Naturkosmetika im Sommer © Pexels

Naturkosmetik: Wie Körper und Umwelt profitieren

Gerade im Sommer braucht unsere Haut den passenden Schutz. Immerhin ist sie das größte Organ unseres Körpers. Der bewusste Kauf oder das Selbstherstellen von Naturkosmetika schützt nicht nur unsere Haut, sondern hat auch einen positiven Einfluss auf Geist, Körper und unsere Umwelt.

Wenn die Sonne strahlt, bildet unser Körper mit dem Licht der Sonne Vitamin D. Nicht umsonst wird es als "Sonnenvitamin" bezeichnet, denn es hat weitreichend positive Auswirkungen auf die Stoffwechselprozesse im Darm, Gehirn und Herz. Es handelt sich um das einzige Vitamin, das nicht ausschließlich über die Nahrung aufgenommen werden muss. Ein zu viel an Sonne hingegen, das Sonnenbrände auslösen kann, schadet unserem Körper. Herkömmliche Sonnenschutzmittel schützen unsere Haut mit chemischen Filtern. Die Substanzen dringen in die oberste Hautschicht ein und wandeln die UV-Strahlen in Wärmeenergie um. Allerdings können die chemischen UV-Filter die Gesundheit gefährden. Einige können auch Allergien auslösen.

Griff nach Naturprodukten: Inhaltsstoffe und Produktionsbedingungen beachten

Sonnenschutzprodukte mit rein mineralischem UV-Filter sind da die bessere Wahl. Außerdem sollte man auf künstlich hergestellte Nanopartikel als Bestandteile verzichten. Denn sie sind auch aus ökologischer Sicht nicht empfehlenswert: Die Nanopartikel aus Sonnenschutzmitteln gelangen beispielsweiser durch das Baden direkt in Gewässer und können dort die Tier- und Pflanzenwelt beeinflussen. Beim Kauf von Sonnenschutz mit natürlichen Inhaltsstoffen lohnt sich auch ein Blick auf den ganzen Produktlebenszyklus. Traditionell heimische Rohstoffe, regionale Produktionsstandorte mit sanften Herstellprozessen bis hin zu sozial integrativen Betrieben und eine umweltfreundliche Verpackung spielen hierbei eine Rolle.

Bio-und Naturkosmetika: Pflanzlich, tierisch und mineralisch

Der Begriff Naturkosmetika steht ganz generell für tierversuchsfreie Cremes, silikonfreie Shampoos oder auch vegane Produkte, wie zum Beispiel Lippenstifte. Naturkosmetik enthält ausschließlich natürliche Rohstoffe pflanzlichen, tierischen und mineralischen Ursprungs. Stoffe, die mit chemischen Verfahren gewonnen oder weiterverarbeitet wurden, sind in Naturkosmetik nicht erlaubt. In Österreich regelt das Österreichische Lebensmittelbuch (ÖLMB) die Eigenschaften der Produkte, die mit der Bezeichnung „Naturkosmetik" im Handel angeboten werden. Um die Inhaltstoffe zu gewinnen und weiterzuverarbeiten, dürfen zudem nur spezielle Methoden angewendet werden. Für Biokosmetika gelten dieselben Kriterien wie für Naturkosmetika. Zudem müssen die pflanzlichen und tierischen Rohstoffe zumindest zu 95 % aus kontrolliert biologischer Herkunft stammen.

Hinweise für Konsumenten: Recherche und Kontrolle zahlen sich aus

Konsumenten, die sich für Naturkosmetikprodukte entscheiden, versprechen sich durch den Kauf mehr Kontrolle über die enthaltenen und verwendeten Inhaltsstoffe. Die Produkthinweise reichen dabei von „vegan“, „ohne Tierversuche“ oder „ohne Zusatz von Konservierungsstoffen“ und geben eine erste Kauforientierung. Ständig die Zusammensetzung einzelner Produkte zu studieren, ist jedoch zeitaufwändig. Schließlich findet man im Kleingedruckten meist zahlreiche Begriffe oder Stoffe, deren Bedeutung sich selbst einem informierten Käufer nicht sofort erschließen.

Der Label-Kompass von Bewusst Kaufen gibt einen Überblick zu verschiedenen Gütezeichen und deren Bewertungskriterien für Naturkosmetik.

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