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Warum immer mehr ÖsterreicherInnen auf Bio setzen

70 % der ÖsterreicherInnen kaufen zumindest gelegentlich Bio-Lebensmittel. Nicht nur der gesundheitliche Aspekt und unvergleichliche Geschmack bewegt die ÖsterreicherInnen zum Kauf, auch Regionalität bzw. österreichische Herkunft punkten vermehrt bei den KonsumentInnen.

Kaufmotive für Bio-Lebensmittel gibt es viele: Für die einen ist es reiner Pragmatismus, indem Bio-Produkte einfach zu mehr Lebensqualität beitragen, für die anderen ist es schlicht eine Lebenseinstellung, auf Bio zu setzen. Vor allem aber bewegt die ÖsterreicherInnen weniger der ethische Gedanke oder altruistische Aspekte bei der Kaufentscheidung, sondern viel mehr die Regionalität, denn 66 % der ÖsterreicherInnen bevorzugen im direkten Vergleich Produkte aus der Region, wie die neueste Gallup-Untersuchung (Juni 2017) zeigt.

Gesetzliche Vorgaben für Bio

Die gesetzlichen Standards sind im Lebensmittelbereich sehr hoch und im Bio-Bereich werden noch strengere Maßstäbe angesetzt. Damit ist sichergestellt, dass keinerlei chemisch-synthetische Spritzmittel und künstliche Dünger, oder sonstige Pestizide zum Einsatz kommen. Das schätzen die KonsumentInnen laut Umfrage. Auch das immer breitere Angebot im Lebensmitteleinzelhandel ist ein wichtiger Faktor, weshalb mehr Menschen zu Bio greifen - für 80 % der ÖsterreicherInnen stellen Supermärkte und Diskonter die bevorzugten Einkaufsstätten bei Bio-Lebensmitteln dar (Gallup 2017). Wer eine Orientierungshilfe bei den im österreichischen Lebensmittelhandel erhältlichen Bio-Marken sucht, findet im Label-Kompass von Bewusst kaufen eine handliche Übersicht, die zu jedem Label mit der Nachhaltigkeits-Checkbox versehen ist und darüber informiert, welche Nachhaltigkeitskriterien erfüllt werden.

G’schmackiges in Hülle und Fülle

Bio-Milch und -Milchprodukte punkten durch ihren ursprünglichen Geschmack, der großteils auf die Bio-Tierhaltung zurückzuführen sein dürfte. Kühe, Ziegen und Schafe haben im Sommer einen verpflichtenden Weidegang, der ihnen frische Gräser und Kräuter beschert, und werden ansonsten mit sogenanntem „Raufutter“ (Gras, Klee und Heu) gefüttert. Brot und Backwaren aus dem Bio-Segment beispielsweise, trumpfen mit biologisch angebautem Getreide auf, das auf gesunden, nährstoffreichen Böden wächst, wo auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel verzichtet wird Bei Bio-Gemüse wiederum liegt Österreich nicht umsonst EU-weit im Spitzenfeld, dafür sorgen 22.000 Biobäuerinnen und -bauern, die rund 19,6 % der landwirtschaftlichen Fläche bewirtschaften. Auch hier gilt, was ohne chemisch-synthetische Unterstützung auskommt, schmeckt den österreichischen KonsumentInnen immer besser, wie die aktuelle Gallup-Umfrage zeigt.

Wie eingangs erwähnt, spielt auch die Regionalität für viele Konsumenten eine wesentliche Rolle bei der Kaufentscheidung und das aus guten Gründen:

  • Voll ausgereift zum besten Erntezeitpunkt entwickeln die Früchte einen vollen, intensiven Geschmack.
  • Saisonales Obst und Gemüse aus der Region muss weder weit transportiert, noch lange gelagert werden, so bleiben die wichtigen Vitamine und Vitalstoffe erhalten.
  • Kurzer Transport, keine Lagerung und direkte Absatzwege - saisonale Produkte aus der Region sind dadurch auch billiger!


Quellen und weitere Informationen

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