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Recycling, Downcycling und Upcycling

Unter „Recycling“ versteht man die Gewinnung von Rohstoffen aus Abfällen, die wieder in den Wirtschafskreislauf rückgeführt und zu neuen Produkten verarbeitet werden, dabei spielt auch „Downcycling“ sowie „Upcycling“ eine Rolle – letzteres kann zum bewussten Umgang von Ressourcen beitragen.

Für Recycling, auch „stoffliche Verwertung“ genannt, eigenen sich vor allem Glas, Papier, Pappe, Eisen, Nichteisenmetalle und Kunststoffe. Wichtige Voraussetzung für die stoffliche Verwertung ist die möglichst sortenreine Sammlung der Wertstoffe oder die leicht mögliche Abtrennung vom übrigen Abfall. Die technischen Verfahren beim Recycling sind sehr unterschiedlich, doch allgemein besteht der Recyclingprozess aus der Veredelung oder der stofflichen Verwertung der gesammelten und sortierten Materialien. Der größte Vorteil beim Recycling ist, dass sich die Abfallmenge vermindert und währenddessen knapper werdende Rohstoffe geschont werden,  in dem man Gold und Kupfer beispielsweise aus alten Elektrogeräten wiedergewinnt. Je nach technischen Recyclingverfahren entstehen beim Recyclingprozess auch Nachteile, wie beispielsweise bei Kunststoff, da beim Recycling das Material nicht mehr in die ursprüngliche Qualität gebracht werden kann. Diesen Prozess der Abwertung nennt man auch Downcycling.

Upcycling ist eine Form der Wiederverwertung von Gegenständen, die dann einen neuen Zweck erfüllen. Anders als beim Recycling oder Downcycling kommt es beim Upcycling zu einer stofflichen Aufwertung, es entsteht also etwas Wertvolleres als beim ursprünglichen Produkt. Der Prozess der Wiederverwertung von vorhandenem Material reduziert den Bedarf an neu produzierten Rohmaterialien und wirkt sich somit schonend auf den Ressourcen-Haushalt aus. Aber vor allem macht es Spaß, alte und gebrauchte Gegenstände, die bereits eine Geschichte haben, in neue Lieblingsstücke zu verwandeln und ihnen so ein „zweites Leben“ zu schenken!

Gegenstände, die beim Upcycling verwendet werden, sind sehr vielfältig und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ausgediente Feuerwehrschläuche, Reste aus der Textilproduktion oder alte Armeedecken - all dies kann in hochwertigere Produkte wie z.B. Taschen umgewandelt werden.

Tipps und Inspirationen zu Upcycling

  • Kontiki - wer auf der Suche nach originellen Taschen, Rucksäcken und Accessoires ist, wird hier fündig
  • gabarage - Trendige Taschen aus Aktenordnern, Kegelvasen aus Bowlingpins, gabarage hat den Wow-Effekt
  • kellerwerk - Möbel, Taschen, Schmuck, Lampen, man kann sich nicht sattsehen
  • trashdesign - Tue Gutes und sei trendy, das geht einfach mit Einrichtung, Deko und Accessoires von trashdesign
  • Kre:ART - ein Ausflug nach Krems/Niederösterreich lohnt sich für Upcycling-Fans auf jeden Fall

 

Quellen und weitere Informationen

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Leserkommentare (1)

Profilbild: julebo
julebo
16.10.2017 / 05:59

Ich finde es sehr wichtig, Dinge möglichst nachhaltig zu benutzen. Wir werfen nichts leichtfertig weg. Ich bewahre Verpackungsmaterial auf und bastle daraus Geschenkverpackungen, Gläser und Flaschen mit Twistoff-Verschlüssen werden ausgekocht und zum Einkochen gebraucht, Karton zerschnipselt kommt zum Kompost, Kleidung tragen wir lange, flicken sie auch, zum Schluss machen wir Flickenteppiche oder Putzfetzen draus, ich kaufe schon kein vermeidbares Plastik ect... Allerdings finde ich einige der oben angeführten upcycling-shops schon ein wenig "abseitig" denn die upgecycledten Sachen werden urteuer verkauft. Meine Art der wiederverwendung beruht auf der Idee, das Vorhandene weiter zu gebrauchen, nicht um "in" zu sein etwas neu zu kaufen, das vielleicht schon einmal irgendwas war, oder gebrauchte Teile enthält, die aufwändig neu gestaltet oder genäht wurden.

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