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30.08.2011

Kulinarische Fischreise durch Österreich

Vom Neusiedlersee bis zum Bodensee gibt es in heimischen Gewässern eine breite Vielfalt an schmackhaften Fischen. Forellen und Karpfen sind die beliebten Klassiker – doch auch Barsche, Saiblinge oder sogar Welse leben in österreichischen Seen, Teichen und Flüssen.

 

„Da die Meere leer gefischt sind, sollte nur selten Fisch am Speiseplan stehen. Wenn Sie sich eine Fischmahlzeit gönnen, wählen Sie am besten heimische Fische! Je kürzer die Transportwege, desto frischer ist der Fisch", erklärt Fischexpertin Mag. Gabriele Wittner von "die umweltberatung".

Wildfang und Fischzucht in Österreich
 

Die größte Abnehmerin für heimische Fische ist die Gastronomie. Viele gute Restaurants bieten frischen Fisch aus den naheliegenden Seen an. In Fließgewässern fischen meist HobbyanglerInnen. Die Fischzucht in Teichen hat in Österreich eine lange Tradition. Zu den häufigsten gezüchteten Arten zählen Karpfen, Forellen, Saiblinge, Barsche und Welse. Aber auch Spezialitäten wie Huchen oder Äschen werden neuerdings in Teichen gezüchtet.

 
Am besten Bio!
 

„Besonders empfehlenswert sind Fische aus kontrolliert biologischer Teichwirtschaft. Sie leben in Teichen mit guter Wasserqualität, haben ausreichend Platz und wachsen ohne Wachstumshormone auf", erklärt Gabriele Wittner. Das Futter der pflanzenfressenden Fische muss aus kontrolliert ökologischem Anbau stammen. Das Ziel von Bio- oder Öko-Aquakulturen ist eine umweltfreundliche, artgerechte Fischzucht.

Die Fischreise von Ost nach West
 

Im Neusiedlersee, dem zweitgrößten Steppensee in Zentraleuropa gibt es rund 30 verschiedene Fischarten. Hecht, Wels, Karpfen, Zander und Aal sind die bekanntesten davon. Die meisten Arten tummeln sich in den Schilfgürteln rund um den See. Die Fische werden direkt am See, auf Märkten und über die lokale Gastronomie verkauft.


Vor allem in der Schneebergregion, aber auch in der Steiermark und Kärnten werden die Alpenlachse nach strengen Kriterien gezüchtet. Diese Saiblingsart benötigt kaltes und klares Wasser zum Gedeihen, weshalb sich die heimischen, alpinen Flüsse gut dafür eignen. Die Fische zeichnen sich durch ihren hohen Gehalt an den wertvollen Omega-3-Fettsäuren aus.


Die Zucht von Karpfen und anderen Fischen wie z.B. Forellen hat im Waldviertel jahrhundertelange Tradition. Mehr als 1000 Teiche verleihen dieser urtümlichen Landschaft ihren besonderen Reiz. Es dauert vier lange Jahre, bis die Karpfen-Babys zu stattlichen 2-3 kg schweren Speisekarpfen herangewachsen sind. Im Herbst findet das traditionelle „Abfischen" der Teiche statt.


In der Steiermark werden vor allem Karpfen in Teichen herangezogen, in der Südsteiermark zum Beispiel unter dem Namen „Steirische Teichland-Karpfen". Die Karpfen ernähren sich überwiegend von natürlichen Nahrungsquellen im Teich und erhalten nur eine geringe Menge an Zusatzfutter aus regionalem Getreide und Leguminosen.


Im Salzkammergut fischen die österreichischen Bundesforste im Grundlsee, Hallstättersee und Altausee nach Leckerbissen wie der Traunforelle, der Seeforelle, der Hallstatt-Reinanke und dem Krungil-Seesaibling. Die Fische werden unter dem Namen „Wildfang Fische" vermarktet. Jeder Wildfang Fisch lebt ausschließlich im Naturgewässer und ist bei der Entnahme mindestens zwei Jahre alt - damit ist die natürliche Nachkommenschaft gewährleistet.


Im Bodensee leben rund 30 Fischarten, etwa die Hälfte der Arten hat kulinarische Bedeutung. Die mit Abstand größte Bedeutung kommt den Felchen zu, gefolgt von Barsch, verschiedenen Weißfischen, Zander, Hecht und Aal.

 

Weitere Tipps und Informationen über Fische und Meeresfrüchte.

 

Information und Download

Bezugsquellen für heimischen Fisch auf www.umweltberatung.at/ernaehrung


Das Infoblatt „Fisch - nachhaltig aufgetischt" mit Hintergrundinformationen zu umweltverträglichem Fischgenuss steht kostenlos im Downloadbereich auf www.umweltberatung.at zur Verfügung.

 

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