Wearfair

Nachlese: Das war die Wearfair 2012

Die WearFair 2012 - Österreichs Messe für faire und ökologische Mode - feierte in diesem Jahr ihr fünfjähriges Jubiläum. Nach vier erfolgreichen Jahren konnte am Wochenende vom 28. - 30. September erneut ein neuer Rekord verbucht werden.

Mehr als 5000 BesucherInnen haben sich an den drei Messetagen zu nachhaltiger, fairer und ökologischer Mode informiert und das ein oder andere neue Lieblingsstück für den nachhaltigen Kleiderschrank mit nach Hause genommen.

65 AusstellerInnen präsentierten mehr als 120 internationale Labels

Die WearFair 2012 fand heuer in den neuen, denkmalgeschützten Räumlichkeiten der Tabakfabrik Linz statt. Dieser besonders stilvolle Veranstaltungsort bot 65 AusstellerInnen mit 120 internationalen Labels sowie den zahlreichen BesucherInnen viel Platz zur Entfaltung, zum Staunen, zum Informieren und zum Verweilen. Darüber hinaus schaffte das besondere Ambiente neue Möglichkeiten für das umfassende Rahmenprogramm der Messe.

Upcycling Award

Gemeinsam mit dem neuen Veranstaltungspartner GLOBAL 2000 wurde der Bereich des Upcycling in diesem Jahr verstärkt. Upcycling ist die Schaffung neuer Produkte aus alten, nicht mehr gebrauchten. Oft ist das "alte Produkt" noch als solches erkennbar. Aus alten Decken, Fallschirmen, Arbeitsmänteln, Socken usw. werden neue, modische Teile genäht. Hier wurde im Rahmen der Modenschau der vom bioMagazin initiierte WearFair Upcycling Award 2012 verliehen, der an das Label „Tamíd" ging. Über Facebook konnte hier drei Wochen abgestimmt werden.

WearFair Modenschau 2012

Die WearFair Modenschau 2012 wurde am Freitagabend von mehr als 700 begeisterten Modefans bestaunt. Hier präsentierten 16 Modelabels ihre einzigartigen, innovativen und anspruchsvollen Kreationen von Eco de luxe bis Streetwear, von Business- bis Alltagskleidung.

Zuvor stellten sich viele unsere AusstellerInnen dem Publikum individuell und persönlich in Kurzinterviews vor und erzählten ihre Geschichte, ihre Erfahrungen, von ihrem Alltag, ihren Hoffnungen, Ideen und Herausforderungen.

FachbesucherInnen

Internationale und nationale FachbesucherInnen tauschten sich am Samstag im Rahmen des WearFair ExpertInnen-Brunch über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der ökofairen Modebranche aus. Die TeilnehmerInnen nutzten die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, und holten Sie sich Informationen aus der Praxis von Enrico Rima, Lebenskleidung, und Mark Starmanns, Netzwerk Faire Mode.

Spannende Diskussionsrunden zur Textilbranche

In der spannenden Gesprächsrunde „Die Frau, die mein T-Shirt näht" berichtete die  routinierte Empowerment-Expertin Kalpana Rani gemeinsam mit der Präsidentin der Textilarbeiterinnen-Gewerkschaft, Lovely Yesmin, dem großen Publikum über die Lebens- und Arbeitssituation von Frauen in Bangladesch.

Anschließend diskutierten die beiden engagierten Frauen zusammen mit Michaela Königshofer (Koordinatorin der österreichischen Clean Clothes Kampagne), Lisa Kernegger (Vorstandsmitglied GLOBAL 2000) und Moderator Volker Piesczek (ATV) zum Thema „Faire Mode - Gerechtigkeit für alle?" und stellten sich den Fragen der interessierten ZuhörerInnen.

Familientag am Sonntag

Der Sonntag war Familientag auf der WearFair: Die selbstgebastelten Sockenpuppen wurden von den Kindern stolz auf der Bühne präsentiert, Kiddy Contest Teilnehmerin Else Mack präsentierte ihr konsumkritisches Lied „Hier stinkt was!" und das interaktive Kasperl-Abenteuer verzauberte kleine und auch große ZuschauerInnen. DesignerInnen von nachhaltiger Kindermode, die über die Besonderheiten ihrer Mode berichteten, schlossen das abwechslungsreiche Programm ab.

Die „G'scheite Insel" lud zum Verweilen und Entspannen ein und bot Wissenswertes über Kleidung, Gütesiegel, ökologische Auswirkungen der Textilindustrie, soziale Mindeststandards und Lebensverhältnisse von TextilarbeiterInnen sowie Informationen zum nachhaltigen Leben.

Mitmach-Aktionen und Workshops

Darüber hinaus wurden die Mitmach-Aktionen von zahlreichen BesucherInnen begeistert aufgenommen und es wurde mit großer Freude selbst gestaltet. Die Restyle-Aktion Pimp my Shirt, wo Linzer DesignerInnen das alte T-Shirt von BesucherInnen wieder tragbar machten und die offene Nähwerkstatt nähküche, in der BesucherInnen unter fachkundiger Hilfe Neues aus alter Kleidung schaffen konnten. Außerdem eine Lederwerkstatt, in der Accessoires hergestellt werden konnten, ein Workshop für Schuhe aus Papier sowie „Bündelei", wo ganz persönliche Taschen geknotet wurden.  

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