Blauer Engel
Emissionsarme textile Bodenbeläge RAL-UZ 128

Gütezeichen: Blauer Engel


Der Blaue Engel ist das deutsche staatliche Umweltzeichen. Die Richtlinie für emissionsarme textile Bodenbeläge zeichnet Produkte aus, die von der Produktion bis zur Entsorgung gehobene Umweltansprüche und zugleich auch hohe Ansprüche an Gesundheits- und Arbeitsschutz erfüllen.

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Teppiche


Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau

Soziale Verantwortung

Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend

Verbot bestimmter Inhaltsstoffe

Verwendung von Recyclingmaterial

Beschreibung

Der Blaue Engel ist das deutsche staatliche Umweltzeichen. Seit 1978 setzt er Maßstäbe für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, die von einer unabhängigen Jury nach definierten Kriterien beschlossen werden.

Kriterien für emissionsarme textile Bodenbeläge:

  • Soziale Verantwortung: Handgefertigte Teppiche müssen gemäß der „Konvention 182 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zum Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit“ hergestellt sein. 
  • Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend: Alle behördlichen Auflagen und gesetzliche Regelungen, insbesondere die Materien Luft, Wasser, Abfall, Umweltinformation sowie ArbeitnehmerInnenschutz betreffend, sind einzuhalten (gilt für Färbung bzw. Bedruckung und Rückenbeschichtung). Die von der Behörde gemäß der Verordnung über die Begrenzung von Abwasseremissionen aus Textilbetrieben festgesetzten Emissionsgrenzwerte sind einzuhalten.  
  • Verbot bestimmter Inhaltsstoffe: Verbot von halogenierten organischen Verbindungen und Weichmacher 
  • Eingeschränkter Einsatz von bestimmten Inhaltsstoffen: Beschränkungen bei Flammschutzmittel, Farbstoffe, Pigmente, Pestizide und Biozide und flüchtigen organischen Verbindungen. Mikrobistatische, Mikrobizide und eine fungizide Ausrüstung von textilen Bodenbelägen sind nicht zulässig, Beschränkung der Konzentration von Mottenschutzmittel (75 – 150 mg/kg).

Beteiligte Institutionen am Vergabe- und Kontrollverfahren:

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, fungiert als Zeicheninhaber und informiert die Öffentlichkeit.
  • Umweltbundesamt, nimmt Anträge entgegen und legt sie nach Prüfung und Bewertung der Jury vor.
  • RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V., als Zeichenvergabestelle, führt die Expertenanhörungen durch und prüft, ob die Anforderungen erfüllt werden.
  • Jury Umweltzeichen ("Jury UZ"), das unabhängige Beschlussgremium mit Vertretern aus Umwelt- und Verbraucherverbänden, Gewerkschaften, Industrie, Handel, Handwerk, Kommunen, Wissenschaft, Medien, Kirchen und Bundesländern, hat im Vergabeverfahren das letzte Wort und trifft die eigentliche Vergabeentscheidung.

Der Blaue Engel ist jedoch kein Unbedenklichkeitszeichen: Die so gekennzeichneten Produkte stellen in ihrer jeweiligen Produktgruppe das „geringste Übel" in puncto Umweltbelastung dar, nach dem Motto: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Konkret bedeutet dies, dass der Blaue Engel kein Gütesiegel auf das Gesamtprodukt ist, sondern nur für eine bestimmte Eigenschaft. Der Verbraucher muss hierzu besonders den Untertitel beachten, der bspw. lautet „Der Blaue Engel, weil emissionsarm", „Der Blaue Engel, weil Mehrweg", „Der Blaue Engel, weil aus 100% Altpapier" usw.

Ein Produkt könnte daher auch mehr als einen Blaue Engel Gütesiegel aufweisen. Die Hersteller beschränken sich aber meist auf die Herausstellung einer bestimmten Eigenschaft.

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