Spargelsaison © Unsplash

Bewusst genießen: Zeit für Spargel

Die delikaten Stangen des Spargels gibt's in diversen Farben: durch das oberirdische Wachstum im Sonnenlicht sind der grüne und der purpurfarbene Spargel am nährstoffreichsten. Aus der Erde „gestochen“ wird der weiße Spargel. Das Sprichwort „Kirschen rot, Spargel tot“ beschreibt das Ende der Saison.

Der Allrounder in der Küche

Der Spargel gilt als Allrounder in der Küche. Ob roh, gegart, gebraten oder auch gebacken – die Pflanze lässt sich in vielfältiger Art und Weise genießen. Kurz unter fließendem Wasser abgespült und fertig. Während weißer Spargel geschält wird – unter Aussparung des zarten Kopfes – muss der grüne Spargel nicht geschält werden. Frischer Spargel ist grundsätzlich zum Rohverzehr geeignet. Schmeckt er jedoch bitter oder holzig, dann deutet das auf eine schlechte Qualität hin.

Biospargel: Herkunft ist entscheidend

Die österreichischen Biospargelbauern haben in diesem Jahr bereits mit der Ernte begonnen. Hier lohnt es sich bewusst auf heimische Biobauern zu setzen. Im Gegensatz zum konventionellen Anbau wird meist auf eine verfrühte Ernte verzichtet und später reifende, robuste Pflanzen angeboten. Die delikaten Stangen sind in den Märkten allerdings oft ganzjährig erhältlich. Zu einem hohen Preis für unsere Umwelt: Weite Transportwege, die oft mit dem Flugzeug zurückgelegt werden, sind die Folge. Der importierte Spargel aus Peru, der im konstant warmen Klima und in den Sandböden der Wüstenregion bis zu drei Ernten jährlich möglich macht, ist auch außerhalb der Saison erhältlich.

Regionalität: Vom Feld direkt auf den Teller

Für einen bewussten Kauf von Spargel, gilt daher: Je kürzer der Weg vom Feld auf den Teller, desto besser ist die Qualität und Umweltbilanz. Spargel besteht zu ca. 95 % aus Wasser, der Spargelanbau ist sehr wasserintensiv und führt dazu, dass der Boden recht stark auslaugt. Die Spargelernte ist Handarbeit und macht sich damit auch im Preis bemerkbar. Das Gemüse ist daher für besondere Junisonntage geeignet und sollte kein Grundnahrungsmittel sein, denn das ginge zulasten unserer Umwelt.

Wertvolle Vitamine: Auf die Frische kommt es an

Wenn man die Stangen aneinander reibt und es knirscht und quietscht, ist das ein Zeichen von Frische. Fest geschlossene Köpfe und eine saftige Schnittstelle sind ebenso Hinweise auf die darauf. Um den vollen Vitamingehalt des Spargels genießen zu können, sollte er nicht allzu lang gelagert werden. Das schmackhafte Gemüse verliert oft schon am ersten Tag die Hälfte der guten Inhaltsstoffe. Als Grundregel gilt: Grüner Spargel sollte schneller verbraucht werden als weißer. Zudem empfiehlt sich eine kühle, dunkle und feuchte Lagerung. Am besten wickelt man die Pflanze in ein feuchtes Tuch oder in einen Plastikbeutel. Im Gemüsefach kann der Spargel dadurch bis zu drei Tage halten.

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