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Holzmöbel: Einkauf und Pflege

Seit Jahrtausenden arbeiten Menschen mit diesem lebendigen Werkstoff. Heute ist die Rolle des Waldes als wesentlicher Faktor des Klimaschutzes klar: Allein im österreichischen Wald sind ca. 800 Mio. Tonnen CO2 gespeichert, das 40-fache des jährlichen Ausstoßes an Treibhausgasen.

Deshalb ist Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern eine Zukunftsinvestition und wird ohne Raubbau oder Kahlschlag, umwelt- und sozialverträglich erwirtschaftet. Man erkennt dieses Holzmobiliar am besten an den Gütesiegeln FSC oder PEFC - egal ob bei Gartenmöbeln, im Wohnzimmer oder am Arbeitsplatz. Die Bevorzugung heimischer Holzarten wie Buche, Ahorn, Esche, Eiche, Kirsche und Birke in der Möbelproduktion, vermeidet nebenbei auch die Verwendung von Tropenholz - zum Schutz der Regenwälder.

Tipps zum umweltfreundlichen Möbelkauf

  • Möbel mit Gütezeichen, wie FSC und PEFC, für Mobiliar aus legaler, umweltgerechter und sozial verantwortungsvoller Waldbewirtschaftung und Holzwirtschaft bevorzugen.
  • Auf Gütezeichen für schadstoffgeprüfte Holzmöbel und Holzprodukte unter Berücksichtigung von umweltschonenden Aspekten achten, wie das Österreichische Umweltzeichen und der Blaue Engel.
  • Mit Holzprodukten bei denen das Herkunftsland und der Produktionsort genau deklariert sind, liegt man zumeist richtig. Noch dazu, wenn heimischen Holzarten wie Buche, Ahorn, Esche, Eiche, Kirsche und Birke verwendet werden.
  • Hochwertige Möbel haben eine höhere Lebensdauer als billige Erzeugnisse und reduzieren die Umweltbelastung erheblich.

FSC-Gütesiegel und PEFC-Zeichen

Holz und Holzprodukte die das FSC (Forest Stewardship Council) Gütezeichen tragen, stammen aus garantiert umweltverträglicher und sozialverträglicher Waldwirtschaft. Die FSC Richtlinien berücksichtigen außerdem noch die Erhaltung von Wäldern mit hohem Schutzwert, der Zustand der Wälder wird regelmäßig kontrolliert und bewertet. Die nachhaltige Bewirtschaftung zielt auf die Erhaltung der biologischen Vielfalt, der Ökosysteme, Landschaften und ökologischen Funktionen der Wälder ab und sorgt für höhere ökonomische und soziale Standards bei den ArbeitnehmerInnen und der lokalen Bevölkerung.

Auch das PEFC-Zeichen (auch auf österreichischen Holzprodukten) tritt für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, Erhaltung der Ressourcen und der biologischen Vielfalt ein. Durch unabhängige, renommierte Zertifizierungsgesellschaften wird sichergestellt, dass die Wälder nach hohen PEFC Standards ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig bewirtschaftet werden. In Österreich werden zur Zertifizierung und Vergabe des PEFC-Labels insgesamt 21 Kriterien und 65 Indikatoren geprüft.

Orientierungshilfe bei Gütezeichen und Labeln sowie Information vor oder beim Kauf von Holzmöbeln bietet der Label-Kompass von bewusstkaufen.at

Hegen und Pflegen der Holzmöbel

Das charakteristische Knacken und Knarren von Holzdielen oder Mobiliar zeigt es schon, Holz ist ein lebendes, atmendes Material. Das sollte einem beim Kauf von Vollholzmöbeln klar sein, dass es abwechslungsreich gemasert ist, farbliche Unterschiede gibt und Holz je nach Raumklima „arbeitet“ –beeinflusst durch Jahreszeit und Temperatur nimmt es mehr oder weniger Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie bei trockener Luft wieder ab. Das freut das Raumklima, bedeutet aber wiederum, dass es ratsam ist, Vollholzmöbel möglichst geringen Temperaturschwankungen auszusetzen, sie also nicht direkt neben Heizkörper zu stellen, oder in sehr feuchte Badzimmer, da das Holz mit Verformungen reagieren kann.

Pflegetipps mit denen man den holzigen Lieblingsstücken ein langes Leben sichert

  • Reinigung des Holzes: Mit einem leicht befeuchteten Lappen abwischen, ohne chemischen Reiniger, denn diese würden das Pflegeöl angreifen.
  • Pflege ein- bis zweimal pro Jahr: Zur Auffrischung des sanften Glanzes der Möbel und des Duftes, der sich im Lauf der Zeit verflüchtigt, etwas Pflegeöl auf einen Baumwolllappen (nicht direkt aufs Holz) geben und damit gleichmäßig über die Oberfläche streichen. Das macht sie wieder wasserabweisend und festigt den Untergrund. Bei stark strapazierten Möbelteilen, wie Esstischen, empfiehlt sich Nachölen je nach Beanspruchung des Möbels und die Verwendung des Pflegeöls für besonders strapazierte Oberflächen.
  • Oberflächliche Verschmutzungen: Schleif-Vlies mit Pflegeöl tränken und damit die verschmutzten Stellen anschleifen. Anschließend mit dem Baumwolllappen nachpolieren.
  • Tiefergehende Verschmutzungen: Rotweinflecken, sanften Dellen und Kratzern rückt man mit feinkörnigem Glaspapier zu leibe. Die Stelle großflächig in Richtung der Holzfasern abschleifen, Schleifstaub gründlich entfernen, mit Pflegeöl einölen und polieren. Das Einölen gegebenenfalls wiederholen.
  • Tiefe Dellen und Kratzer: Die Stelle mit Glaspapier großflächig in Richtung der Holzfasern anschleifen, dann mit etwas Wasser befeuchten. Wenn die Holzfasern wieder aufgequollen und vollständig getrocknet sind, mit Schleif-Vlies schleifen, Schleifstaub gründlich entfernen und mit Pflegeöl einölen und polieren.
  • Zirbenholzmöbel: Bei Flecken, sanften Dellen und Kratzern die Holzoberfläche mit fein-körnigem Glaspapier in Richtung der Holzfaser anschleifen.
  • Holzmöbel in Kombination mit Stoff oder Glas: Stoff absaugen oder abbürsten, Flecken mit Gall- oder Kernseife und einem Tuch bzw. einer weichen Bürste entfernen. Glas mit leicht feuchtem, flusenfreiem Tuch oder Fensterleder abwischen - keinen Glasreiniger verwenden, der aufs Holz tropfen könnte.

Quellen und weitere Informationen:

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