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26.09.2011

Fair zu Mensch, Natur & Klima

Entwicklungsländer sind derzeit am meisten von den Auswirkungen des Klimawan-dels betroffen, haben aber am wenigsten zu diesem wachsenden weltweiten Problem beigetragen.

 

FAIRTRADE unterstützt benachteiligte Produzentenorganisationen, sich den Herausforderungen des Klimawandels zu stellen und ihre Zukunft nachhaltig und selbstbestimmt zu sichern.

FAIRTRADE schafft fairere Handelsbedingungen für die Produzentenorganisationen in Entwicklungsländern, die es ihnen erlauben, den Kampf gegen die Armut aufzunehmen und mehr Kontrolle über ihr Leben auszuüben. In diesem Rahmen fördert FAIRTRADE auch nachhaltige landwirtschaftliche Methoden und bietet mit der Bezahlung eines Bio-Aufschlages einen Anreiz zur Umstellung auf biologische Anbaumethoden. Die FAIRTRADE-Umweltstandards verpflichten alle Produzentenorganisationen unter anderem zum Gewässer- und Erosionsschutz und zur Reduktion des Pestizideinsatzes, außerdem ist die Verwendung von gentechnisch verändertem Saatgut verboten.

 

FAIRTRADE-Prämie wird in den Umweltschutz investiert

 

Millionen von Menschen in Afrika, Asien und in Lateinamerika profitieren außerdem von der FAIRTRADE-Prämie für Soziales, Infrastruktur und Bildung. Die Prämiengelder werden nicht nur in soziale Projekte investiert sondern auch in Technologien, die die Produktion optimieren und dabei helfen, den Herausforderungen des Klimawandels, wie Bodenerosion, Wassermangel oder Temperaturerhöhungen, zu begegnen. Kaffeebauer Gerardo Arias Camacho ist Mitglied einer FAIRTRADE-zertifizierten Kooperative in Costa Rica und erzählt: „Wir haben Bäume gepflanzt und den Pestizideinsatz in den letzten 10 Jahren um 80 % reduziert. Die FAIRTRADE-Prämie haben wir dazu verwendet um umweltfreundliche Öfen für das Trocknen des Kaffees zu kaufen."

 

CO2-Serviceleistungen als Mehrwert für Produzentenorganisationen
 

FAIRTRADE unterstützt nun außerdem organisatorisch und durch Informationszugang Kleinbauernfamilien, die international zur Verfügung stehenden Kompensations- und Finanzierungsinstrumente zur Bekämpfung des Klimawandels zu nutzen. Markenartikelhersteller und -händler, die heute bereits in großen Mengen CO2-Emissions-Zertifikate zur Kompensation nachfragen, erhalten von der FLO-CERT GmbH* die Gelegenheit, diese von FAIRTRADE-Produzentenorganisationen zu erwerben. Beispielsweise können so mit Wiederaufforstungs- oder alternativen Energiegewinnungsprojekten in den Entwicklungsländern CO2-Kredite erwirtschaftet werden. Unternehmen können damit ihren Ausgleich von CO2-Emissionen direkt in die FAIRTRADE-Handelskette leiten.

 

Der CO2-Fußabdruck von Produkten entsteht übrigens nicht nur im Rahmen von Transportwegen, sondern auch bei der Produktion. Für Produkte, zum Beispiel Rosen, die in Europa angebaut werden, liegen die Ausstoßwerte oftmals über den Werten jener Produkte, die ökologisch nachhaltig in Entwicklungsländern angebaut werden. Viele andere FAIRTRADE-Produkte könnten aufgrund der klimatischen Bedingungen in Europa gar nicht angebaut werden. Vor diesem Hintergrund erweisen sich Produkte mit dem FAIRTRADE-Gütesiegel sozial und ökologisch als nachhaltige Kaufalternative!

 


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* Die unabhängige Zertifizierungsorganisation FLO-CERT GmbH überprüft die Einhaltung der FAIRTRADE-Standards bei den Produzentenorganisationen in den Entwicklungsländern und führt Zertifizierungen bei allen Vertragspartnern durch. www.flo-cert.net

 
Tea - Van Chan Bio Farmers Club - Vietnam (c) Didier Gentilhomme

Cepicafé - Peru (c) Linus Hallgren

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FAIRTRADE Österreich
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