(c) Dominik Skythe

Die natürliche „Keule“ gegen sommerliche Quälgeister

Je weiter der Sommer voranschreitet, umso lästiger werden die geflügelten Quälgeister wie beispielsweise Gelsen, die bevorzugt in der Dämmerung und Nachts ihr Unwesen treiben, sowie Wespen, die untertags ein Essen im Freien in einen Spießrutenlauf verwandeln können. Natürliche Hausmittel helfen!

Ruhige Nächte durch die richtige Gelsenabwehr

Des Nachts geht im Schlafzimmer zumeist die Hausgelse auf Jagd nach Blutspendern, im Gegensatz zu Gebieten in Wassernähe, wo die Auwaldmücke stechbereit lauert. Generell stechen nur die weiblichen geschlechtsreifen Weibchen, da sie das Blut zur Eiproduktion brauchen, die sie dann an der Wasseroberfläche ablegen. So schnell wie sie sich vermehren, so schnell stechen sie auch zu – zwischen Anflug, Stich und Abflug bleibt eine Gelse meist nur 50 Sekunden auf der Haut. War sie erfolgreich und hat ein Blutströpfchen erjagt, bleibt eine kleine rötliche Schwellung zurück, die unangenehm juckt. Trotzdem gilt: Nicht kratzen! Dem Kratzbedürfnis nachzugeben heißt die Schwellung zu verschlimmern.

Was tun wenn die Gelse erfolgreich war?

  • Hitze – um die Entzündung zu verhindern, kann man die Proteine im Gelseneinstich zerstören in dem man eine Tasse mit heißer Flüssigkeit (rund 50°C) kurz an die Einstichstelle hält. Dafür gibt es auch einen "Hitzestift" aus der Apotheke.
  • Kälte – auch mit Kälte in Form eines Eiswürfels kann man dem Juckreiz zu Leibe rücken.
  • Hausmittel wie essigsaure Tonerde, Essig, Zitronensaft oder Franzbranntwein sind ebenso wirkungsvolle Erste-Hilfe-Leister.

Wie vorbeugen damit die Gelse keinen Erfolg mehr hat?

  • Garten/Terrasse/Balkon: Jede Wasseransammlung, selbst kleinste Mengen Gießwasser in Topfuntersetzern, konsequent entleeren, oder abdecken. Teichbesitzer können aber aufatmen, da sich im Teich auch Tiere vermehren die Gelsenlarven fressen.
  • Insektengittern an Fenstern und Türen verhindern das Eindringen der unwillkommenen Besucher.
  • Einige Tropfen ätherische Nelkenöl verströmt in der Duftlampe einen Geruch der Gelsen fernhält.

Entspanntes Essen im Freien, ohne Wespenbegleitung

Tagsüber sind es die Wespen, die lästig werden können: Doch vorweg, Wespen sind besser als ihr Ruf! Sie bestäuben Pflanzen und bekämpfen Schädlinge gleichermaßen wirksam, immerhin verputzt ein Wespenvolk bis zu 5.000 Fliegen pro Tag. Hätte sie keinen Stachel, der schmerzhafte Stiche hinterlässt, wäre die Wespe wohl auch nicht so unbeliebt. Damit das Picknick im Grünen, das ausgedehnte Frühstück im Freien, oder der Grillabend ohne die lästigen gelb-schwarz-gestreiften Raubinsekten und ohne Stiche vonstattengehen kann, braucht es einige effiziente Abwehr- und Vorbeugemaßnahmen.

Abwehrmaßnahmen

  • Teebaumöl – einige Tropfen des Öls auf Kleidung, Tischtuch oder Haut geträufelt hält die Wespen fern.
  • Zitronenigel – Zitronen mit Gewürznelken spicken und am Tisch verteilen, diese Duftmischung mögen Wespen nicht.
  • Weihrauch/Kaffee/Lavendel – Weihrauch in der Duftlampe als ätherisches Öl, oder als dekorativer Strauch im Garten, Kaffeepulver in kleinen Schälchen anzünden und zum Glühen bringen, Lavendel in frischer oder getrockneter Form als Sträußchen auf dem Tisch - Wespen meiden all diese Gerüche und umfliegen großräumig diese so „bedufteten“ Zonen.

Vorbeugemaßnahmen

  • Knoblauch – der Geruch von Knoblauch, den man wunderbar zwischen Zierpflanzen setzen kann, schlägt Wespen in die Flucht.
  • Tomaten/Basilikum – zwei weitere Pflanzen, deren Geruch Wespen vertreibt und die man ganz unkompliziert auch am Fensterbrett stehen haben kann.
  • „Wespenschreck“ – dieses Gebilde, das wie ein natürliches Wespennest aussieht, stellt für die Wespen „Feindgebiet“ dar. Hängt man den Wespenschreck auf Terrasse oder Balkon, machen die Wespen einen großen Bogen um diese Zone.

 

Quellen und weitere Informationen

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