FAIRTRADE-Prämie: Investition in eine bessere Zukunft
Mit dem Kauf von Produkten mit dem FAIRTRADE-Gütesiegel unterstützen österreichische KonsumentInnen nachhaltig Kleinbauernfamilien und PlantagenarbeiterInnen in den sogenannten Entwicklungsländern.
Neben einem fairen Preis für die geernteten Rohstoffe wird auch die FAIRTRADE-Prämie für Soziales, Infrastruktur und Bildung an die Produzentenorganisationen bezahlt. Weltweit konnten durch diese wichtigen Zusatzeinnahmen
bereits zahlreiche Projekte umgesetzt werden, etwa der Bau von Schulen und Gesundheitszentren oder Verbesserungen der Infrastruktur.
Silvana da Silva Vicente ist Orangenpflückerin in der brasilianischen Kooperative ACIPAR. Sie erzählt: „Dank FAIRTRADE konnte eine medizinische Ambulanz errichtet werden und wir haben Zugang zu Medikamenten und ärztlicher Versorgung für uns und unsere Kinder". Über die Verwendung der FAIRTRADE-Prämie wird in den Produzentenorganisationen in einem demokratisch gewählten Komitee gemeinschaftlich entschieden. Damit ist gewährleistet, dass die gesamte Gemeinschaft von den Mehreinnahmen profitiert. Auch Kleinbauer José Angelo ist Mitglied von ACIPAR und von den Vorteilen des fairen Handels überzeugt: „Die Konsumenten können diesen Saft in Ruhe und mit gutem Gewissen trinken, denn es wurde niemand dafür ausgebeutet!"
Eine Brücke für Kakaobäuerinnen und -bauern in Chingello
Nicht allzu weit von den Orangenfeldern Brasiliens entfernt liegt die Dominikanische Republik.
Elvy Antonia Then Lizardo ist dort Kakaobauer und Mitglied der Kooperative „Cooproagro". Er berichtet: „Jeder Bauer arbeitet für sich, ist aber gleichzeitig Teil der Kooperative,
die wichtige Informationen bereithält. Die Türen zu diesen Informationen stehen allen offen, ich fühle mich sehr gut aufgehoben." Elvy Lizardo verweist außerdem auf soziale Projekte, die aus Mitteln der FAIRTRADE-Prämie in der Region finanziert werden konnten. Sie hätten zu einer Stärkung der Gemeinschaft geführt. So auch in Chingello, einem kleinen Dorf das von 50 Familien bewohnt wird und indem drei Flüsse aufeinander treffen. Bei Hochwasser
waren die Familien oft tagelang von der Außenwelt abgeschnitten. Der Bau einer Brücke aus Mitteln der FAIRTRADE-Prämie stellt für die Familien eine wesentliche Erleichterung dar, sie sichert auch bei Hochwasser die Anbindung an die Nachbargemeinden.
Bessere Bildung durch FAIRTRADE-Rosen
Von der Dominikanischen Republik begeben wir uns nun in die Hochebenen Kenias, wo die perfekten klimatischen Bedingungen zum Anbau von Rosen herrschen. Auch auf der Blumenfarm Oserian ermöglicht die FAIRTRADE-Prämie für Soziales, Infrastruktur und Bildung wichtige Investitionen. Die Blumenarbeiterin Hellen Anyango Osiago erzählt: „Die FAIRTRADE-Prämie hat unser Bildungsniveau stark gehoben, meine drei Kinder konnten die Schule
besuchen." Den österreichischen KonsumentInnen gibt sie Folgendes mit auf den Weg: „Ich möchte den Käufern und Käuferinnen unserer Blumen danken und sie bitten, weiterhin FAIRTRADE-Rosen zu kaufen. Für sie ist es ein wunderbarer Strauß Rosen, für mich die Möglichkeit, meine Kinder zur Schule zu schicken."
Alle FAIRTRADE-Produkte auf bewusstkaufen.at
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