Nachhaltige Babyprodukte © Unsplash

Blogbeitrag über Nachhaltige Babyprodukte

Nachhaltigkeit wird auch bei Eltern ein immer wichtigerer Aspekt für Babyprodukte. Wo setzt man am besten an, welche Produkte sind nachhaltig und wie kann man sicher gehen, dass auch wirklich das drin ist, was draufsteht? Stefanie Raeke von eco-baby.at gibt in ihrem Blogbeitrag entsprechende Tipps.

Ein kleines Wesen kündigt sich an und damit verändert sich die Sichtweise auf alltägliche Dinge für viele Paare. Neben großer Vorfreude und vielleicht auch Angst vor dem was kommt, wird häufig die eigene Lebenssituation von werdenden Eltern in Frage gestellt. Zwangsläufig kommen hier die meisten auch an einen Punkt, wo sie über eine nachhaltige(re) Lebensweise und das damit verbundene Konsumverhalten nachdenken.

Der Trend zur Nachhaltigkeit

Den meisten (werdenden) Eltern wird schnell bewusst, dass sie zukünftig nicht mehr nur für sich selbst, sondern auch für ihr Baby Verantwortung übernehmen müssen und tun dies auch. Viele Jungeltern sind bereits gut informiert und sehen genauer hin, wo und was sie für ihre Kinder und sich selbst kaufen und achten auf mehr Nachhaltigkeit.

Nachhaltige Shopping-Tipps

Second Hand bei Spielsachen und Babykleidung

Second Hand ist „in“! Babys und Kinder wachsen sehr schnell aus ihren Kleidungsstücken und auch Spielsachen sind schnell nicht mehr alterskonform . Manches wird nur wenige Male getragen oder benutzt und kann gut an andere Eltern weitergegeben werden anstatt die Gegenstände nach kurzer Benützung wieder zu entsorgen. Egal ob aus einem Second Hand Laden, Tauschbasar oder von Freunden und Bekannten - zu den Vorteilen von Second Hand zählen, dass es die Geldbörse schont, die Kleidung in der Regel schon so oft gewaschen wurde, dass sicher keine Giftstoffe mehr enthalten sind und Dinge/Kleidung, die in der Produktion ohnehin schon viele Ressourcen aufbrauchen, weiter verwendet und nicht unnötigerweise wieder neu gekauft werden müssen.

Auf unabhängige Gütesiegel beim Kauf von (neuer) Kleidung achten

Abgesehen von den prekären Arbeitsbedingungen, unter denen billige Kleidung produziert wird, enthalten die Stoffe häufig auch sehr gesundheitsschädliche Chemikalien, welche auch Böden und Gewässer rund um die Produktionsstätten zerstören. Mittlerweile sind zwar immer mehr Menschen darüber informiert, dennoch verführen die hübschen Muster und Farben und die billigen Preise dazu, doch noch schnell einen Body, ein Kleidchen oder andere Kleidungsstücke beim Shoppen mitzunehmen. Giftstoffe in den billig produzierten Kleidungsstücken können jedoch zum Beispiel Hautausschlag, Atemwegsprobleme oder sogar Fruchtbarkeitsstörungen verursachen.

Zudem arbeiten auch teure Marken bedauerlicherweise häufig mit giftigen Stoffen in (Kinder)Kleidung. Wer sich darüber genauer informieren möchte, kann im Einkaufsratgeber von Bewusst Kaufen nachlesen.

Im Labeldschungel ist es häufig schwierig, wirklich „biologisch“ oder „fair produzierte“ Produkte zu erkennen, welche nicht nur zum nachhaltigen Image eines Modeunternehmens beitragen sollen. Daher sollte man sich dazu entweder im Einzelnen genauer informieren oder generell nur unabhängigen Siegeln Glauben schenken.

Die wichtigsten Gütesiegel und entsprechende Erklärungen dazu finden sich im Label-Kompass von Bewusst Kaufen.

Worauf achten bei Nahrungsmitteln?

Wird ein Baby nicht gestillt und isst noch nicht selbst, führt leider kein Weg am Milchpulver vorbei. Der Verpackungsmüll lässt sich hier leider nur schwer vermeiden, wobei man mit manchen Teilen davon vielleicht zumindest eine kreative Bastelei machen kann. Aber auch bei den Inhaltsstoffen von Babynahrung sollte man genauer hinsehen, da leider immer wieder Fälle von verunreinigten Produkten auftauchen. Bei Babynahrung sollte generell möglichst auch auf Bio-Qualität geachtet werden, dabei kann man zumindest schon mal von einer strengeren Kontrolle des Produkts ausgehen.

Beim Kauf von Nahrung empfiehlt es sich zum Beispiel, auf regionale „Biokistln“ zu setzen oder bei Unverpackt Läden bzw. am Wochenmarkt einkaufen zugehen – dabei spart man sich den Verpackungsmüll und kauft nur die Menge ein, die man tatsächlich benötigt.

Für den Einkauf im Supermarkt kann die Handy-App CodeCheck verwendet werden. Einfach Strichcode des Produktes einscannen und sofort erhält man eine Übersicht, ob das Produkt unbedenklich ist inklusive kurzer Erläuterung zu den Inhaltsstoffen.

Zertifizierte Bio- und Naturkosmetik für Babys und Kleinkinder

Auch bei Kosmetik- und Pflegeprodukten gilt: Gütesiegel und Inhaltsstoffe genau beachten. Leider kann man gerade bei Pflegeprodukten auf die Bezeichnung „bio“ oder „natürlich“ sehr oft nicht viel geben – nur unabhängig zertifizierte Bio- und Naturkosmetik sind frei von umwelt- oder gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen. Eine Auflistung von wirklich nachhaltigen Gütesiegeln gibt’s im Label-Kompass von Bewusst Kaufen. Auch hier hilft in vielen Fällen, die Handy-App CodeCheck.

Gründung von eco-baby.at

Die Idee einen eigenen Onlineshop für ökologische und nachhaltige Babyprodukte zu gründen, kam Stefanie Raeke während ihrer ersten Schwangerschaft und reifte in den ersten Lebensmonaten ihres Sohnes zu konkreten Plänen heran. Nachhaltigkeit sollte im Onlineshop „zu Ende gedacht“ sein und auch wenn jemand völlig uninspiriert ist oder keine Zeit hat, soll er im Onlineshop von eco-baby.at ein exklusives und sinnvolles Geschenk finden. Seit April 2019 ist eco-baby.at nun online und die Nachfrage nach kontrollierten und unbedenklichen (Baby-)Produkten steigt stetig. Speziell Kleidung und Pflegeprodukte (Öle, Cremes, Zahnungshilfen) werden immer gefragter.

Das Feedback der Eco Baby KundInnen ist fast immer ein Ähnliches. Man möchte nachhaltige Produkte in guter Qualität und ohne Giftstoffe für sein Kind. Viele sind auf der Suche nach einem Geschenk für eine Freundin, Arbeitskollegin oder die Schwester und möchten nicht Irgendetwas, sondern etwas Sinnvolles und zugleich Persönliches schenken. Hier sind bestickte Textilien und nachhaltige Geschenkboxen für Babys und Mamas sehr beliebt. Besonders wichtig ist Stefanie Raeke, dass jedes Produkt selbst getestet wird und diese „Sicherheit“ schätzen die KundInnen sehr.

Geschenk-Tipps von Stefanie Raeke

  • Viele frischgebackene Eltern haben eine genaue Vorstellung davon, was sie sich wünschen. Einfach danach fragen!
  • Zeit schenken: Gerade das Wochenbett ist eine wahnsinnig intensive und anstrengende Zeit. Den Jungeltern könnte man beispielsweise anbieten, für sie einkaufen zu gehen, sich um das ältere Kind zu kümmern oder ein gesundes Mittagessen zu kochen.
  • Drogerie-Gutschein: Im Zweifel liegt man mit Gutscheinen für die naheliegende (Natur-)Drogerie selten falsch. Damit können die Beschenkten dann selbst entscheiden, ob bzw. welche Windeln, Babynahrung oder Pflegeprodukte sie kaufen möchten.
  • An die Eltern denken: Oft wird nur das Baby beschenkt, aber auch für die Eltern ist es ein aufregendes und kräftezehrendes Erlebnis, daher darf man auch gerne für Mama oder Papa ein Geschenk mitbringen.
Stefanie Raeke ist Mama und Gründerin von eco-baby.at
Durch die Schwangerschaft mit ihrem ersten Kind hat sich für Stefanie – wie für so viele Mütter und Väter – vieles verändert. Sie fing an, ihre bisherige Lebensweise und speziell ihr Konsumverhalten in Frage zu stellen. Mit der Schwangerschaft wurde ihr bewusst, dass wir dafür sorgen müssen, dass wir unseren Kindern und Enkelkindern einen lebenswerten und sauberen Planeten hinterlassen. Sie ist nach eigenen Angaben keine Freundin des erhobenen Zeigefingers, aber jeder sollte das tun, was im Rahmen seiner Möglichkeiten liegt. Und dazu zählen für Stefanie neben anderen Dingen eindeutig das persönliche Einkaufverhalten und der achtsamere Umgang mit unserer Umwelt.
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