Spielzeug © Unsplash

Nachhaltigkeit in der Spielzeugbranche

Der bewusste Umgang mit unserer Umwelt und ihren Ressourcen ist gerade bei Baby- bzw. Kinderprodukten ein wichtiges Thema. Dies sollte auch für die Produktion (sowie beim Kauf) von Spielzeug gelten. Wie die Spielwarenbranche die Nachhaltigkeit entdeckt.

Kinder werden häufig mit allerlei Spielsachen, wie beispielsweise Teddybären, Bausteinen oder Puppen beschenkt, um ihnen eine Freude zu bereiten. Aufgrund der prekären Produktionsbedingungen sowie des Einsatzes von umwelt- oder gesundheitsschädlichen Rohstoffen, steht die Spielwarenbranche jedoch häufig in der Kritik. Demnach versuchen einige Hersteller sich nun auch mehr in Richtung Nachhaltigkeit zu entwickeln.

Weniger Verpackung, Längere Nutzungsdauer

Für eine Branche, deren in Österreich verkaufte Waren zu 80 Prozent außerhalb der EU stammen, ist dies ein anspruchsvolles Vorhaben. Beginnen will man beim am leichtesten Beeinflussbaren wie der Verpackung, die bei Spielwaren oft besonders voluminös ist. Generell soll Verpackung weniger werden und leichter zu öffnen sein.

Auch bei den Rohstoffen versuchen einige Hersteller auf Alternativen zu setzen - zum Beispiel auf Holz, Bambus oder recycelbaren Materialien. Statt Plastik sollen beispielsweise Biokunststoffe verwendet werden - diese könnten jedoch mit Nahrungsmitteln um Anbauflächen konkurrieren und müssen in weiterer Folge thermisch verwertet werden. Wichtig ist es, den Verbrauch zu reduzieren und Spielzeug möglichst lange zu verwenden bzw. einer Zweitnutzung zuzuführen.

Fair Toys Organization

Innerhalb der "Fair Toys Organization" haben sich zudem nun mehrere Unternehmen aus Deutschland zusammen geschlossen, um langfristige Verbesserungen der Bedingungen in den globalen Spielzeugfabriken zu forcieren. Seit 2018 arbeiten engagierte Spielzeugunternehmen zusammen mit dem Deutschen Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) und zivilgesellschaftlichen Organisationen daran, eine glaubwürdige Kontrollinstanz für die Branche zu schaffen. Geplant ist weiters auch ein entsprechendes Gütesiegel, weclhes fair produzierte Spielwaren kennzeichnen soll.

Zertifizierte Spielwaren: Bioblo Bausteine

Mit dem Umweltzeichen für Spielzeug (vergeben vom Bundesministerium für Klimaschutz) gibt es in Österreich auch ein Gütezeichen für nachhaltige Spielwaren. Das Österreichische Umweltzeichen geht über den bestehenden regulativen Rahmen der europäischen Spielzeugrichtlinie hinaus und verbietet weitere Stoffe, die ein Umweltrisiko darstellen. „Bioblo“ aus Niederösterreich ist ein Zeichnnehmer der Richtlinie.

Im Rahmen der Zertifizierung der bunten Bausteine wurde zum Beispiel geprüft, ob gesundheitsschädliche Inhaltstoffe vermieden werden, die Rohstoffgewinnung möglichst umweltfreundlich abläuft und bei der Herstellung arbeitsrechtliche Mindeststandards eingehalten werden.

Auf welche Gütesiegel man beim Kauf von Spielzeug sonst noch achten sollte, gibt's außerdem in unseren "Labeltipps".

Quellen und weitere Informationen:

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