Unsere Labeltipps für Speiseöle & Essig

Unsere Labeltipps: Öl & Essig

Heiße Temperaturen machen immer mehr Lust auf knackige und kühlende Salate. Essig und Öl dürfen dabei meist nicht fehlen.

Erfrischende Salate haben insbesondere im Sommer Hochsaison – meist kommt ein Dressing mit Essig und Öl darauf. Nicht jedes Öl ist für alle Bereiche einsetzbar, so sind zum Beispiel Speiseöle wie Distelöl oder Leinöl perfekt für den Salat, aber zum Erhitzen jedoch ungeeignet. Kalt gepresstes Raps- oder Olivenöl kann sowohl zum Kochen als auch als Dressing gut verwendet werden. Auch Essig ist bis heute ein Multitalent, das nicht nur im Salat landen muss - feine Essige werden durchaus als Aperitif getrunken, sehr säurehaltige Essige zum Putzen verwendet, und nach wie vor kommt Essig auch in der Alternativmedizin zum Einsatz. In Österreich liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei rund 2 Litern Essig im Jahr; und damit im oberen Bereich von europäischen und nordamerikanischen Ländern.

Speiseöle: Sortenvielfalt in Bio-Qualität

Bei Ölen sollte man immer auf Bio setzen: Dabei passiert der Anbau auf fruchtbaren, gesunden Böden und es werden keinerlei chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Der Pflanzenanbau in Österreich ist außerdem ausnahmslos gentechnikfrei. Heute werden Speiseöle aus den unterschiedlichsten Saaten hergestellt: Distelsamen, Erdnüsse, Kürbiskerne, Leinsamen, Maiskeime, Mandeln, Mohn, Oliven, Raps, Sesam und Walnüsse - alle diese Saaten gibt es auch bereits in Bio-Qualität.

Bei Ölen gibt es große Unterschiede bei Geschmack und Qualität, ausschlaggebend ist der Rohstoff, aber auch die Art der Verarbeitung: Hochwertige Pflanzenöle werden durch mechanische Pressung und physikalische Verfahren gewonnen. Diese Verfahren garantieren, dass der Geschmack und Geruch des Öls sowie alle wertvollen Inhaltstoffe (Vitamine, ungesättigte Fettsäuren) erhalten bleiben.

Bei der industriellen Produktion von Pflanzenölen erfolgt die Herstellung nicht nur durch mechanische Pressung, sondern oftmals auch durch zusätzliche Extraktion mittels Lösungsmitteln (z.B. Benzin). Durch aufwendige chemische und physikalische Verfahren können beim „Raffinieren" des Öls alle möglichen Begleitstoffe ausgefiltert werden. Rückstände von Pestiziden, Verschmutzungen und Auswirkungen von fehlerhaften Rohstoffen oder falscher Lagerung werden so aus dem Öl gelöst. Diese Technik führt dazu, dass schon bei der Auswahl der Rohstoffe nicht besonders viel Wert auf gute Qualität gelegt wird. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Mengenausbeute und der flexiblen Wahl der Rohstoffe. Spezifische Merkmale des Öls, wie Geruch, Geschmack, Vitamine und gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe gehen beim Raffinieren verloren.

Essig mit nachezu unbegrenzter Haltbarkeit

Die zweite Zutat des klassischen Salat-Dressings hat einen wesentlichen Vorteil: Denn Essig hat von Natur aus (durch seinen Säuregehalt) eine lange, nahezu unbegrenzte Haltbarkeit. Deswegen ist für Essig kein Mindesthaltbarkeitsdatum vorgeschrieben und kann demnach besonders lange – bestenfalls im Dunkeln – gelagert werden.

Im bewusstkaufen.at Label-Kompass sind 32 nachhaltige Gütesiegel für Essig und 33 nachhaltige Gütesiegel für Öl gelistet. Folgende drei Labels sind hierbei besonders hervorzuheben:

Europäisches Bio-Zeichen, kennzeichnet Lebensmittel deren landwirtschaftliche Zutaten zu mindestens 95 % aus Bio-Landwirtschaft stammen. Beim Kauf von Speiseöl oder Essig mit dem EU Label können KonsumentInnen sicher sein, dass die Erzeugnisse:

- mindestens 95% der Inhaltsstoffe landwirtschaftlicher Herkunft biologisch produziert wurden die Lebensmittel nicht bestrahlt wurden

- keine chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leicht lösliche, mineralische Dünger verwendet wurden

- Konventionelles Saatgut und Jungpflanzen nur in Ausnahmefällen, z.B. Übergangszeiträumen erlaubt sind

Bio Austria ist das österreichische Bio-Netzwerk bzw. der "Dachverband" der öst. Bio-Bauern (Entstanden aus dem ehemaligen Verband "Ernte für das Leben"). Zentraler Punkt des biologischen Wirtschaftens ist die strenge Beachtung der Einbeziehung des Betriebes in die ökologischen Bedingungen des Standortes. Besonderes Anliegen ist die Pflege des Bodens und die Erhaltung der langfristigen Bodenfruchtbarkeit. Dieses kann durch eine vielseitige Fruchtfolge, den Anbau von stickstoffeigenen Pflanzen, die Nutzung von hofeigenem Dünger und eine lockernde Bodenbearbeitung erreicht werden. Beim Kauf von Speiseöl oder Essig mit dem Bio Austria Label können KonsumentInnen sicher sein, dass die Erzeugnisse regional und aus kontrolliert biologischem Anbau stammen.

Das "demeter"-Warenzeichen kennzeichnet landwirtschaftliche Erzeugnisse aus biologisch-dynamischer Landwirtschaft. Diese besondere Form der ökologischen Wirtschaftsweise versteht den landwirtschaftlichen Betrieb als einen individuellen, in sich geschlossenen Organismus, der nicht nur materiellen, sondern auch immateriellen Einflüssen unterliegt. Dazu gehören z. B. dynamische Wirkungen oder kosmische Einflüsse. Dementsprechend werden regelmäßig so genannte biologisch-dynamische Präparate eingesetzt und kosmische Rhythmen, d.h. Einwirkungen des Mondes, der Planeten etc., im Pflanzenbau und in der Tierhaltung berücksichtigt. Beim Anbau stehen der Humusaufbau und die Gesundheit der Pflanzen im Mittelpunkt.

Beim Kauf von Speiseöl oder Essig mit dem demeter Label können KonsumentInnen sicher sein, dass die Erzeugnisse aus kontrolliert biologischem Anbau stammen bei der keine Nanomaterialien und keine Schimmelschutzmittel verwendet wurden sowie dass der Produzent auf soziale Verantwortung wert legt, d.h. Arbeitsplätze, Arbeitszeiten und Entlohnung gewährleisten eine menschenwürdige Arbeit, besonderer Wert wird auch auf die Zahlung angemessener und fairer Preise entlang der Wertschöpfungskette gelegt.

Quellen und weitere Informationen:
zurück zur News-Übersicht