14.06.2011
Richtig Grillen - Tipps für weniger Schadstoffe
Sommerzeit ist Grillzeit, bei schönem Wetter verlagert sich der Lebensmittelpunkt nach draußen, und mit ihm auch das Essen. Der unverkennbare Grill-Duft ligt in der Luft, hier ein paar Tipps, die Sie unbedingt beachten sollten.
- Grillgut nicht rauchen lassen!
Tropft Fett aus Fleisch, Fisch oder Öl aus Marinaden in die Kohleglut oder auf die Heizschlange des Elektrogrills, entstehen mit dem Qualm krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Dies verhindern Sie, indem Sie nicht mit der Gabel ins Grillgut stechen, so tropft es nämlich stärker, sondern eine Grillzange verwenden. Mariniertes vor dem Grillen abtupfen. Auch (wiederverwendbare) Aluschalen- bzw. (in sparsamer Verwendung) ebensolche Folien verhindern, dass Fett auf den Grill tropft.
Bei Holzkohle sollten Sie darauf achten, dass die Kohlen gut "durchgeglüht" sind. Sobald sich ein weißer Aschemantel auf den Kohlen bildet, darf gegrillt werden. - Achten Sie beim Durchbraten des Grillguts darauf, dass nichts verbrennt. Werden Fleisch und Fisch zu lange bei großer Hitze gegrillt oder gebraten, entstehen Heterozyklische Aromatische Amine (HAA), die in Verdacht stehen, Krebs zu verursachen. Also besser Finger weg von scharf angebratenen Steaks und Würsteln.
- Pökelfleisch hat auf dem Griller nichts verloren!
Nitritpökelsalze reagieren durch die große Hitze mit Aminen aus dem Fleisch zu stark krebserregenden Nitrosaminen. Daher Fleischwurst, Schinken, Speck und dergleichen besser nicht grillen.
- Auch das Ablöschen des Fleisches mit Bier kann zu einer vermehrten Bildung von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) führen.
- Bei großer Hitze keine kaltgepressten Öle
Ist große Hitze im Spiel sollten Sie Öle mit einem hohen Rauchpunkt wählen, da bei Überhitzung krebserregende Substanzen entstehen. Besonders hitzestabil sind in der Regel raffinierte Öle.
- Vorsicht bei Spiritus und anderen Chemikalien, die zum Anheizen des Feuers verwendet werden. Durch ihre Anwendung kommt es jährlich immer wieder zu Unfällen mit schweren Verbrennungen. Greifen Sie daher besser zu sicheren Anzündern!
- Kohle ist nicht gleich Kohle!
Billige Grillkohle besteht häufig aus minderwärtigen Holzresten (z.B. lackierte Holzabfälle) oder kann aus illegal geschlägerten Wäldern stammen. Achten Sie auf Kohle mit dem FSC-Gütesiegel (auch nachhaltiger Waldwirtschaft).
- Ausgewogenes Menü
Neben Fleisch und Fisch gibt es zahlreiche Gemüsesorten, die sich auf dem Griller wunderbar als Hauptspeise oder Beilage zubereiten lassen.
- Die richtige Grillausrüstung
Verzichten Sie auf Einweg-Grills aus Alu, diese enthalten oft toxische Anzünder und die Herkunft der Kohle ist meist nicht nachweisbar. Investieren Sie lieber in ein langlebiges, stabiles Modell oder benutzen Sie ausgestattete öffentliche Grillplätze.
Mehr nützliche Tipps gibt es in den Einkaufsratgebern zu den Themen Fisch, Fleisch und Obst&Gemüse.
Quelle: utopia.de
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