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Daten und Fakten zu langlebigen Produkten

Wenn Produkte lang genutzt werden, hat das enorm positive ökologische Auswirkungen, denn jeder Gegenstand, der erzeugt wird, verbraucht Ressourcen – und die werden global stetig knapper. Im heutigen Beitrag findet ihr einige Daten und Fakten!

Eine Schlüsselherausforderung unseres Jahrhunderts ist ein schonender, effizienter und umweltverträglicher Umgang mit Ressourcen, aus ökologischer, wirtschaftlicher, technologischer und sozialer Sicht. Lösungsansätze dazu bieten beispielsweise Bereiche wie Digitalisierung, oder neue Geschäftsfelder wie der Re-Use-Sektor.

Einsparen von CO2-Emissionen durch Online-Tauschbörsen

Die Digitalisierung vieler Lebensbereiche hat zum Teil umweltschonende Effekte, wie man am Beispiel von Online-Tauschbörsen gut sehen kann. So hat willhaben.at heuer erheben lassen, dass die ÖsterreicherInnen durch die Nutzung des digitalen Marktplatzes zum Verkaufen, Kaufen und Tauschen von Dingen, jährlich 200.000 Tonnen an CO2-Emissionen sparen – das entspricht umgerechnet der CO2-Absorptions-Leistung von mehr als 15 Millionen Bäumen! Dabei wurde auch herausgearbeitet, wo für die UserInnen besonders gewichtige CO2-Einsparungspotentiale liegen, nämlich bei Haushalts- oder Küchengeräten, Unterhaltungselektronik (PC, Laptops, Handys etc.) und bei Möbeln.

Re-Use als Wirtschaftsfaktor

Wer Produktlanglebigkeit sagt, muss auch Reparierfähigkeit sagen. Erfreulicherweise wächst das Angebot an Reparatur-Netzwerken, Cafés und Initiativen landesweit immer weiter. Das schlägt sich auch in Arbeitsplätzen nieder, wie eine Markterhebung des österreichischen Re-Use und Reparaturnetzwerk-Verbands RepaNet ergab. Demnach werden von den RepaNet-Mitgliedsbetrieben, die rund 70 % des österreichischen Marktes abdecken, 21.000 Tonnen Abfälle gesammelt. Mit den damit einhergehenden Leistungen, wie beispielsweise Wiederaufbereitung und Verkauf in Gebrauchtwarenshops, wurden insgesamt 1.137 Arbeitsplätze geschaffen, davon 804 für Menschen mit Benachteiligungen am Arbeitsmarkt.

Immer kürzere Nutzungs- und Lebensdauer von elektronischen Geräten

Ob Haushaltsgeräte oder Unterhaltungselektronik - die meisten elektronischen Geräte werden immer kürzer genutzt. Die Gründe für einen frühzeitigen Neukauf sind vielfältig: Im Bereich der Unterhaltungselektronik und Informationstechnik, bei Smartphones, Laptops & Co beispielsweise, sind Technologiesprünge und der Wunsch nach einem neuen Gerät häufig Auslöser für den Neukauf. Bei Haushaltsgroßgeräten wie Waschmaschinen, oder Kühlschränken ist bei einem Drittel der Befragten der Wunsch nach einem besseren Gerät ausschlaggebend. Parallel dazu ist allerdings der Anteil der Haushaltsgroßgeräte, die aufgrund eines Defekts bereits innerhalb der ersten fünf Jahre ersetzt wurden, von 3,5 % im Jahr 2004 auf 8,3 % im Jahr 2013 gestiegen. Dementsprechend unzufrieden waren die befragten Studienteilnehmer mit der Lebensdauer der Produkte, wie eine neue Studie des Öko-Institut e.V. und der Universität Bonn im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) zeigte.

Zweites Leben der PET-Flaschen

Weggeworfene PET-Flaschen sind ein großes Problem - auch in Entwicklungsländern mit wenig Trinkwasservorkommen. Wie sich solche Abfälle kreativ nutzen lassen zeigt beispielsweise der aus Deutschland stammende Zimmermann Andreas Froese - er nutzt solche Kunststoff-Flaschen als Baumaterial. Mit Sand aufgefüllt und Draht verbunden werden sie als Ziegel-Ersatz verwendet, der dann noch wie jede andere gewöhnliche Wand verfugt wird und schon stehen die Schule, der Wassertank, oder Lagerhäuser.

Quellen und weitere Informationen

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