Fit für den Schulstart © Pixabay

Ende der Sommerferien: So klappt der grüne Schulstart

Der September naht und damit auch der Auftakt für den Schulstart. Gute Vorbereitung und Motivation mit den richtigen Schulutensilien erleichtern die Organisation und den Schulalltag. Mit nachhaltigen und grün produzierten Produkten leistet man zudem einen Beitrag für die Umwelt.

Wenn in diesem Herbst der Ernst des Lebens in der Schule wieder losgeht, sollte man ein paar grundlegende Tipps, im Sinne unserer Kinder und der Umwelt beachten.

Allseits bekannt ist es, dass Schulartikel aus dem Kunststoff PVC (Polyvinylchlorid) möglichst vermieden werden sollten. Kunststoffarten wie PP oder PE sind hinsichtlich der bei der Produktion verursachten Schadstoffbelastung zu bevorzugen. Auch soziale Verantwortung in der Produktion spielt eine Rolle. So sollte man beispielsweise beim Kauf von Schulsachen die Zahlung angemessener und fairer Preise entlang der Wertschöpfungskette sowie die Einhaltung von Arbeitsrichtlinien beachten.

Zu bevorzugen sind zudem Materialien aus Betrieben, die ein Abfallwirtschaftskonzept bzw. ein Umweltmanagementsystem aufweisen können und umweltschonende Verpackung einsetzen. Generell verzichten sollten man auf bestimmte Inhaltsstoffe, so zum Beispiel auf Chlor oder halogenierten Bleichchemikalien bei der Aufbereitung von Altpapier. Des Öfteren sollte man sich aber auch grundsätzlich fragen ob es nicht auch eine gebrauchte Schultasche sein kann, oder ein Schnäppchen aus der Kollektion der Vorjahre. Warum muss eine Schultasche unbedingt aus der neuen Produktion stammen?

Verarbeitung, Belastbarkeit und Sichtbarkeit: Mindestanforderungen an Schultaschen

Nicht nur die Erwartungshaltungen an die Lernerfolge sollten eine geringe Last auf den Schultern der Kinder sein, sondern auch das Tragen der Schultasche. Das ist allerdings oft leichter gesagt, als getan. Denn die Materialien sind vielfältig: Schulübungshefte, Hausübungshefte, Lehrbücher und sonstige Arbeitsmaterialien sind fixe Bestandteiler des Unterrichts.

Dennoch sollte eine wichtige Grundregel auch wirklich eingehalten werden: Die Schultasche sollte nicht schwerer sein als 10 % des Körpergewichts.

Dieses Bewusstsein und das Wissen darüber sollten verantwortungsvolle Lehrer und Eltern ihren Kindern näherbringen. Die Anforderungen an die richtige Schultasche für den Lernalttag sind vielfältig. Sie sollte leicht, formstabil, stark belastbar, signalwirksam erkennbar und orthopädisch geformt sein. Hier sollte man nicht auf Qualität setzen, denn billige Schultaschen erfüllen diese Anforderungen recht selten und haben zudem nur eine kurze Lebensdauer. Gute Qualität bedeutet auch eine lange Garantiezeit (bis zu 30 Jahre) mit Reparaturservice. Die Schultasche muss bei Regen den Inhalt vor Wasser geschützt sein. Gute Produkte sind daher wasserabweisend. Die verwendeten Textilien müssen farbecht sein und der fast täglichen Beanspruchung standhalten.

In Sachen Ergonomie gibt es Mindestanforderungen wie Auspolsterungen am Rücken und ein bequemer Tragekomfort durch gepolsterte Tragegurte. Einwandfreie Verarbeitung und Verschlüsse sollen ebenso gegeben sein, wie die Bruchfestigkeit bei Rütteln, Schütteln und das mehrfach Fallenlassen aus bestimmter Höhe. Ist die Schultasche DIN-geprüft, wir dies garantiert. Gerade in der Dämmerungszeit des Herbstes ist es wichtig, dass die Kinder gesehen werden. So sollte die Schultasche mit Reflexstreifen ausgestattet sein, die in der Dunkelheit ins Auge stechen. Diese seitlich und hinten angebrachten Reflektoren werfen das Scheinwerferlicht zurück und das Kind ist dadurch weithin gut sichtbar. Ein Tipp für den Schultaschenerwerb: Richtiges Probieren. Eine Schultasche muss, befüllt mit Schulsachen oder Büchern, probegetragen werden.

Haltungsschäden: Rolltrolleys vermeiden und Schreibtische sowie Stühle anpassen

Im Vergleich zur Schultasche, sind sogenannte Trolleys, die an einem ausziehbaren Griff auf Rollen gezogen werden können und derzeit vermehrt zu sehen sind, keine gute Alternative. Die Kinder müssen sich für das Ziehen des Trolley seitlich verbiegen. Außerdem macht der kleine Koffer zum Hinterherziehen nur dann Sinn, wenn der Schulweg nicht über unwegsames Gelände oder Treppen verläuft. Denn das ständige Anheben bedeutet eine zusätzliche Belastung für die Wirbelsäule der Kinder.

Um weitere Haltungsschäden schon in jungen Jahren vorzubeugen ist es wichtig, bei der Auswahl von Schreibtischen und Stühlen auf die Körpergröße des Kindes zu achten. Hier empfehlen sich mitwachsende Modelle, die sich durch unterschiedliche Verstellmöglichkeiten auszeichnen.

Achtung: Zu hohe oder zu niedrige Sitz- und Arbeitshöhen können Überlastungen der Wirbelsäule verursachen. Beim ergonomischen Sitzen sollten Hüft-, Knie- und Sprunggelenke im jeweils rechten Winkel gebeugt sein und die Füße vollen Bodenkontakt haben. Die Tischhöhe ist gut angepasst wenn die Unterarme rechtwinkelig am Tisch aufliegen. Neigungsverstellbare Tischflächen unterstützen ebenfalls das aufrechte Sitzen.

Das nächste Schuljahr, Lernerfolge und Spaß am Lernen können also auch diesen Herbst kommen!

Quellen:

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