Blumen zum Valentinstag

Blumen zum Valentinstag: bio und fair!

Nicht nur Verliebte, sondern auch FloristInnen freuen sich über den Valentinstag, ist er doch einer der umsatzstärksten Tage. Doch Blumen, die bei uns im Winter in den Handel kommen, stammen von weit her und sind häufig unter fragwürdigen Bedingungen gewachsen und gepflückt. Labels geben Sicherheit.

Ein Großteil der rund 45 Millionen Tonnen Blumen, die jährlich in Österreich gekauft und verschenkt werden, wird aus Produktionsländern des Südens importiert. Große Blumenfarmen gibt es beispielsweise in Äthiopien, Ecuador, Guatemala, Kenia, Kolumbien und Israel - jede dritte Schnittblume weltweit stammt aus einer Blumenfarm in Lateinamerika oder Afrika. Durch die Massenproduktion von Blumen entstehen Missstände: Unmenschliche Arbeitszeiten, zu niedrige Löhne, hoher Einsatz von giftigen Spritzmitteln und nicht ausreichende Schutzkleidung sind keine Seltenheit. Dazu fehlen Sozialleistungen wie Krankenversicherung, Pension und Mutterschutz.

Monokulturen und der Einsatz von Pflanzeschutzmitteln sind zugleich Umweltprobleme. Hinzu kommt der Transport: Langstielige Rosen kommen zum Beispiel oft aus Lateinamerika. Studien belegen allerdings, dass im Winter die Zucht von Blumen in Mitteleuropa vom ökologischen Standpunkt noch ungünstiger wäre als die Produktion in einem anderen Teil der Erde samt Flug zu uns.

Qualität hat ihren Preis

Obwohl jedeR ÖsterreicherIn im Schnitt 107 Euro pro Jahr für Blumen ausgibt, ist vielen ist nicht klar, dass es bei Pflanzen die gleichen Qualitätsunterschiede gibt wie bei Lebensmitteln. Bei Schnittblumen und Pflanzen hat der Biotrend in Österreich noch großen Nachholbedarf. Gesicherte Qualitätsstandards werden durch Labels wie Fair Trade, Flower Label Program und verschiedene Bio-Siegel gewährleistet.

Die Preise von Blumen in Supermärkten und bei Discountern geben nicht den realen Aufwand der Produktion wieder. Daher empfiehlt Expertin Silke Peters, ehemalige Geschäftsführerin des Flower Label Program, Blumen beim Fachhandel zu kaufen, weil Fachhändler bei ihrem Einkauf anders differenzieren können als Supermärkte. Fachgeschäfte sind zwar teurer, dennoch muss nicht zwangsläufig mehr Geld ausgegeben werden. Die Empfehlung von Silke Peters ist sinnvoll und nachhaltig: Warum nicht drei statt zwölf Stiele kaufen? „Das hat nichts mit moralischem Verzicht zu tun, sondern mit der Freude an Schönem und Gutem. Qualität misst sich nicht an Menge, sondern an Wertigkeit. Bei Blumen und Zierpflanzen sind wir diejenigen, die den Wert bestimmen.“

Quellen und mehr Informationen:

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