Lebensmittel

Ideen gegen Lebensmittelverschwendung

Jährlich gehen weltweit rund 1,3 Milliarden Tonnen genießbare Lebensmittel verloren oder werden weggeworfen. Weil Obst, Gemüse & Co. aber zu unseren kostbarsten Ressourcen zählen, haben wir ein paar Ideen gegen deren Verschwendung zusammen getragen.

Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks, kann man schon vorab auf seine Lebensmittel achten:

Einkaufszettel schreiben

Um schon beim Einkauf auf die richtigen Menge an Lebensmittel zu achten, empfiehlt es sich, einen Einkaufszettel zu schreiben. Denn viele frische Produkte, wie zum Beispiel Obst, Gemüse oder Fleisch halten nicht so lange und sollten möglichst schnell verbraucht werden. Was brauche ich? Was möchte ich in den nächsten Tagen essen bzw. kochen? Diese Fragen und mehr sollte man sich zuerst stellen, bevor es Richtung Geschäft geht. Vor dem Einkauf lohnt es sich daher, die Vorräte und den Inhalt des Kühlschrankes zu kontrollieren. Mit dem Einkaufszettel in der Hand, stehen die Chancen gut, dass man wirklich nur das einkauft, was man braucht.

Saisonal und regional

Noch auf der Suche nach der nächsten Kochinspiration? Dann kann man sich im ersten Schritt in unserem Saisonkalender umschauen und informieren. Saisonal und regional einzukaufen ist für das Klima und die Umwelt sinnvoll. Erstens halten die Produkte dann länger und zweitens, schmecken sie auch besser, wenn sie ausgereift in den Regalen auf die Kundschaft warten.

Reste verwerten

Da noch ein Stückchen Zucchini, dort noch eine halbe Karrotte – oft haben wir noch ein paar Lebensmittelreste in unserer Küche liegen. Diese zu verwerten, kann erstens zu kreativen Kochideen inspirieren und zweitens auch Spaß machen. Ob Suppen, als Pizzabelag oder Curry – es gibt viele Möglichkeiten, die Lebensmittelreste zu verarbeiten und zu verkochen. Und noch ein kleiner Tipp: Ist auch schon mal das Mindesthaltbarkeitsdatum vergangen, muss das Produkt nicht gleich in den Müll wandern. Einfach mal dran riechen oder einen kleinen Schluck oder Löffel davon probieren und schon weiß man, ob das Essen nicht doch noch genießbar ist.

Die richtige Menge machts

Hat man doch einmal bei einem Aktionsangebot oder Multipack zugegriffen und eine größere Menge gekauft, als man braucht, wäre das doch gleich eine gute Gelegenheit, um sich mit ein paar Freunden, Bekannten oder Verwandten zusammen zu setzen. Das hilft nicht nur gegen die Verschwendung der guten Lebensmittel, sondern gemeinsam macht’s auch gleich viel mehr Spaß, die große Menge an übrig gebliebenen Produkten zu verspeisen.

Food Sharing

Bald fährt man auf Urlaub und der Kühlschrank ist noch voll? Wie wäre es, das überschüssige Essen einfach weiter zu geben? Zum Beispiel an den „Fairteiler“ der Wiener Tafel. In Wien gibt es viele offene Kühlschränke, indem man seine übrig gebliebenen Lebensmittel hinein geben kann. Zum Beispiel direkt bei der Wiener Tafel in Simmering. Auch ein Blick auf die Initiative „Food Sharing“ lohnt sich. Auf der Online-Plattform kann man eintragen, was man noch übrig hat und gerne verschenken möchte.

Zweite Chance für Obst, Gemüse und Semmeln

Besonders kreative Lösungen bieten zum Beispiel das Startup Unverschwendet. Die Geschwister hinter der Idee haben sich dem Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung verschrieben. Sie holen überschüssiges Obst und Gemüse, das nicht schön genug für den Markt, zu früh reif geworden oder einfach übrig geblieben sind, von Privatpersonen, die zu viel Obstbäume haben bis hin zu großen Landwirtschaften mit viel Überschuss ab und verarbeiten diese weiter. Auch wenn man einfach keine Zeit zum Ernten hatte, kommt das Team von Unverschwendet vorbei. Die übrig gebliebenen Produkte verwandeln sie dann in Marmelade, Sirup oder Chutneys. Dazu zählen auch ein paar außergewöhnliche Kreationen, wie zum Beispiel die Marmelade "Hokkaido Kürbis & Spritzwein" oder ein "Apfel & Mohn-Senf".

Auch die Köpfe hinter dem StartUp „Iss mich“ machen auf die tägliche Lebensmittelverschwendung aufmerksam. Die Idee: aus alten Bio-Semmeln und Bio-Kornspitzen Bier produzieren. Neben der Weiterverarbeitung von Obst und Gemüse, das nicht den Handelsnormen entspricht, hat das StartUp unter dem Markennamen „Wasted“ zwei Bio-Biersorten auf den Markt gebracht. In Zukunft soll es auch noch mehrere Sorten geben.

Quellen:

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