Speiseöle Ratgeber
Die meisten Produkte die in Supermärkten erhältlich sind, enthalten pflanzliche Öle und Fette - Rund jedes Dritte! Nebenprodukte die bei der Ölherstellung entstehen (wie z.B. Lecithin) sind in bis zu 80 Prozent aller Lebensmittel enthalten.
- Achten Sie auf Öle aus biologischer Erzeugung (Z. B. EU-Bio-Zeichen, AMA-Bio-Zeichen)! Bio-Öle sind auch garantiert gentechnikfrei.
- Bevorzugen Sie heimische Öle und achten Sie auf einen gesicherten Herkunftsnachweis wie z.B. „Steirisches Kernöl"!
- Kaufen Sie qualitativ hochwertige Öle. Native und kaltgepresste Öle sind hochwertiger als raffinierte Speiseöle. In vielen Lebensmitteln werden billige (das heißt oft extrahierte und raffinierte) Fette verarbeitet.
- Achten Sie auf Produkte, die frei sind von Lösungsmitteln und anderen Zusatzstoffen!
Sortenvielfalt in Bio-Qualität
Bio-Speiseöle werden aus Ölsaaten aus kontrolliert biologischem Anbau hergestellt. Der Anbau passiert auf fruchtbaren, gesunden Böden und es werden keinerlei chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Der Pflanzenanbau in Österreich ist außerdem ausnahmslos gentechnikfrei. Heute werden Speiseöle aus den unterschiedlichsten Saaten hergestellt: Distelsamen, Erdnüsse, Kürbiskerne, Leinsamen, Maiskeime, Mandeln, Mohn, Oliven, Raps, Sesam und Walnüsse - alle diese Saaten gibt es auch bereits in Bio-Qualität.
Natürlich, gesund und wertvoll
Hochwertige Pflanzenöle werden durch mechanische Pressung und physikalische Verfahren gewonnen. Diese Verfahren garantieren, dass der Geschmack und Geruch des Öls sowie alle wertvollen Inhaltstoffe (Vitamine, ungesättigte Fettsäuren) erhalten bleiben.
Bei der industriellen Produktion von Pflanzenölen erfolgt die Herstellung nicht nur durch mechanische Pressung, sondern oftmals auch durch zusätzliche Extraktion mittels Lösungsmitteln (z.B. Benzin). Durch aufwendige chemische und physikalische Verfahren können beim „Raffinieren" des Öls alle möglichen Begleitstoffe ausgefiltert werden. Rückstände von Pestiziden, Verschmutzungen und Auswirkungen von fehlerhaften Rohstoffen oder falscher Lagerung werden so aus dem Öl gelöst. Diese Technik führt dazu, dass schon bei der Auswahl der Rohstoffe nicht besonders viel Wert auf gute Qualität gelegt wird. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Mengenausbeute und der flexiblen Wahl der Rohstoffe. Spezifische Merkmale des Öls, wie Geruch, Geschmack, Vitamine und gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe gehen beim Raffinieren verloren.
In der Nahrungsmittelindustrie, in der Bioenergie und bei der Herstellung von Waschmitteln und Kosmetik, werden weltweit mehrere Millionen Tonnen Palmöl verarbeitet. Dafür werden in den Produktionsländern Regenwälder abgeholzt und Torfmoore trockengelegt, um größere Anbauflächen für die Produktion zu schaffen. Um einen verantwortungsvollen Umgang mit Umwelt und Ressourcen zu garantieren prüft der RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) und das internationale Zertifizierungssystem ISCC Palmölbetriebe und zertifiziert nachhaltigen Anbau und Weiterverarbeitung.
- Hochwertige kaltgepresste Öle, unterstützen wichtige Körperfunktionen und fördern die Gesundheit. Fette sind zum Beispiel notwendig um die lebenswichtigen Vitamine A, D, E und K aufzunehmen. Sie unterstützen die Verdauung und Energiegewinnung und funktionieren auch als Energiespeicher im Körper.
- Ungesättigte Fettsäuren helfen bei der Regulierung der Durchblutung, steuern den Blutdruck mit und schützen die inneren Gefäßwände. Einen gegenteiligen Effekt können hingegen gesättigte Fettsäuren verursachen. Sie sind in tierischen Fetten, sowie in Palm- und Kokosfett zu finden und begünstigen die Ablagerung von Kalk in den Blutgefäßen (Arteriosklerose) die zu Durchblutungsstörungen und erhöhtem Infarktrisiko führen kann.
Ähnliche Artikel:
Übersicht Ratgeber "Essen & Trinken"




