KONSUMENT testet Erdbeerjoghurts
man nehme Milch, Zucker und Erdbeere und fertig ist das Joghurt – so die Theorie. Wie ein Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) zu 36 Erdbeerjoghurts zeigt, werden aber vielfach weitere Stoffe zugesetzt.
Neben natürlichen und künstlichen Aromen finden sich etwa Pektin, Johannisbrotkernmehl oder Maisstärke als Verdickungsmittel, Zitronensäure, Natriumcitrat oder Natriumhydroxid als Säureregulatoren und rote Bete, Karottensaftkonzentrat oder echtes Karmin (E 120) als Farbgeber. Beim Fruchtgehalt stellten die Tester starke Schwankungen fest: von 15 Prozent Erdbeeren in Bio vom Berg bis hin zu mageren 5,4 Prozent in Zillertaler, was gemäß dem Standard des Österreichischen Lebensmittelbuches (ÖLMB) zu wenig ist: Erdbeerjoghurts müssen zumindest sieben Prozent Erdbeeren enthalten.
Da die Herkunft von Lebensmitteln vielen Verbrauchern ein wichtiges Anliegen ist, wurde im Rahmen des Tests zudem eine Anbieterbefragung zur Herkunft der Rohstoffe durchgeführt. Während die Hersteller das Bezugsland der Milch nahezu immer nachvollziehbar bekannt gaben, ist die Herkunft der Erdbeeren oft unklar. 13 Hersteller hielten sich hier unter dem Vorwand „Betriebsgeheimnis" komplett bedeckt. Danone und Desira gaben sich hingegen offen und räumten ein, dass ihre Erdbeeren unter anderem aus China stammen. Es ist daher nicht auszuschließen, dass auch andere Erzeuger Früchte aus Fernost verwenden.
Details zum Test finden sich in der Oktoberausgabe des Testmagazins KONSUMENT und auf www.konsument.at.
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