Haushaltsgeräte Ratgeber
Durch den Einsatz von energieeffizienten Geräten kann der Stromverbrauch optimiert, und um bis zu 25 Prozent gesenkt werden. Durch technologische Weiterentwicklung können schon bei vielen Haushaltsgeräten verbesserte Energieverbrauchswerte erreicht werden.
Durch den gesteigerten Einbau von Zusatzfunktionen (bessere technische Ausstattung der Geräte) steigt der Stromverbrauch teilweise aber wieder.
- Richtige Bedienung spart Energie
- Die Stand-by-Falle
- Qualitätsgeräte sparen Energie
- Nachhaltig kochen mit Gas
- Einkaufstipps
- Energiespartipps
Richtige Bedienung spart Energie
Die meisten Haushaltsgeräte können durch richtige Bedienung und Beachtung einiger Aspekte energieeffizienter betrieben werden, ohne dass man gleich ein neues, effizienteres Gerät kaufen muss.
Die richtige Temperatur für Kühlschränke liegt beispielsweise zwischen 2°C und 4°C. Eine kältere Stufe ist für die alltägliche Aufbewahrung von gekühlten Lebensmitteln nicht notwendig. Bei Gefrierschränken reichen -18°C. Bei beiden gilt: ein gut gefülltes Gerät hilft die Temperatur zu stabilisieren.
Auch eine gut gewartete Heizanlage arbeitet bei richtiger Einstellung am effizientesten. Die persönliche Wohlfühl-Temperatur sollte konstant beibehalten werden, jedes Grad mehr steigert den Energieverbauch um ca. 6 Prozent. In der Nacht kann die Heizung um 5 Grad herunter gedreht werden. Am besten heizen Heizkörper außerdem, wenn nichts im Weg steht und die Luft ungestört zirkulieren kann. Ein Abdecken oder Verstellen der Heizkörper durch Möbel sollte deshalb verhindert werden.
Die Zahl der elektronischen Geräte, die am Stromnetz hängen oder laufend aufgeladen werden müssen, nimmt ständig zu: Router, DVB-T-Box oder TV-Receiver, Mikrowelle, Kaffeemaschine, Laptops, Digitalkameras und viele andere. Durch den Stand-by Betrieb entstehen enorme Energiekosten, der Betrieb sämtlicher österreichischer Elektrogeräte im Stand-by-Modus verbraucht jährlich 811 Gigawattstunden Strom - das entspricht der Jahresenergiemenge eines Wasserkraftwerkes
Durch eine EU-Verordnung wird seit Beginn 2010 dem versteckten übermässigen Stromverbrauch im Stand-by in vielen neu auf den Markt gebrachten Geräten weitgehend den Geraus gemacht. Im Aus-Zustand dürfen die meisten im Haushalt verwendeten Geräte nur mehr 1 Watt aufnehmen, im einfachen Standby nur mehr maximal 2 Watt. Sofern der Standby-Modus neben der Funktion der bequemen Wiedereinschaltung per Fernbedienung auch noch mit weiteren Funktionalitäten aufwartet, wie beispielsweise dem Empfangen von Signalen aus einem Netzwerk bzw. per Antenne, gilt die strenge EU-Standby-Anforderung nicht mehr.
Aber auch für diese Fälle wird bereits intensiv an einer Lösung auf EU-Ebene gearbeitet, um den in der Unterhaltungselektronik und Informations- und Kommunikationstechnik sehr häufig vorkommenden Standby-Modes in Netzwerken den Energiehunger zu nehmen.
Mit Hilfe einer schaltbaren Steckerleiste können Sie per Knopfdruck mehrere Geräte gleichzeitig vom Stromnetz trennen, und so hohe Stand-by-Verluste verhindern.
Qualitätsgeräte sparen Energie
Trotz schwieriger Wirtschaftslage entscheidet sich ein Großteil der Konsumenten beim Händler für hochwertige, teurere Geräte. Die durchschnittliche Nutzungsdauer bei Haushaltsgeräten liegt zwischen 12 (bei Waschmaschinen und Trocknern) und 17 Jahren (bei Gefriergeräten). Die Argumente für hohe Qualität sprechen für sich:
- Neue Geräte sind wesentlich sparsamer - ein neuer Geschirrspüler oder eine neue Waschmaschine braucht bis zu 35 Prozent weniger Strom, der Wasserverbrauch reduziert sich auf die Hälfte.
- Der Stromverbrauch macht den Preis - Neue Kühlschränke brauchen nur die Hälfte der Energie, im Vergleich zu Modellen die 10 bis 15 Jahre alt sind. Bei Kühl- und Gefrierkombination und Gefriergeräten kann man sogar bis zu 65 Prozent der Energie einsparen.
Nachhaltig kochen - mit Gas!
Für Herde (ausgenommen Elektrobacköfen) gibt es noch keine Energieeffizienzklassifizierung wie bei anderen Haushaltsgeräten.
Grundsätzlich gilt aber, dass Kochen mit Gas ökologischer ist als mit Strom. Bei der Stromerzeugung entstehen Verluste, ebenfalls bei der Umwandlung von Strom in Wärme. Am Ende bleiben nur 30 Prozent der anfangs eingesetzten Energie zum Kochen über. Bei Gasherden wird das Gas direkt zum Kochen genutzt, rund 58 Prozent der ursprünglichen Energiemenge werden schließlich genützt.
- Kaufen Sie Geräte der Energiesparklasse A! Haushaltsgeräte werden, je nach Energieeffizienzklassen, in Klassen von A (sehr energieeffizient) bis G („Stromschlucker") eingeteilt. Bei Kühlgeräten sind die effizientesten Geräte mit A++ oder A+ gekennzeichnet.
- Achten Sie auf Geräte die mit dem Blauen Engel oder der EU-Blume ausgezeichnet sind.
- Verwenden Sie schaltbare Mehrfachsteckerleisten oder intelligente Steckerleisten! Per Knopfdruck können Sie mehrere Geräte vom Stromnetz trennen und unnötige Stand-by-Laufzeiten vermeiden.
- Die Temperatur im Kühlschrank sollte zwischen 2 und 4 Grad liegen, im Gefrierschrank reichen Minus 18°C. Achten Sie darauf, dass der Kühlschrank immer gut gefüllt ist, das stabilisiert die Temperatur. Wählen Sie einen kühlen Standort (nicht neben dem Ofen oder dem Geschirrspüler) ohne direkte Sonneneinstrahlung.
- Stellen Sie in jedem Raum die für Ihr Wohlbefinden benötigte Temperatur ein, denn jedes Grad mehr kostet 6 Prozent mehr Heizenergie. Nachts können Sie die Temperatur um 5°C absenken. Verdecken Sie die Heizkörper nicht mit Möbeln oder Vorhängen, sonst gelangt die abgegebene Wärme nicht in den Raum.
- Verzichten Sie auf das Vorheizen des Backofens wenn es nicht unbedingt nötig ist, das spart bis zu 20 Prozent beim Stromverbrauch.
- Ein Geschirrspüler der Energieeffizienzklasse A bringt im Vergleich zu einem älteren Modell bis zu 13 Prozent Energieersparnis und spart bis zu 4.500 Liter Wasser im Jahr.
Weitere Informationen und Einkaustipps zum Thema Energie sparen finden Sie in den Ratgebern Energiesparlampen und Unterhaltungselektronik.





