© Envato KategorienWissenswertGartengeräte teilen statt kaufen: Gut für Umwelt, Geldbörse und Nachbarschaft Der Frühling und Sommer bringen Leben in unsere Gärten, Balkone und Gemeinschaftsflächen. Um sich die Gartenarbeit zu erleichtern, wächst oft der Wunsch nach neuen Geräten: Vertikutierer, Heckenscheren, Hochdruckreiniger oder Häcksler stehen auf den Einkaufslisten. Dabei werden viele dieser Geräte nur wenige Stunden pro Jahr genutzt. Wir zeigen dir, wie du durch das Leihen von Gartengeräten nicht nur Umwelt und Ressourcen schonst, sondern auch Geld sparst und das Miteinander in der Nachbarschaft stärkst. Warum Teilen nachhaltiger ist als Kaufen Für die Herstellung von Gartengeräten werden zahlreiche Rohstoffe und viel Energie benötigt. Metalle, Kunststoffe, Elektronik und Akkus müssen produziert, transportiert und schließlich entsorgt oder recycelt werden. Werden Geräte nur selten verwendet, steht dieser Ressourcenaufwand oft in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Nutzung. Auslastung erhöhen Wenn mehrere Menschen ein Gerät gemeinsam verwenden, erhöht sich dessen Auslastung deutlich. Außerdem müssen weniger Produkte hergestellt werden. Das Ausleihen von Gartengeräten trägt daher auf mehreren Ebenen zum Umweltschutz bei: Weniger Rohstoffe werden für die Produktion benötigt. Der Energieverbrauch in Herstellung und Transport sinkt. Es entsteht weniger Verpackungsmüll. Die Lebensdauer von Geräten wird durch eine intensive Nutzung besser ausgeschöpft. Weniger ungenutzte Geräte lagern in Kellern, Garagen oder Gartenhäusern. Wer teilt, hilft dabei, den ökologischen Fußabdruck der Gartenarbeit zu verkleinern. Also her mit einem Gemeinschafts-Gartel-Sortiment! Durch das Teilen von Gartengeräten sparen wir uns einen teuren Neukauf und es müssen weniger Geräte produziert werden.© Envato Bevor die Geräte in unseren Geschäften oder bei uns zu Hause landen, werden sie meist aufwändig verpackt.© Envato Nutzen wir Gartengeräte lange nicht, besteht die Gefahr, dass sie einrosten. Also lieber teilen und öfter nutzen.© Envato Geld sparen durch gemeinschaftliche Nutzung Viele Gartengeräte sind teuer in der Anschaffung. Besonders Geräte, die nur wenige Male im Jahr benötigt werden, belasten das Haushaltsbudget unnötig. Durch das Ausleihen oder die gemeinsame Anschaffung können die Kosten erheblich reduziert werden. Zusätzlich teilen sich Ausgaben für Wartung, Reparaturen und Lagerung auf. So bleibt mehr Geld für andere nachhaltige Investitionen, wie z.B. Blumen, Sträucher, Bäume oder Gemüsepflanzen. Gemeinschaft stärken Gartengeräte gemeinsam zu nutzen, bringt Menschen miteinander in Kontakt. Aus einer einfachen Leihanfrage entstehen oft Gespräche, gegenseitige Unterstützung oder sogar langfristige Nachbarschaftsnetzwerke. Gerade in Wohnanlagen, Siedlungen oder ländlichen Gemeinden können gemeinsame Gerätepools dazu beitragen, den Zusammenhalt zu stärken. Oft werden dabei nicht nur Geräte, sondern auch Erfahrungen, Tipps und Pflanzen geteilt. Wo kann man Gartengeräte ausleihen? Wer kein eigenes Gerät kaufen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten: In der Nachbarschaft nachfragenDer einfachste Weg ist oft der direkteste. Viele Menschen besitzen Gartengeräte, die den Großteil des Jahres ungenutzt bleiben. Ein freundlicher Aushang im Wohnhaus, ein Beitrag in der Nachbarschaftsgruppe oder eine persönliche Nachfrage kann schnell zum Erfolg führen. Online-Plattformen für gemeinsames NutzenAuf Plattformen wie shareonimo.at kannst du nach Gartengeräten suchen.In vielen Regionen gibt es digitale Plattformen, auf denen Gegenstände verliehen oder geteilt werden. Dort lassen sich häufig auch Gartengeräte finden. Beliebte Möglichkeiten sind: Nachbarschaftsplattformen Lokale Tausch- und Leihgruppen Community-Plattformen in sozialen Netzwerken Regionale Sharing-Initiativen Bibliotheken der DingeImmer öfter werden regionale „Bibliotheken der Dinge“ angeboten. Dort können neben Werkzeugen auch Gartengeräte ausgeliehen werden.Ein Blick auf die Website der eigenen Gemeinde oder Stadtbibliothek lohnt sich. Wien: Leila Wien und Leihläden der GB* Niederösterreich: z.B. Borgerei Stadtbibliothek Traiskirchen Steiermark: z.B. Dingeborg in der Stadtbibliothek Graz Salzburg: z.B. Bibliothek der Dinge in Weißbach Vorarlberg: z.B. Stadtbibliothek Dornbirn Oberösterreich: z.B. Dingelei(h) in der Stadtbibliothek Linz Tirol: Henry und Leila in Innsbruck Baumärkte und MaschinenverleiheViele Baumärkte und Fachbetriebe bieten einen Verleihservice für Gartengeräte an. Das ist besonders sinnvoll für größere Maschinen, die nur gelegentlich benötigt werden. Gemeinschaftsgärten und VereineIn Gemeinschaftsgärten, Kleingartenvereinen oder Siedlungsvereinen stehen oft Geräte zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung. Gleichzeitig ergeben sich dort wertvolle Kontakte zu anderen Gartenbegeisterten. Die Vernetzung in der Nachbarschaft oder in Gemeinschaftsgärten und Vereinen, kann nicht nur für das Teilen von Dingen sinnvoll sein, sondern auch um sich gegenseitig zu helfen.© Envato Bibliotheken der Dinge bieten unterschiedlichste Produkte von alt – aber noch gebrauchsfähig – bis neu.© Envato Auf Online-Plattformen kannst du nach den Geräten suchen, die du benötigst und sie oft direkt ausleihen. © Envato Starte selbst mit dem Verleih Wer das Teilen aktiv fördern möchte, kann selbst unkompliziert den ersten Schritt setzen. Falls du selbst einen eigenen Leihladen organisieren möchtest, findest du bei der Umweltberatung einen ausführlichen Leitfaden mit hilfreichen Tipps dazu. Auch wir haben 5 Empfehlungen für dich, mit denen du starten kannst. Gründe einen GerätepoolKaufe und nutze gemeinsam mit Nachbarinnen und Nachbarn häufig benötigte Geräte. Die Kosten werden geteilt, die Nutzung kann über einen einfachen Kalender organisiert werden. Wähle die richtigen GeräteWas du bei der Wahl von Geräten beachten solltest, um beispielsweise Strom zu sparen. erfährst du im Beitrag von klimaaktiv. Erstelle eine LeihlisteEine Übersicht darüber, welche Geräte in der Nachbarschaft vorhanden sind, schafft Transparenz und erleichtert das Ausleihen. Lege klare Regeln fest Klare Absprachen sorgen für einen reibungslosen Ablauf Sorgsamer Umgang mit den Geräten Rückgabe zum vereinbarten Zeitpunkt Reinigung nach der Nutzung Meldung von Schäden oder Defekten etc. Erzähle davon in digitalen GruppenVernetze dich mit anderen über Messenger-Gruppen oder lokale Online-Foren. Sie eignen sich hervorragend, um deinen Verleih bekannter zu machen oder um einzelne Geräte anzubieten oder auszuleihen. Kleine Veränderung mit großer Wirkung Nicht jedes Gartengerät muss im eigenen Schuppen stehen. Wer Geräte teilt, statt sie neu zu kaufen, spart Geld, schont wertvolle Ressourcen und reduziert Umweltbelastungen. Gleichzeitig entstehen neue Kontakte und eine stärkere Gemeinschaft vor Ort. Nachhaltiger Konsum beginnt oft mit einfachen Entscheidungen. Das Teilen von Gartengeräten ist eine davon – praktisch, ressourcenschonend und gut für das Klima. So wird aus gemeinsamer Nutzung ein Gewinn für Mensch und Umwelt. teilen teilen teilen E-Mail Was dich noch interessieren könnte Zurück Ratgeber 8 Tipps für nachhaltiges Gärtnern auf Balkon, Fensterbank und im Wohnraum Wissenswert Gartenmöbel - Draußen bei Wind und Wetter Wissenswert Den Garten mit geeigneten Pflanzen klimafit gestalten Wissenswert Der eigene Garten in der Stadt – von Gartenparzelle bis Online-Garten Wissenswert Der naturnahe Garten Wissenswert Blumenerde, Dünger und Nützlinge – ein kleines ABC der Pflanzenpflege Inspiration DIY-Anzuchttöpfe: Nachhaltig und kostengünstig gärtnern Wissenswert Gute Nachbarn: Die richtige Mischung im Pflanzenbeet bringt viele Vorteile Weiter