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06.12.2011

Stoff für süße Träume

Seine vielfältigen Nuancen erlauben immer wieder neue Geschmackserlebnisse, ob in flüssiger, cremiger oder knackiger Form – kaum jemand kann sich der Verführungskunst von Kakao entziehen. Doch gleich nochmal so gut schmecken Kakao und Schokolade, wenn sie aus fairem Handel stammen.

 

Zaubertrank und Zahlungsmittel

 

Seit etwa 1100 v. Chr. wird die Pflanze genutzt - und genauso lange fasziniert sie den Menschen schon. Die Azteken nutzten die Kakaobohne als Zahlungsmittel und als Opfergabe für die Götter. Das Getränk, das aus den Bohnen zubereitet wurde, war nur den ranghöchsten Personen vorbehalten. Mit den spanischen Konquistadoren kam der Kakao nach Europa und wurde dort bald als Genussmittel hoch geschätzt.

 

Bohnen an der Börse

 

Im 17. Jahrhundert begann der Anbau auf Plantagen im großen Umfang. Heute produzieren nur sieben Länder über 90% der Kakaobohnen weltweit, fast 70% kommen aus Westafrika. Auf dem Weltmarkt kann Kakao neben Erdöl und Kaffee zu den wichtigsten Rohstoffen gezählt werden. Im Anbaujahr 2009/10 wurden über 3,59 Mio. Tonnen geerntet. Der Weltmarktpreis für Kakao ist besonders schwankungsanfällig und wird häufig für Spekulationszwecke missbraucht. Was das Handeln eines Lebensmittels an der Börse betrifft, regt Josef Zotter zu einer kritischen Sichtweise an. „Hier geht es nicht um Qualität, Geschmack oder Arbeitsbedingungen. Nicht umsonst wird häufig dieser Kakao zu Milchschokoladen mit hohem Zuckeranteil verarbeitet. Wäre mehr Kakao drinnen, würde den Konsumenten die schlechte Qualität auffallen. Nur wenige Konzerne beherrschen den Markt und bestimmen so auch, was passiert. Kakaobauern arbeiten unter härtesten Bedingungen, aber andere profitieren von den Früchten ihrer Arbeit."

 

Kinderarbeit und moderne Sklaverei

 

Für viele Kakaoproduzenten reicht das Einkommen kaum zum Leben. Gerade auf Kakaoplantagen in Westafrika gibt es noch immer ein erschreckendes Ausmaß an Kinderarbeit. Laut FAIRTRADE Österreich ist Kinderarbeit ein generelles Problem in der Kakaoproduktion, das gilt leider für alle Regionen.

 

Den ganzen Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe von LEBENSART und unter www.lebensart.at

 

Noch mehr zum Thema Schokolade finden Sie im passenden Ratgeber:

 

Heißgeliebt und oft verflucht - bei keinem anderen Nahrungs- und Genussmittel spielen emotionale Aspekte eine so große Rolle wie bei Schokolade! Woher und wie aber der Kakao für den Stimmungsmacher und Seelentröster zu uns kommt, wird noch viel zu wenig hinterfragt.

 

 

Zum Schokoladen-Ratgeber

Moderne Nikoläuse schenken bio & fair

 

"die umweltberatung" hat Tipps für das gesunde, umweltfreundliche Nikolaus-Sackerl zusammengestellt: am besten fair gehandelte Bio-Schoko, selbst gemachte Germteig-Kramperl und regionales Obst bzw. Trockenfrüchte!

 

Nikolaus würde „fair" und „bio" kaufen
 

Über 90 % der weltweit konsumierten Schokolade werden in den Industrieländern vernascht, obwohl die wichtigsten Zutaten wie Kakao und Zucker ihren Ursprung in wirtschaftlich benachteiligten Ländern haben. Die Bauern und BäuerInnen, die die Kakaobohnen anbauen, bekommen aber nur einen Bruchteil des Kaufpreises. "die umweltberatung"  empfiehlt daher „fairtrade"-Produkte. Dipl. Päd. Petra Nemec, Ernährungsexpertin bei "die umweltberatung": „Der Weltmarktpreis von Roh-Kakao ist einer jener Preise, die besonders anfällig für Schwankungen sind, bei fairtrade bekommen die ProduzentInnen einen fairen Preis, der unabhängig vom Weltmarkt ein regelmäßiges Einkommen sichert."

 

Einkaufsliste für das faire Nikolaussackerl:
 

  • Stoffsackerl (zum Wiederverwenden)
  • Fair gehandelter Bio-Schokoladenikolaus
  • Germteig-Krampus (selbst gemacht)
  • kleine Äpfel
  • Walnüsse
  • Dörrzwetschken, getrocknete Apfelspalten, Marillen

20 Jahre fair gehandelte Schokolade

Faire Schokolade gibt es in Österreich seit zwanzig Jahren. Was 1991 mit Mascao - lanciert von EZA Fairer Handel - begann, hatte Vorbildwirkung. Das nützt den Kakaobauernfamilien und freut die Naschkatzen. Mit der neuen Linie Carino baut die EZA die Vielfalt weiter aus. Kooperation im besten Sinne führte 1991 zur ersten fair gehandelten Schokolade der Welt. Die Idee dazu wurde von der Schweizer Fairhandelsorganisation Claro geboren, die für ihre PartnerInnen in Europa, darunter die EZA Fairer Handel in Österreich, die Koordination des Projekts übernahm. Der einsatzfreudige Hersteller Chocolat Bernrain in Kreuzlingen am Bodensee erklärte sich bereit, die Kakaobohnen aus Bolivien und den Mascobado Vollrohrzucker aus den Philippinen zusammen zu bringen.

 

Mehr dazu unter Oekonews.at

 

Faire Schokolade auf bewusstkaufen.at

 

 

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