Plastiksackerl adé © Pexels

Einwegplastik adé

Verpackungen aus Kunststoff sind allgegenwärtig. Nach ihrem Gebrauch landen sie in unseren Gewässern, im Boden und in uns: Im Rahmen einer neuen Studie wurde nun erstmals Mikroplastik in Stuhlproben von Menschen gefunden. Welche Maßnahmen können wir im Alltag gegen die Plastikflut treffen?

Beim Einkaufen begegnen uns zahlreiche Verpackungen aus Kunststoff: von Lebensmitteln bis zu Waschmitteln. Auch die kleinen Plastiksackerl bei Gemüse oder Obst sind häufig im Einsatz - aber landen meist nach nur kurzem Gebrauch wieder im Müll. Teilweise reagieren Unternehmen bereits darauf, aber auch als KonsumentIn kann man einiges dazu beitragen, unseren Plastikmüll zu reduzieren.

Abfüllstationen und Papiersackerl

Drogerieketten beginnen damit, Abfüllstationen für Wasch- und Spülmittel in den Geschäften zu installieren. Dadurch können Kunden ein einmalig gekauftes Gebinde mit einem Fassungsvermögen von einem Liter für Spülmittel bzw. eineinhalb Liter für Waschmittel (entspricht ca. 37 Ladungen) danach immer wieder auffüllen. Aufgrund dieser Maßnahme kann bis zu 60 % an Plastikabfällen gespart werden.

Langsam zeigt sich auch bei den Obst- und Gemüsesackerl ein neues Bild in den Lebensmittelgeschäften. Zum Beispiel können KundInnen immer häufier zwischen Sackerl aus Plastik oder aus Papier wählen - eine umweltfreundlichere Alternative aus nachwachsendem Rohstoff. Eine weitere Variante sind Netze aus Biokunststoffen, die sich bereits nach 90 Tagen zersetzen.

Tipps für weniger Plastikverpackungen im Alltag

  • To-Go Produkte werden häufig in Plastik verpackt. Das verursacht nicht nur viel Müll, sondern kann aufgrund der kleinen Portionen auch die Geldbörse belasten. Für einen Snack unterwegs vorab frisches Obst und Gemüse kaufen, in Stücke schneiden und in einem wieder befüllbaren Behälter mitnehmen.
  • Österreichs Trinkwasser hat eine Top-Qualität. Für den Durst untertags einfach frisches Leitungswasser zum Beispiel in eine Glasflasche abfüllen und schon bleibt man den ganzen Tag hydriert und erfrischt.
  • Ein Marktbesuch oder ein Einkauf in verpackungsfreien Supermärkten wie zum Beispiel bei Lunzer's Maß-Greißlerei oder Der Greißler in Wien lohnt sich ebenfalls. Einfach eigene Behälter mitbringen und die gewünschte Menge an Reis, Nudeln, Essig, Öl oder Tees abfüllen.

Quellen:

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