Kürbis

Regionale Köstlichkeiten in der goldenen Jahreszeit!

Gerade die frühe Herbstzeit bringt ein überbordendes Angebot an Gaumenfreuden bei Obst- und Gemüsesorten mit sich. Aber speziell wenn zwei der typischsten Vertreter der Jahreszeit wieder ins Blickfeld rücken merkt man, dass sich der Sommer langsam seinem Ende zuneigt.

Kürbisse - Feigenkürbis, Moschus-, oder Winterkürbis?

Die Auswahl fällt schwer, vor allem wenn man im ARCHE NOAH Sortenhandbuch stöbert, deshalb hier einige Exemplare, die Lust auf Kürbis-Frittata, Cremesuppe oder Kürbisbrot machen:

  • Feigenblattkürbis
    Die jungen Früchte schmecken melonen-ähnlich und sind sehr saftig, gedünstet oder für delikate Engelshaar-Marmelade eignet sich dieser Kürbis hervorragend. Die Pflanze ist rankend, mit einer rundlich-ovalen Frucht, die eine glatte, grün-genetzte Schale besitzt. Auffallend ist vor allem das Innenleben des Feigenblattkürbis, mit weißem Fruchtfleisch und schwarzen Samen.
  • Moschuskürbis - Trombetta di Albenga
    Das orange Fruchtfleisch, in beige-brauner Schale, hat einen ausgezeichnet nussigen Geschmack, der diesen Kürbis ideal zum Braten und Backen macht. Durch die einfache und schnelle Handhabung - einfach Scheiben runterschneiden - eignet er sich beispielsweise hervorragend für Cordon Bleu. Die rankende Pflanze ist wärmeliebend und die Früchte mit ihrem langen Hals und der kleinen Samenhöhle sind nicht nur praktisch, sondern auch ausgesprochen dekorativ.
  • Winterkürbis - Zappho
    Diese birnenförmige Kürbisfrucht ist ähnlich vielseitig verwendbar wie Zucchini - ritzt man die Schale an verströmt der Zappho den charakteristischen Duft frischer Erbsen. Diese nicht rankende Kürbispflanze bildet allerdings bis in den Herbst rund 1 m lange Triebe aus, was bei der Pflanzung berücksichtigt werden sollte. Geerntet werden sollten die breitrunden Früchte mit gelbem Fruchtfleisch, bei einem Durchmesser von 8 - 12 cm, solange die Schale noch hellgrün ist.

Die „Blaue Königin" und ihre Verwandtschaft

Mindestens genauso farbenfroh und artenreich wie das Kürbis-Angebot, gestaltet sich die Auswahl bei der „Blauen Königin" Zwetschke und ihren nahen Verwandten, den Pflaumen und Renekloden - letztere sind in Österreich auch unter „Ringlotten" bekannt.

  • Hauszwetschke
    Über die Herkunft der Hauszwetschke gibt es verschiedenste Vermutungen, sie dürfte aber aus Westasien stammen und könnte möglicherweise von Ungarn bei der Einwanderung nach Europa mitgebracht worden sein. Die mittelgroße Frucht ist länglichoval und auf der Bauchseite stärker gewölbt als auf der Rückenseite. Ihr gelbgrün bis gelbliches, sehr saftiges, Fruchtfleisch ist süß-aromatisch und gut steinlösend, bei der Zwetschke ist im Gegensatz zur Pflaume der Säuregehalt etwas höher.
  • Formosapflaume
    Die Formosapflaume ist eine „Amerikanisch-Japanische" Züchtung, die der Züchter Burbank in Santa Rosa in Kalifornien hervorgebracht hat. Die „Burbankpflaume" wurde in Niederösterreich 1920 und 1930 bekannt gemacht und vor allem in Privatgärten angepflanzt. Das Fruchtfleisch ist lichtgelb, schmeckt saftig, süß und ist dezent säuerlich, die Schale wiederrum ist zart bitter im Geschmack.
  • Graf Althan's Reneklode (Ringlotte)
    Diese Ringlotten-Art wurde aus dem Stein der großen grünen Reneklode von Prohaska, dem Gärtner des Grafen M. J. Althan in Swoyschitz (Böhmen) gezogen und ist heute ziemlich weit verbreitet. Das rundliche Erscheinungsbild dieser blaurot-häutigen Reneklode ist fast kugelförmig und groß, das Fruchtfleisch ist grünlich bis goldgelb, fest, jedoch sehr zart und saftreich.

Orientierungshilfe im regionalen Obst und Gemüse-Angebot

Wer auf der Suche nach einer umfassenden Übersicht ist, wann man am besten welche regionalen Obst- und Gemüsesorten genießen kann, wird im bewusstkaufen.at-Saisonkalender fündig. Der interaktive mit Filterfunktion versehene Kalender informiert, was in Österreich gerade Saison hat, also aus dem Freiland oder unbeheizten Glashaus verfügbar ist. Auch für HobbygärternerInnen bietet der Saisonkalender nützliche Tipps, zu Aussaat, Pflanzenanzucht und Ernte.

Quellen und weitere Informationen

 

 

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