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Blumen und Pflanzen Ratgeber

Mit schönen Blumen möchte man gerne jemanden überraschen. Saisonale Blumen und Pflanzen aus regionalem Anbau, aus biologischer Produktion und aus fairem Handel sorgen dafür, dass die Freude keinen bitteren Beigeschmack hat.

 

 

Blumen und Pflanzen aus biologischem Anbau
In Österreich werden jährlich rund 45 Millionen € für Schnittblumen ausgegeben, allein zum Muttertag werden 8 Millionen Rosen verkauft. Aber vielen ist nicht klar, dass es bei Pflanzen die gleichen Qualitätsunterschiede gibt wie bei Lebensmitteln. Bei Schnittblumen und Pflanzen hat der Biotrend in Österreich noch großen Nachholbedarf. Zu den Sorten aus heimischen Bio-Anbau am Feld gehören unter anderem Dahlien, Dill, Gartenfuchsschwanz, Glockenblumen, Godetien, Lobelien, Malven, Rittersporn, Sonnenblumen und Zinnien. Das gewohnte Sortiment aus dem Blumenhandel ist bisher noch kaum aus biologischem Anbau erhältlich. Anders ist die Situation bei Kräutern, Salaten, Gemüsepflanzen und Saatgut aus biologischem Anbau - in Gärtnereien, Gartencentern und Baumärkten, aber auch im Lebensmittelhandel und in Drogeriemärkten wächst die Auswahl beständig weiter. Bei Saatgut und Gemüse spezialisieren sich immer mehr Anbieter auf die Erhaltung und Wiedereinführung von alten (traditionellen) Sorten, die im Laufe der Zeit vergessen oder durch industriell ertragreichere Sorten ersetzt wurden.

Bio Blumen und Pflanzen erkennen Sie an Gütezeichen wie dem AMA-Biozeichen, Austria Bio Garantie, BIO Austria und demeter. Bio-Produkte sind garantiert:

 

  • frei von Gentechnik

 

  • nur mit natürlichen Düngemitteln wie Kompost, Mist oder Gründüngung (durch wechselnde Fruchtfolge) behandelt

  • frei von chemisch-synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln

  • gut fürs Klima - beim Bio-Anbau wird gegenüber dem herkömmlichen Anbau mindestens ein Drittel CO2 eingespart

  • streng kontrolliert - Bio-Gärtnereien müssen die Bestimmungen der EU-Bio-Verordnung einhalten und werden jährlich von staatlich autorisierten Kontrollstellen geprüft

Saisonale und regionale Sortenvielfalt
Der Freilandanbau von heimischen, saisonalen Sorten verursacht im Gegensatz zum ganzjährigen Anbau im Glashaus weniger CO2-Emissionen und spart Energie. Viele Sorten wachsen in unseren Breiten nur in beheizten Glashäusern, was einen enormen Energieaufwand verursacht (Sogar per Flugzeug importierte Pflanzen erzeugen weniger CO2 als Pflanzen aus geheizten Glashäusern).  Heimische Pflanzen sind an die klimatischen Bedingungen und Beschaffenheit der Böden angepasst und sind dadurch im Anbau robuster und weniger anfällig für Schädlinge.

 

Faire Freude hat einen Preis
Ein Großteil der rund 45 Millionen Tonnen Blumen die jährlich in Österreich gekauft und verschenkt werden, wird aus Produktionsländern des Südens importiert. Große Blumenfarmen gibt es beispielsweise in Äthiopien, Ecuador, Guatemala, Kenia, Kolumbien und Israel - jede dritte Schnittblume weltweit stammt aus einer Blumenfarm in Lateinamerika oder Afrika.
Die Produktionsbedingungen in vielen Ländern sind für die ArbeiterInnen nicht tragbar. Unmenschliche Arbeitszeiten, zu niedrige Löhne, hoher Einsatz von giftigen Spritzmitteln und nicht ausreichende Schutzkleidung sind keine Seltenheit. Dazu fehlen Sozialleistungen wie Krankenversicherung, Pension und Mutterschutz.
Schnittblumen die aus kontrolliert fairem Handel stammen, unterstützen die Produzenten vor Ort und sorgen für bessere Arbeitsbedingungen, faire Löhne und soziale Standards. Das Fairtrade-Siegel steht für das weltweit größte unabhängige Zertifizierungssystem für Produkte aus fairem Handel. Im Bereich Pflanzen konzentriert sich FAIRTRADE auf Rosen und garantiert den ArbeiterInnen auf den Blumenfarmen die Zahlung von Prämien für Sozialprojekte und ermöglicht nachhaltige Arbeits- und Lebensbedingungen. FFP (Fair Flower Fair Plants) ist eine neue (von der EU unterstützte) Initiative zur Förderung des Absatzes nachhaltig gezüchteter Blumen und Pflanzen. Sie will ZüchterInnen und HändlerInnen zur Teilnahme an Qualitätsprogrammen motivieren.

 

Einkaufstipps:

 

  • Greifen Sie zu Pflanzen die in der Region gerade Saison haben aus Freilandanbau! Bei der Sortenwahl gilt heimisch, statt exotisch. Verzichten Sie auf Blumen die im Winter in beheizten Glashäusern gezogen werden, in diesem Fall sind importierte Blumen aus dem Süden die klimafreundlichere Variante.

  • Achten Sie bei Rosen, die nicht aus heimischer Produktion stammen, auf das FAIRTRADE-Siegel. Fair gehandelte Schnittblumen erkennen Sie außerdem noch am FFP-Zeichen (Fair Flowers Fair Plants)!

  • Greifen Sie zu Blumen und Pflanzen aus biologischem Anbau, erkennbar an Labels wie EU-Bio-Label, AMA-Biozeichen, Deutsches Biosiegel, Austria Bio Garantie, BIO Austria und demeter-Siegel.

  • Verwenden Sie so wenig Verpackung wie möglich, nehmen Sie lieber Papier als Zellophan!

Weiterführende Informationen zu den Themen Pflanzenschutz, Blumenerde, Torf und Gartengeräte  finden Sie im Ratgeber Gartenprodukte.

 

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Kommentare: (1)
Leser-Kommentare
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julebo
29.03.2011 | 18:02
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das ist eine sehr informative Seite - eben überlege ich, was ich heuer pflanzen soll - ich werd bei so einem herrlichen Wetter immer ganz kribbelig und wühle in der Erde - eben versenkte ich die ersten Karottensamen - reste vom Vorjahr - und nun mach ich mich an eine Liste, was ich noch besorgen will...
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