Eventbild: Lebensmittelverschwendung im Blickpunkt

Lebensmittelverschwendung im Blickpunkt

Am 2. Mai ist Tag der Lebensmittelverschwendung. Denn rechnerisch landen alle Lebensmittel, die von Jahresbeginn bis zu diesem Tag produzierten werden, in unseren Abfällen. Mit einfach Tipps können Konsumentinnen und Konsumenten entgegen steuern.

Lebensmittel zählen zu unseren kostbarsten Ressourcen - dennoch werfen Österreichs KonsumentInnen jährlich pro Kopf 19 kg davon in den Restmüll, Bioabfälle noch nicht eingerechnet. Am 2. Mai hat der WWF deswegen den Tag der Lebensmittelverschwendung ausgerufen. Durch bewussten Einkauf, organisierte Lagerung und beim Essen außer Haus kann jedoch jedeR helfen, den Berg an Lebensmittelabfällen zu verringern. 

Einkaufstipps

Erst planen, dann einkaufen. 

Wer nur kauft, was benötigt wird, wirft auch weniger weg. Vor dem Einkauf lohnt es sich daher, die Vorräte und den Inhalt des Kühlschrankes zu kontrollieren. Auf dieser Basis lassen sich ein Speiseplan für die kommenden Tage und eine Einkaufsliste erstellen. An diese Liste sollte man sich nach Möglichkeit halten. Um Impulskäufe zu vermeiden, ist es sinnvoll, nicht spontan und nicht hungrig in den Supermarkt zu gehen.

Achten Sie auf die richtige Menge.

Aktionsangebote und Multipacks verlocken dazu, größere Mengen zu kaufen, als man braucht. Hinterfragen Sie solche Angebote daher kritisch und wählen Sie stets die benötigte Packungsgröße. Eine Möglichkeit, ganz genau nach Bedarf einzukaufen, bieten verpackungsfreie Supermärkte, die es mittlerweile in Graz, Innsbruck, Linz und Wien gibt.

Geben Sie „Außenseitern" eine Chance.

In der EU gelten Vermarktungsnormen für eine Reihe landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Ihre Einhaltung gewährleistet die Verzehrbarkeit, die Sortierung nach Klassen und Größen und die Preiswürdigkeit der Erzeugnisse und dient damit dem Verbraucherschutz. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass Obst und Gemüse mit einem optischen Makel seltener in den Handel gelangt. Grund ist der hohe Anspruch der KundInnen: Was nicht makellos aussieht, bleibt liegen und wird entsorgt. Mittlerweile sind solche „Außenseiter" in einigen Supermärkten zu finden, denn auch „nicht so schöne Früchte oder Gemüse" dürfen verkauft werden, sofern die allgemeine Vermarktungsnorm oder die Klasse II eingehalten ist. Mit steigender Nachfrage wird auch stetig mehr „individuelles" Obst und Gemüse angeboten werden - entscheiden Sie sich daher möglichst häufig für „Außenseiter".

Befassen Sie sich mit der Herkunft Ihrer Lebensmittel.

Wer weiß, woher die Nahrungsmittel stammen und wie viel Mühe hinter ihrer Produktion steht, wird automatisch weniger wegwerfen. Dafür gibt es viele Möglichkeiten - ob man selbst einen Gemüsegarten bewirtschaftet, einige Pflanzen auf dem Balkon oder dem Fensterbrett zieht, oder einer Lebensmittelkooperative beitritt und die Nahrungsmittel direkt von den ProduzentInnen bezieht.

Mehr Informationen gibt's in unserem Ratgeber "Essen wertschätzen" und auf der Website des WWF unter dem Motto "Teller statt Tonne". 

zurück zur Event-Übersicht