(c) Wilhelm Richter

Ideenwettbewerb „Lang lebe das Produkt“: Die Sieger!

Aus über 70 Einreichungen hat eine Fachjury fünf Ideen als besonders interessant ausgewählt und die bewusstkaufen-Community gefragt: „Welche Idee findest du besonders innovativ, welche regt zum Nachmachen an?“. Darauf antworteten knapp 1.000 Voting-TeilnehmerInnen und kürten ihre drei Favoriten.

Dass Produkte lange halten, liegt nicht nur in der Verantwortung von HerstellerInnen und Gesetzgebung - auch als NutzerIn kann man viel dazu beitragen. Deshalb folgten viele bewusstkaufen-UserInnen dem Aufruf zum Ideenwettbewerb „Lang lebe das Produkt" und verrieten ihre besten Ideen, wie sie ihren Alltagsgegenständen zu einer besonders langen Lebensdauer zu verhelfen.

Aus den über 70 Einreichungen wählte eine Fachjury die TOP-5, die sich in der Online-Abstimmung der bewusstkaufen-Community und den BesucherInnen der Wear Fair-Messe in Linz präsentierten. Bis 15. Oktober stimmten alle Teilnehmer ab und ermittelten die folgenden drei Sieger-Ideen zum Thema Produktlanglebigkeit.

Wir präsentieren die SiegerInnen!

Die Idee von Wilhelm Richter hat das Publikum am meisten begeistert und konnte somit den 1. Platz für sich gewinnen, dicht gefolgt von Robert Poth auf Platz 2. Das „nachhaltige Trio“ komplettiert Charlotte Tittel, die den 3. Platz für sich entschied.

1. Platz: Snowboard Recycling
"Aus ausgemusterten Snowboards und Schi entstehen individuelle Sitzmöbel. So wurden je circa 20 Stück Snowboards und Schi recycelt, bis mein gesamter Bekannten- und Verwandtenkreis mit neuen Sitzgelegenheiten ausgestattet war. Viele sind seit 2010 auf meinen ‚Zug‘ aufgesprungen und heute werden diese ‚Auslaufmodelle‘ recycelt anstatt zum Restmüll gegeben!" beschrieb Wilhelm Richter aus Oberalm bei Salzburg seine Upcycling-Idee. Damit gewann er den Ideenwettbewerb und darf sich über einen Gutschein für drei Übernachtungen, für 2 Personen inklusive Halbpension, im „Naturidyll Hotel Edelweiss Wagrain“ freuen.

2. Platz: Lampen aus Schrott
"In Kombination mit LED-Streifen entstehen aus Altmetall originelle Beleuchtungskörper. Verwerten lässt sich fast alles: Felgen, Fahrradsattel, Lackdosendeckel, der Stator des Elektromotors eines alten Staubsaugers, die Abdeckung eines alten Weckers, und noch vieles mehr. Der Werkzeugbedarf ist gering: Wer eine Bohrmaschine, eine Metallsäge und einen Schraubstock und weniger als zwei linke Hände hat, sollte das zuwege bringen. Die Lebensdauer dieser Lampen entspricht im Wesentlichen der Lebensdauer der - wiederverwertbaren - Metallteile, die Elektrik lässt sich ersetzen." so lautete Robert Poths Einreichung mit der er Platz 2 des Ideenwettbewerbs belegte. Als Preis erhält er ein Frühstücksset von „Ritter“, bestehend aus Toaster, Wasserkocher und Kaffeemaschine.

3. Platz: Die (Umwelt-) bewussten Vorbilder
"Ich beschäftige mich intensiv mit (modernen) Stoffwindeln und deren Ökobilanz. Als wahrer Mullwindel-Fan konnte ich 85 Verwendungsmöglichkeiten der einfachen "Fetzen" finden. Meine Credos: Qualität vor Quantität; Mehrwegprodukte statt Einwegprodukte nutzen, am besten gebraucht. Wir haben zB. ein altes Schuhkastl als Sandkistl und im Winter als Schneekistl benutzt, aus einem alten Bett eine Leiter und Holzwerkzeug gebaut. Einen Raumteiler funktionierten wir zu einer Regalzeile im Flur um und alte Schubladen wurden zur neuen Aufbewahrung der bunten Stoffwindeln." erzählte Charlotte Tittel und sicherte sich damit den 3. Platz sowie Rucksack „Eric“ von „Feuerwear“.

4. und 5. Platz gehen auch nicht leer aus

Die „Elchflohmarkt.at“-Idee von Harald Beck lautete: "Auf Flohmarkt-Plattformen werden über 50.000 gebrauchte IKEA-Möbel angeboten - jedoch ohne Struktur, obwohl IKEA-Möbel aus leicht kombinierbaren Teilen bestehen. Die kostenlose Inseratenplattform "elchflohmarkt.at" macht Angebot und Suche von IKEA Möbeln nach exakten Suchkriterien (Serie, Farbe, Art des Teils, ...) einfach. Das Besondere ist, dass Angebot und Suche nach einzelnen Teilen möglich ist. So lassen sich aus gebrauchten IKEA-Teilen leicht neue Möbel bauen und es landen weniger Teile im Abfall." Mit dieser Idee landete er im Publikums-Voting am vierten Platz und die Firma „Feuerwear“ belohnt die Idee mit Kulturbeutel „Henry“.

Hannah Albel’s Idee auf dem 5. Platz dreht sich um das „Zweite Leben für Ölkreiden“ denn: "Jedes Schulkind hat irgendwo eine Schachtel mit Resten alter Ölkreiden. Zu klein zum Vermalen, zu schade zum Wegwerfen. Wir haben diese Stückchen zerhackt und in Silikonförmchen im Ofen geschmolzen. Herausgekommen sind ganz tolle "Zauberkreiden", die supernette kleine Geschenke oder Mitbringsel für Kindergeburtstage sind." Für die kreative Geschenksidee wird sie ebenfalls beschenkt, mit einer Bullaugenschüssel von „Trashdesign“.

 

Weitere Informationen

zurück zur News-Übersicht

Leserkommentare (0)

Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zu- widerlaufen, zu entfernen.