Fruchtgenuss für's ganze Jahr © Unsplash

Ab ins Glas: Obst & Gemüse einwecken

Der Garten ist voll mit Gemüse und Obst, aber so viel kann man gar nicht auf einmal essen? Dann ist es wieder an der Zeit zum Einkochen, Einmachen, Einwecken. Fruchtige Marmeladen, pikante Chutneys oder eingelegte "saure" Gurken - das Haltbarmachen feiert sein großes Revival.

Schon unsere Vorfahren waren von der Kunst des Haltbarmachens überzeugt. Die Berge an Obst und Gemüse, die gerade im Garten gedeihen, eignen sich nicht nur perfekt für einen sommerlichen Kuchen oder die nächste Grillparty, sondern auch für einen Gaumenschmaus in den kalten Monaten.

Süß oder salzig?

Beim Einmachen werden grundsätzlich vier Geschmacksnuancen unterschieden: süß, sauer, salzig und würzig. Beim sauren Einmachen wird ein Essig-Sud zur Konservierung genutzt. Beim salzigen Einmachen werden die Zutaten im Einmachglas mit einem Sud aus stark gesalzenem Wasser begossen, der mit Kräutern oder Gewürzen (z.B. Chili) verfeinert werden kann. Das würzige Einlegen in Öl ist typisch für mediterrane Länder, die dafür meist Olivenöl verwenden. Das Öl schließt das Eingelegte luftdicht ab und konserviert die sommerlichen Aromen der Gemüsearten. Beim süßen Einmachen werden die Zutaten direkt mit Zucker oder Gelierzucker erhitzt und noch heiß in Einmachgläser gefüllt.

Lebensmittelverschwendung adé

Was gibt es Schöneres, als eine selbstgemachte Marmelade - und das Monat für Monat? Oder das eingelegte Gemüse, das uns auch in der kalten Jahreszeit mit Vitaminen versorgt und sich wunderbar als Beilage zum Sonntagsbraten eignet? Und gleichzeitig setzt man auch noch ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung. Neben dieser Win-Win-Situation, verändern einige Konservierungsmethoden auch noch den Geschmack oder die Konsistenz des Nahrungsmittels und „veredeln" dieses dadurch. So entstehen neue Geschmackserlebnisse und man erinnert sich an den sommerlichen Tag zurück, an dem man das Obst oder Gemüse geerntet und verarbeitet hat.

Die besten Tipps und Tricks

  • Trauen Sie sich und probieren Sie einmal eine ganz neue Sorte aus. Wie wäre es zum Beispiel mit Basilikum in die Erbeermarmelade oder Himbeeren mit einem Hauch von Thymian? Das schmeckt nicht nur gut, sondern eignet sich auch hervorragend als Geschenk!
  • Vor dem Befüllen sollten die Gläser heiß ausgespült werden, damit sie nicht zerspringen. Hilfreich ist es, wenn die Gläser möglichst randvoll befüllt und zum Auskühlen auf den Deckel gestellt werden.
  • Alkohol bitte erst kurz vor dem Ende der Kochzeit hinzufügen - dann verflüchtigt sich das Aroma nicht so schnell.
  • Sind die Gläser mit den Köstlichkeiten fertig, sollten sie in kühlen und dunklen Räumen, wie der Speisekammer, gelagert werden. Einfach noch nach Sorte und Abfülldatum beschriften - und schon steht dem Genuss zum späteren Zeitpunkt nichts mehr im Wege!

Mehr Infos und Quellen:

zurück zur News-Übersicht