Unsere Labeltipps für alkoholfreie Getränke

Unsere Labeltipps: Akoholfreie Getränke

Frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte oder erfrischende Limonaden - und das am besten mit regionalen Inhaltsstoffen und im Mehrweggebinde. Welches Gütezeichen wofür steht, gibt's in den Bewusst Kaufen Labeltipps!

Pro Jahr trinken Österreicherinnen und Österreicher rund 42 Liter Limonade, 30 Liter Obst- und Gemüsesäfte und 91,2 Liter Mineralwasser pro Kopf. Besonders in den heißen Sommermonaten oder nach sportlichen Aktivitäten brauchen wir viel Flüssigkeit. Neben Wasser (bzw. Mineralwasser), sind auch verdünnte Säfte aus Obst und Gemüse oder ungezuckerter Tee die besten Durstlöscher. Bei den Inhaltsstoffen ist es wichtig, auf Regionalität und biologischen Anbau zu achten. Zudem sollte man zu Produkten im Mehrweggebinde greifen.

Lieber regional

In Österreich gibt es zahlreiche Betriebe die verschiedene Sorten Fruchtsäfte und Gemüsesäfte in hochwertiger Qualität herstellen. Regional erzeugte Säfte und Getränke müssen nicht über weite Strecken transportiert werden. Der Konsum von Produkten, bei denen alle Verarbeitungsschritte in Österreich oder innerhalb einer Region stattfinden, unterstützt heimische Betriebe. Das sichert viele Arbeitsplätze und die Wertschöpfung bleibt in der Region.

Im Label-Kompass von bewusstkaufen gibt es 23 Gütezeichen, die nachhaltige alkoholfreie Getränke kennzeichnen. Diese drei sollten Sie sich merken:

  • Österreichisches Umweltzeichen

Das Österreichische Umweltzeichen ist das Zertifikat für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen. Die Richtlinie "Mehrweggebinde und Mehrwegbechersystem" zeichnet Mehrweggebinde für Getränke und Betreiber von Mehrwegbechersystemen (inklusive Logistik und Reinigung) aus, die mindestens zwölf Mal wieder befüllt werden. Denn: gemäß aktuellen Ökobilanzen ist die Umlaufzahl das wichtigste Kriterium für den Vergleich der Umweltverträglichkeit zwischen Mehrwegsystemen und Einweggebinden. Ab zwölf Umläufen, meistens jedoch schon bei einer geringeren Anzahl, ist die Ökobilanz von Mehrweg jedenfalls besser als jene von Einweg. Transport und Reinigung beeinflussen die Ökobilanz in geringerem Maße. Dennoch enthält diese Richtlinie zu Logistik und Reinigung ebenfalls Anforderungen, um auch für diese Bereiche ökologischere Lösungen zu forcieren.

Spezifische Materialanforderungen dienen sowohl der Rohstoffeinsparung als auch der Verringerung von Umweltbelastungen. Der Einweganteil der Etiketten und Verschlüsse darf insgesamt maximal fünf Gramm, für Weithalsgebinde maximal acht Gramm pro Gebinde und Umlauf betragen. Für Mehrwegbecher sind lebensmittelechte Druckfarben zu verwenden. Halogenierte Kunststoffe und Metallfolien dürfen nicht verwendet werden.

Die Betriebe müssen ein Abfallwirtschaftskonzept bzw. ein Umweltmanagementsystem aufweisen. Lebensdauer: haben durch diese hohe Qualität die eine längere Lebensdauer, was die Ressourcen schont und somit auch gut für die Umwelt ist.

  • demeter

Das "demeter"-Warenzeichen kennzeichnet landwirtschaftliche Erzeugnisse aus biologisch-dynamischer Landwirtschaft. Diese besondere Form der ökologischen Wirtschaftsweise versteht den landwirtschaftlichen Betrieb als einen individuellen, in sich geschlossenen Organismus, der nicht nur materiellen, sondern auch immateriellen Einflüssen unterliegt. Dazu gehören z. B. dynamische Wirkungen oder kosmische Einflüsse. Die Richtlinien von Demeter erfüllen die Anforderungen der EG-Öko-Verordnung, gehen jedoch in allen Aspekten darüber hinaus: neben kontrolliert biologischen Anbau garantiert das Gütesiegel eine ressourcenschonende Produktion, soziale Verantwortung und umweltschonende Verpackung.

Der Link www.demeter.at/demeter-finden zeigt eine Karte mit allen Mitgliedsbetrieben als Übersicht.

  • Bio Austria

Bio Austria ist das österreichische Bio-Netzwerk bzw. der "Dachverband" der öst. Bio-Bauern (Entstanden aus dem ehemaligen Verband "Ernte für das Leben"). Zentraler Punkt des biologischen Wirtschaftens ist die strenge Beachtung der Einbeziehung des Betriebes in die ökologischen Bedingungen des Standortes. Ist ein alkoholfreies Getränk mit dem Bio-Austria Label zertifiziert, steht es für regionale Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau.

Einkaufstipps

  • Kaufen Sie Bio-Säfte und achten Sie beim Kauf von Fruchtsäften auf Produkte die in Österreich hergestellt wurden. Regional erzeugte Säfte erkennen Sie an unterschiedlichen Herkunftsbezeichnungen.
  • Im Label-Kompass finden Sie Gütezeichen und Marken, die auf regionale Erzeugung hinweisen. Kaufen Sie Getränke aus biologischer Produktion für ein unverfälschtes, natürliches Geschmackserlebnis!
  • Greifen Sie zu Getränken, die das FAIRTRADE-Gütesiegel tragen, wenn Sie Säfte aus Südfrüchten (z.B. Orangen oder Mangos) kaufen! Viele FAIRTRADE-Produkte sind mittlerweile auch biozertifiziert.
  • Achten Sie verstärkt auf Getränke, die in Mehrweggebinden verpackt sind, damit werden Ressourcen geschont und Sie leisten einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz! Vermeiden Sie Wegwerfverpackungen, wie Einweg-PET-Flaschen, Getränkedosen und Einweg-Glasflaschen.
  • Die zusätzliche Bezeichnung „Direktsaft" bedeutet, dass die Früchte gleich nach der Ernte gepresst und schonend pasteurisiert werden. Direktsaft wird naturtrüb in Flaschen abgefüllt. Bio-Säfte sind aber nicht automatisch „Direktsäfte" (und umgekehrt).
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