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Berlakovich für nachhaltige Fischereikultur

Dienstag präsentierte die EU-Kommission dem Agrarministerrat ihren Vorschlag zur Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik. Das BMLFUW unterstützt diesen Schritt.

Darin schlägt die Kommission die Einführung handelbarer Fischereirechte und des Rückwurfverbotes, welche bisher bis zu 40% der Fangmengen ausmachen sowie die Dezentralisierung der Fischereipolitik hin zu vermehrten regionalen Entscheidungsfindungen vor. Maria Damanaki, EU-Kommissarin für maritime Angelegenheiten und Fischerei, ist fest entschlossen die Gemeinsame Fischereipolitik neu zu gestalten. Unterstützung dafür gibt es auch von Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich: "Ich trage diesen mutigen Schritt mit, denn wir brauchen eine Neuorientierung im Sinne der Nachhaltigkeit." Die Reform soll auch Chancen für die österreichische Fischereipolitik bringen. Demnach wird Österreich gemeinsam mit anderen EU-Mitgliedstaaten eine Resolution an Damanaki übergeben, die auf eine Verstärkung der nachhaltigen Süßwasserfischerei, also die Aquakultur, abzielt.
 
Der weltweite Fischkonsum steigt und es gilt zu verhindern, dass die Meere leergefischt werden. Bereits jetzt sind 75% der Fischbestände bedroht. Ein Drittel der überfischten Bestände befinden sich sogar in einem besorgniserregenden Zustand und gleichzeitig ist die EU stark importabhängig. "Darauf gilt es dringend nachhaltige Antworten zu finden. Es ist wichtig eine nachhaltige Produktion zu kennzeichnen und regionale Vermarktungssysteme zu schaffen beziehungsweise auszubauen", betont Berlakovich. "Kosmetische Eingriffe sind zu wenig, die Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik muss ernsthaft angegangen werden. In Österreich liegt die Selbstversorgungsquote bei 4% bis 5%, hier besteht Potenzial zum Ausbau", so der Ressortchef zuversichtlich.

 

Quelle: Lebensministerium

 

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