© stills&(e)motions-AlexWieselthaler KategorienWissenswert10 Jahre greenstart: Die Top-3-Start-ups 2025 stehen fest Im Rahmen des Jubiläumsdurchgangs der greenstart-Initiative wurden bereits zum zehnten Mal drei klimaschützende Start-ups als „greenstars 2025“ ausgezeichnet. Die frisch gekürten TOP-3 „Joulzen“, „Minimist“ und „PulpStack“ prägen die Transformation des Energiesektors, Second-Hand-Onlineverkäufe und die Zukunft der nachhaltigen Fertigung. Die Start-up-Förderinitiative „greenstart“ des Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Klima- und Umweltministerium (BMLUK) zeigt damit schon seit mehr als zehn Jahren, welche Chancen die nachhaltige Start-up-Szene bietet. Das sind die TOP-3 Star-ups 1. Joulzen – heat happy Joulzen mit Sitz an der TU Wien entwickelt Lösungen, um alte Öltanks in hocheffiziente, intelligente Wärmespeicher umzuwandeln. Damit wird nicht nur wertvolles Speicherpotenzial genutzt, das sonst verloren gehen würde, sondern auch eine nachhaltige Alternative zur kostenpflichtigen Entsorgung geschaffen. Durch die modulare Umrüstung können die Wärmespeicher über das Jahr mehrere Tausend kWh Energie aufnehmen und nutzbar machen. Hausbesitzer:innen profitieren dadurch von geringeren Entsorgungskosten und einer effizienten, nachhaltigen Speicherlösung. Das System lässt sich nahtlos in bestehende Heizungsanlagen integrieren und steigert deren Effizienz. Durch die intelligente Vernetzung der Speicher entsteht ein zusätzlicher Beitrag zur Energiewende: Überschussstrom kann gezielt verschoben, gespeichert und das Stromnetz aktiv stabilisiert werden, wodurch Produktionsschwankungen ausgeglichen werden. Das Team von Joulzen mit Sonja Buttenhauser (stv. Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds, links) und Jürgen Schneider (Sektionschef im BMLUK).© stills&(e)motions-AlexWieselthaler 2. Minimist – Making secondhand the default choice. Minimist mit Sitz in Wiens High-Tech Incubator IniTS bietet eine innovative Softwarelösung, die gewerbliche Verkäufer:innen von Second-Hand-Artikeln dabei unterstützt, ihre Produkte einfach und effizient online zu präsentieren und zu verkaufen. Die KI-basierte Anwendung automatisiert zentrale Arbeitsschritte wie Produkterkennung, Preiskalkulation und paralleles Hochladen auf mehreren Marktplätzen. Damit wird der digitale Handel mit Produkten aus zweiter Hand deutlich vereinfacht: Nutzer:innen können ihre Produkte heute bereits elfmal schneller digitalisieren und verwalten als zuvor. So leistet Minimist einen wertvollen Beitrag zur Förderung von Wiederverwendung, reduziert unbewussten Konsum und unterstützt aktiv die Kreislaufwirtschaft. Das Team von Minimist mit Sonja Buttenhauser (stv. Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds, links) und Jürgen Schneider (Sektionschef im BMLUK).© stills&(e)motions-AlexWieselthaler 3. PulpStack – Die Zukunft der nachhaltigen Fertigung PulpStack ist ein Start-up aus Mauerbach (Niederösterreich), das sich auf die Entwicklung eines neuartigen 3D-Druck-Verfahrens für Cellulose spezialisiert hat. Cellulose ist ein Naturmaterial und wesentlicher Bestandteil von Papier. Der innovative Prozess von PulpStack macht dieses vielseitige organische Material für den 3D-Druck nutzbar. Ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft wird das speziell entwickelte Rohmaterial kostengünstig und ressourceneffizient hergestellt und ist recyclebar. Anders als bei herkömmlichem 3D-Druck mit Kunststoff kann das Material vielseitig handwerklich angepasst werden – vom Bemalen und Lackieren bis hin zum Schleifen und Schneiden. Darüber hinaus ist das Cellulose-Material biokompatibel, völlig ungiftig und unter natürlichen Bedingungen biologisch abbaubar. Mit dieser Lösung verbindet PulpStack modernste Materialtechnologie mit nachhaltigem Denken und zeigt, wie Innovation und Umweltbewusstsein Hand in Hand gehen können. Das Team von PulpStack mit Sonja Buttenhauser (stv. Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds, links) und Jürgen Schneider (Sektionschef im BMLUK).© stills&(e)motions-AlexWieselthaler 20.000 Euro Preisgeld für Siegerteams Die ausgezeichneten Start-Ups durften sich über ein Preisgeld in der Höhe von 20.000€ freuen. Klima- und Umweltminister Norbert Totschnig gratuliert den frisch gekürten Sieger:innen: „Die Gewinner-Teams des Jubiläumsdurchgangs von greenstart zeigen erneut das Potenzial der österreichischen Start-up-Szene. Seit zehn Jahren verbindet die Initiative Unternehmertum und Nachhaltigkeit und liefert wichtige Impulse für eine Energiewende, grünes Wirtschaftswachstum und Ressourceneffizienz. Die prämierten Projekte beweisen, dass ökologische Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg einander stärken können und neue Perspektiven für Wertschöpfung und Beschäftigung schaffen. Ich wünsche den Gründer:innen weiterhin viel Erfolg.“ Greenstart ist die Start-up-Initiative des Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). teilen teilen teilen E-Mail Was dich noch interessieren könnte Zurück Start-ups aus Österreich Von der Unterwäsche bis zum Windrad: Kreative Businessideen für den Klimaschutz bei „greenstart“ Reportage Sharing Economy: Tauschen, Teilen, Leihen Wissenswert 100% Ökostrom - Wechseln mit gutem Gewissen Wissenswert Gemeinsam Energie erzeugen: Warum sich Energiegemeinschaften lohnen Wissenswert Aus Alt mach Neu: Upcycling Start-ups aus Österreich Klimafreundlich leben mit „FreyZein“ Weiter