Diskussion: Rosige Klimabilanz - Nachlese
Vergangenen Montag wurden die Ergebnisse der Studie "Umweltaspekte im Blumenhandel
Studie zur Klimaverträglichkeit der Schnittblumenproduktion" präsentiert.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden beheizte Treibhäuser in den Niederlanden, Freilandanbau in Deutschland und unbeheizte Treibhäuser in Ecuador verglichen.
"Das Ergebnis zeigt, dass pro kg Blumen bzw. pro Blume die Emissionen der Blumen aus Holland die Emissionen derer aus Ecuador um das knapp 2.5-fache, die Emissionen derer aus Deutschland (aus der Freilandproduktion) gar um das knapp 20-fache übersteigen. Obwohl der Flugtransport durchaus hohe Emissionswerte verursacht, sind die Einflüsse der Produktionsart gewichtiger. Die Treibhäuser verursachen die Hauptemissionen und führen zu dem Ergebnis, dass aus rein klimatischer Betrachtung der Anbau (inklusive Flug) auf dem Feld in Überseestaaten besser ist als ein Anbau in europäischen Treibhäusern. Die sozialökonomischen Bedingungen und Auswirkungen, sowie die nichtklimatischen Auswirkungen auf die Umwelt (z.B. Boden- und Luftverschmutzung) in den häufig armen Produktionsländern muss zusätzlich in Betracht gezogen werden."
FIAN empfiehlt daher:
- Kombinieren Sie regionale Produkte und importierte Pflanzen die fair gehandelt werden.
- Beachten Sie bei importierten Pflanzen, aus welchem Land sie ursprünglich kommen. Viele Pflanzen gelangen aus Ländern des Südens über holländische Märkte nach Österreich.
Weiter Infos zum Thema Blumen & Pflanzen finden Sie in unseren Einkaufsratgebern
Die Studie können Sie sich bei Interesse unter www.fian.at downloaden.



