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Innovative Getränkekartons

In Österreich werden jährlich ca. 2,5 Milliarden Liter Getränke abgepackt und getrunken. Vor allem Milch und Fruchtsaft sind meist in Verbundkarton verpackt. Nun gibt es Getränkekartons aus 100% nachwachsenden Rohstoffen. Hier gibt's mehr Infos und ein Gewinnspiel für Kurzurlaub, Fahrrad &Co.!

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Wer seinen Durst umweltbewusst löschen will, hat künftig noch mehr Möglichkeiten, denn das „Trinkpackerl“ wird nachhaltiger: Das liegt zum einen an einer europaweiten Steigerung der Recyclingquote und zum anderen an Maßnahmen der Hersteller, um den ökologischen Fußabdruck entlang der Wertschöpfungskette zu verringern. So wurde z.B. im letzten Jahr erstmals ein Getränkekarton auf den Markt gebracht, der zu 100% aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Hierbei wird der Karton mit Kunststoffmaterialien, die aus Zuckerrohr statt aus Erdöl hergestellt werden, kombiniert.

Kunststoffe aus nachwachsenden, zertifizierten Rohstoffen

Für die bio-basierten Kunststoffe werden Rohstoffe aus Zuckerrohr genutzt. Die Produktion erfolgt mehrheitlich auf Anbauflächen, die verlassenes Weideland waren, das von der Zuckerrohrindustrie nun zum Zuckerrohranbau wieder genutzt wird. Daher besteht hier keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelindustrie.

Nachdem die neue Verpackung erstmals beim finnischen Molkereibetrieb Valio eingeführt wurde, steht sie jetzt Abfüllern auf der ganzen Welt – so auch in Österreich - in verschiedenen Packungsgrößen für gekühlte Milchprodukte zur Verfügung. In Österreichs Supermarkt-Regalen ist die Verpackung noch nicht zu finden, da eine Verpackungs-Umstellung auf Produzentenseite meist einem langfristigen Prozess unterliegt.

Für die Verschlüsse wird schon seit längerer Zeit auf Bio-PET gesetzt, die auch in Österreich bereits testweise eingesetzt wurden. Die Herkunft des biobasierten Verschlusses kann, genauso wie der mit dem FSC- Gütesiegel zertifizierte Karton, nachverfolgt werden. Diese Bio-Kunststoffe sind aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt (was aber nicht unbedingt bedeutet, dass diese biologisch abbaubar sind). Bio-Kunststoffe gehören nicht in die Bio-Tonne, sondern müssen getrennt gesammelt werden.

Zertifizierte Rohstoff-Herkunft

Auch „traditionelle“ Getränkekartons bestehen überwiegend aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Das wichtigste Instrument für die Gewährleistung einer verantwortungsvollen Forstwirtschaft ist die entsprechende Zertifizierung. Die in Österreich verkauften Getränkekartons werden ausschließlich aus FSC-zertifiziertem Karton hergestellt. Um das FSC-Siegel tragen zu dürfen, muss ein Karton aus FSC-zertifizierten Wäldern und anderen, vom FSC definierten und kontrollierten Quellen stammen. Die Rückverfolgbarkeit der Holzfasern zu diesen zertifizierten Quellen muss jederzeit gewährleistet sein.

In Österreich erfolgt die Sammlung von Getränkekartons mit der haushaltsnahen Leichtverpackungssammlung (Gelbe Tonne, Gelber Sack). Bei der Sortierung der Leichtverpackungssammlung werden die Getränkekartons als eigene Fraktion aussortiert und können anschließend direkt dem Recycling in der Kartonfabrik zugeführt werden. In Wien erfolgt die getrennte Sammlung von Getränkekartons über die Öko-Box-Hausabholung.

Beim Recycling gelangen die gesammelten Getränkekartons zu Ballen gepresst in die Papier- und Kartonfabrik. Auf einem Förderband kommt das Sammelgut zum Recycling in den „Pulper“. Hier wird die Zellulose im Wasserbad durch ständiges Rühren von Polyethylen und Aluminium getrennt. Die Zellulose wird aus dem Wasserbad herausgelöst und zu neuem Verpackungs-Karton recycelt. Kunststoff- und Alufolienreste werden im Recyclingverfahren mechanisch ausgeschieden und dienen in Zementfabriken als Ersatzbrennstoff.

Quellen und weitere Informationen:

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