Zeit nutzen, um auszumisten © Unsplash

Reduce & Re-Use: Richtig ausmisten

Die vermehrte Zeit zuhause kann genützt werden, um den Kleidungs- oder Küchenschrank wieder auf Vordermann zu bringen. Nicht mehr benötigte T-Shirts, Geschirr oder andere Gegenstände können in weiterer Zukunft für andere als Second Hand Ware ein wahrer Segen sein.

Im Laufe der Jahre sammeln sich viele Gegenstände im Haushalt an. Aber was und wie viel brauche ich? Eine große Aufräumaktion hilft, sich einen Überblick über alle Habseligkeiten zu verschaffen und sich von einigen Gegenständen zu trennen. Um das Potenzial alter Produkte auszuschöpfen kann jede/r ÖsterreicherIn sich überlegen, welche Dinge man zwar selbst nicht mehr benötigt, die aber anderen noch Freude bereiten könnte. 

Inventur machen

Zum Start des Aussortierens, sollte der Status Quo eingeholt werden. Einfach Raum für Raum in der Wohnung oder im Haus abgehen und überlegen "Was nutze ich (täglich)?", "Was wollte ich schon seit längerem aussortieren?" "Was brauche ich eigentlich gar nicht?" Diese Fragen haben sich als nützlich erwiesen, um sich einen ersten Überblick über den tatsächlichen Besitz zu verschaffen. 

Beispiel Kleidungsschrank 

Zuerst den gesamten Inhalt des Kleidungsschranks - Socken, Unterwäsche, Pullover, Hosen, Röcke etc. - auf das Bett verstreuen und den Berg kurz einmal wirken lassen. Schritt für Schritt kann der Kleiderberg dann wieder auseinander sortiert werden. Jedes Kleidunggstück mit Löchern (und nicht mehr repariert werden kann), verwaschen ist oder nie richtig bequem war und deshalb nicht getragen wurde, fliegt raus – vielleicht bis auf eine alte Hose und ein altes Shirt, welche beim nächsten Umzug wieder gebraucht werden könnten. Auch die bekannte "Magic Cleaning" Methode von Marie Kondo kann beim Aussortieren eine Hilfe sein.

Die aussortierte (noch verwendbare) Kleidung wird in Kisten gelagert, um sie dann für eine zukünftige Zweitnutzung parat zu haben. Alle übrigen Kleidungsstücke, die bleiben dürfen, finden einen neuen Platz im Schrank. 

Tipp: Grundsätzlich ist zu empfehlen, sich einen Grundstock an vielseitig kombinierbaren Basics, in denen man sich wohlfühlt, zu behalten und mit ein paar ausgefalleneren Schnitten oder Mustern aus Second Hand oder fair produzierten Teilen zu ergänzen. Dann ist man für viele Anlässe und auf Dauer gut ausgestattet.

Tauschen, teilen, verkaufen

Jetzt kann man sich schon einmal überlegen, wo und wie die aussortierte (gut erhaltene) Kleidung in weiterer Folge verkauft, geteilt oder getauscht werden kann. Zum Beispiel über Kleiderkreisel, auf Flohmärkten, bei Tauschparties oder in manchen Second-Hand-Läden.

Tipp: Bis ein nächstes Treffen mit Freunden oder Familienmitgliedern wieder möglich ist, kann auch bereits virtuell besprochen werden, wer welche Kleidungsstücke oder auch andere Gegenstände wie Geschirr, Bücher oder Elektrogeräte brauchen könnte. Über Online-Tools wie z.B. Video-Calls können die Sachen präsentiert und bereits aufgeteilt werden, bis es dann zur realen Übergabe kommen kann. 

Mehr Informationen zum Thema "Minimalismus" und "Zero Waste" gibt's in den entsprechenden Unter der Lupe-Beiträgen.

Quellen:

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