Unsere Labeltipps für Getreide

Unsere Labeltipps: Getreide und Getreideprodukte

Ob Brot, Müsli, Back- und Teigwaren – Getreideprodukte bilden den Grundstock unserer Ernährung und sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Auf welche Labels beim Kauf von Getreideprodukten geachtet werden soll…

Weizen, Roggen, Hafer und Gerste zählen zu den beliebtesten bei uns heimischen Getreidesorten, die seit Jahrhunderten auf unseren Böden zur Lebensmittelproduktion angebaut werden. Sie sind die Nachkommen der vor Jahrtausenden im Nahen Osten kultivierten Süßgräser, die sich von dort aus verbreitet haben. Heute sind Weizen, Mais und Reis die weltweit meistangebauten Getreidesorten.

Alte Sorten und Vollkorn

Besonders reich an Nährstoffen sind Vollkornprodukte, die noch mehr Ballaststoffe und Mineralien enthalten als Weißmehlprodukte, da bei der Herstellung das ganze Korn verarbeitet wird. Auch traditionelle und alte verarbeitet Getreidesorten wie beispielsweise Dinkel, Einkorn und Kamut haben einen besonders hohen Mehrwert. Sie sind robuster gegenüber Schädlingen und nährstoffreicher als hochgezüchtete Sorten und haben sich optimal an unser Klima und den Boden angepasst. Wer den Anbau von alten Sorten unterstützen oder sich gesünder ernähren möchte sollte auf jeden Fall zu traditionellen Sorten oder regionalen Vollkornprodukten greifen.

Alles bio?

Auch Getreide aus ökologischem Landbau ist umweltfreundlicher und weniger mit Schadstoffen belastet als Getreide aus herkömmlichem Anbau. Für europäische Bio-Produkte gibt es strenge Auflagen, die bei der ökologischen Erzeugung eingehalten werden müssen. Lebensmittel, die „Bio“ genannt werden, müssen nach der EU-Verordnung („EG-Öko-Basisverordnung“) zertifiziert sein und dürfen erst dann das EU-Bio-Siegel tragen. Für die Öko-Bilanz zeigt aber schon alleine der Hinweis auf die Herkunft, wo zwischen Österreichischer Landwirtschaft, EU-Landwirtschaft und Nicht-EU-Landwirtschaft differenziert wird, den großen Unterschied.

Nur die Worte “bio“ und “ökologisch“ sind gesetzlich geschützt und garantieren die Bio-Herkunft. Bezeichnungen wie “aus naturnahem Anbau”, “aus umweltgerechter Landwirtschaft” oder “aus kontrolliertem Anbau” haben mit zertifizierten Bio-Produkten nichts zu tun. Für heimischen Lebensmittel gibt es sogar noch strengere Kriterien für die Bio-Zertifizierung, als die Vorgaben der EU-Richtlinie, die beispielsweise durch das AMA-Biosiegel oder das BIO AUSTRIA Logo gekennzeichnet sind.

In unserem Label-Kompass von Bewusst Kaufen finden Interessierte weitere empfehlenswerte Labels zu Getreide und Getreideprodukte. Hier stellen wir die wichtigsten drei Labels vor:

  • Demeter

Demeter ist eine Marke für Produkte aus biologisch-dynamischer Landwirtschaft. Diese besondere Form der ökologischen Wirtschaftsweise versteht den landwirtschaftlichen Betrieb als einen individuellen, in sich geschlossenen Organismus, der nicht nur materiellen, sondern auch immateriellen Einflüssen unterliegt. Dazu gehören z. B. dynamische Wirkungen oder kosmische Einflüsse. Bei Getreide und Getreideprodukten steht das Demeter Gütezeichen neben kontrolliert biologischem Anbau, auch für soziale Verantwortung und umweltschonende Verpackung.

  • Naturland

Naturland ist einer der größten deutschen Bio-Verbände und fördert auch den Ökologischen Landbau weltweit. Als zukunftsorientierter Verband gehören für Naturland Öko-Kompetenz und soziale Verantwortung zusammen. Naturland Bauern und Verarbeiter arbeiten mit höchsten ökologischen Standards, die strenger sind als die EU-Bio-Verordnungen. Neben kontrolliert biologischem Anbau, steht das Naturland Gütesiegel für soziale Verantwortung und umweltschonende Verpackung.

  • AMA-Biosiegel mit Ursprungsangabe

Um dem Konsumenten den Einkauf biologisch erzeugter Lebensmittel zu erleichtern, wurde von der AMA-Marketing GesmbH das AMA-Biosiegel mit Ursprungsangabe entwickelt, welches strengen Qualitäts- und Prüfbestimmungen unterliegt. Mit diesem Label werden biologische Lebensmittel aus Österreich ausgezeichnet. Bei der Verwendung des AMA-Biosiegels mit Ursprungsangabe müssen die wertbestimmenden landwirtschaftlichen Rohstoffe für Getreide und Getreideprodukte zu 100% aus der im Zeichen angeführten Region stammen.

Einkaufstipps:

  • Greifen Sie zu Produkten, die bei Ihrem Nahversorger aus regional produzierten Zutaten erzeugt und verkauft werden.
  • Wählen Sie Produkte aus kontrolliert-biologischem Anbau. Eine eindeutige Kennzeichnung durch Bio-Siegel schützt vor Irreführung und zeigt hohe Qualität auf.
  • Vollkornprodukte enthalten noch mehr Vitamine, Ballaststoffe, Mineralien und ungesättigte Fettsäuren, da bei der Herstellung das ganze Getreidekorn, also auch die Keimlinge und Randschichten des Getreidekorns, verarbeitet werden, und die sind besonders wertvoll.

Quellen und weitere Informationen:

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