbH kontrolliert. Die Farmen sind verpflichtet, sich an strenge Standards wie beispielsweise Diskriminierungsverbot, Schwangerschaftsurlaub sowie Ferien- und Überzeitregelung zu halten. „Von zentraler Bedeutung ist das Mitsprache- und Entscheidungsrecht der Arbeiterinnen und Arbeiter bei der Auswahl der Projekte, die mit der so genannten FAIRTRADE-Prämie realisiert werden. Der „Joint Body", ein Komitee aus VertreterInnen des Managements und der Arbeiterschaft, entscheidet demokratisch über den Einsatz dieser FAIRTRADE-Prämie", streicht Hartwig Kirner, Geschäftsführer von FAIRTRADE Österreich hervor.


FAIRTRADE Standards ansehen

 

Typische Projekte, die dabei entstehen, betreffen die Aus- und Weiterbildung sowie die medizinische Versorgung. „Durch diese Projekte können die oft schwierigen Lebensbedingungen der Arbeiterschaft günstig beeinflusst und Zukunftsperspektiven eröffnet werden", ist Kirner überzeugt.

 

Quelle: FAIRTRADE Österreich

 

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(c) Nicolas Raymond / sxc.hu
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