Unsere Labeltipps zu Gartenprodukte

Unsere Labeltipps: Pflanzenprodukte

Die warmen Temperaturen verleiten HobbygärtnerInnen, den Garten wieder auf Vordermann zu bringen. Die Outdoor-Pflanzen möchten gepflegt und die Kübelpflanzen wieder in Schuss gebracht werden - es gibt viel zu tun. Auf welche Gütezeichen man dabei schauen sollte, gibt's bei unseren Labeltipps.

Es ist wieder Zeit, den Garten aus dem Winterschlaf zu holen. Damit er auch heuer wieder ein kleines buntes Paradies wird, stehen jetzt einige Gartenarbeiten an. Worauf es ankommt und welche Produkte mit welchen Labels empfehlenswert sind, haben wir bei unseren Labeltipps zusammen gefasst.

Torffreie Blumenerde für buntes Blühen

Für einen Blüh- und Wachstumserfolg ist die richtige Blumenerde das A und O! Denn: Nur wenn es den Wurzeln gut geht, kann es auch der Pflanze gut gehen! Wenn man hier auf Qualität achtet, gewinnt man im Endeffekt. Wichtig ist zum Beispiel, auf Blumenerde „ohne Torf“ zu achten. Die Moore, in denen dieser Torf abgebaut wird, zählen europaweit zu den am meisten gefährdeten Lebensräumen, die besonders in Osteuropa unwiederbringlich zerstört werden. Um diese wertvollen Naturlandschaften zu schützen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, sollte lieber zu torffreier Erde gegriffen werden.

Pflanzenschutz - aber richtig

Trotz präventiver Maßnahmen können im Naturgarten Krankheiten oder Schädlinge auftreten. Nur zu oft wird dann zu Chemikalien gegriffen, die Schäden für die Umwelt nach sich ziehen können. Aber es gibt auch umweltschonende Möglichkeiten zum Pflanzenschutz, zum Beispiel biologische Pflanzenschutzprodukte wie Mikroorganismen, heimische Nützlinge oder Viren. Oder chemische Produkte und Konzentrate, die die Widerstandskraft der Pflanzen erhöhen. Ausgeschlossen sind jedoch Herbizide und Produkte, die negative Auswirkungen auf die Tierwelt haben. Auch physikalische (zum Beispiel Schneckenzäune) oder biotechnische (wie Lockfallen) Pflanzenschutzprodukte helfen gegen Schädlinge.

Kompostierbare Pflanztöpfe

Pflanztöpfe, die kompostierbar sind, stellen eine ökologische Alternative zu den sonst häufig verwendeten Kunststoffmaterialien dar. Sie bestehen meist aus Stroh, Kork oder Holz-Mehl. Da die kompostierbaren Töpfe einfach mit in den Boden gepflanzt werden und sich dort nach einer gewissen Zeit zersetzen, erspart man sich die Entsorgung und es fällt zudem weniger Abfall an.

Auf bewusstkaufen.at gibt es gesamt 17 empfehlenswerte Labels für Pflanzen (und Garten)-Produkte.

1. Österreichisches Umweltzeichen

Torffreie Kultursubstrate und Bodenverbesserer

Die Richtlinie für Kultursubstrate und Bodenverbesserer zeichnet Produkte aus, die zu hundert Prozent torffrei sind. Damit man sicher gehen kann, dass Blumenerde frei von Schadstoffen ist, sollte man gut auf die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe achten. Eine Orientierungshilfe bieten hier Gütezeichen wie das Österreichische Umweltzeichen: es garantiert torffreie Erde und eine organische bzw. organisch-mineralische Aufdüngung.

Pflanzenpflege- und Pflanzenschutzprodukte

Die Richtlinie für Pflanzenpflege- und Pflanzenschutzprodukte zeichnet Produkte aus, die keine Umweltgifte darstellen und daher in ihrer Anwendung umweltschonend sind. Zu den erfüllten Kriterien zählen u.a. Verbot bestimmter Inhaltsstoffe wie Torf, umweltschonende Produktion und Verpackung sowie biologische Abbaubarkeit.

2. Blauer Engel - Kompostierbare Pflanztöpfe und Formteile

Der Blaue Engel ist das deutsche staatliche Umweltzeichen. Das Label für kompostierbare Pflanztöpfe und Formteile zeichnet Gartenprodukte aus, die von der Produktion bis zur Entsorgung gehobene Umweltansprüche und zugleich auch hohe Ansprüche an Gesundheits- und Arbeitsschutz erfüllen.

Dazu zählen zum Beispiel:

  • zu 100% kompostierbar: weil sie gänzlich aus organischen und daher kompostierfähigen Substanzen wie z.B. Stroh, Kork, Holzmehl bestehen
  • Verbot von nicht kompostierbaren Inhaltsstoffen: Synthesekunststoffen, Plastifikatoren, PVC-haltigen Materialien Verbot von Bioziden (z.B. in Pflanzenschutz- und Konservierungsmitteln)

3. FAIRTRADE

Wer sich lieber ein paar Schnittblumen in die Wohnung oder das Haus holen möchte, der sollte natürlich zu Blumen aus kontrolliert fairem Handel greifen. Dadurch werden die Produzenten vor Ort unterstützt und man leistet einen Beitrag für bessere Arbeitsbedingungen, faire Löhne und soziale Standards in den Herkunftsländern der Pflanzen.

Das FAIRTRADE-Siegel für Rosen zum Beispiel garantiert den Arbeitern und Arbeiterinnen auf den Blumenfarmen die Zahlung von Prämien für Sozialprojekte und ermöglicht nachhaltige Arbeits- und Lebensbedingungen.

Mehr Informationen:

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