Blauer Engel
Textiles Spielzeug - RAL-UZ 159

Gütezeichen: Blauer Engel


Kriterien für textiles Spielzeug wie Stoffpuppen und Teddys umfassen die ökologische Gewinnung der Naturrohstoffe und die Vermeidung gesundheitsbelastender Chemikalien im Produkt.

Dieses Label gehört zu einer Gruppe aus mehreren Richtlinien.
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Nachhaltigkeits-Checkbox für:
Spielzeug


Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe

Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung

Langlebigkeit

Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau

Soziale Verantwortung

Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend

Umweltschonende Verpackung

Beschreibung

Der Blaue Engel ist das deutsche staatliche Umweltzeichen. Seit 1978 setzt er Maßstäbe für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, die von einer unabhängigen Jury nach definierten Kriterien beschlossen werden.

Erfüllte Kriterien für textiles Spielzeug:

  • Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung: für Zellulosefasern, deklarierte Holzherkunft für Zellulosefasern; Naturfasern stammen aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft. Davon sind derzeit ausgenommen Alpaka, Mohair und Seide.
  • Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher- und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe: Grenzwerte für Schwermetalle, keine giftigen Azo-Farbstoffe, frei von Duftstoffen, Flammschutzmitteln oder optischen Aufhellern.

Der Blaue Engel ist jedoch kein Unbedenklichkeitszeichen: Die so gekennzeichneten Produkte stellen in ihrer jeweiligen Produktgruppe das „geringste Übel“ in puncto Umweltbelastung dar, nach dem Motto: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Konkret bedeutet dies, dass der Blaue Engel kein Gütesiegel auf das Gesamtprodukt ist, sondern nur für eine bestimmte Eigenschaft. Der Verbraucher muss hierzu besonders den Untertitel beachten, der bspw. lautet „Der Blaue Engel, weil emissionsarm“, „Der Blaue Engel, weil Mehrweg“, „Der Blaue Engel, weil aus 100% Altpapier“ usw. Ein Produkt könnte daher auch mehr als einen Blaue Engel Gütesiegel aufweisen. Die Hersteller beschränken sich aber meist auf die Herausstellung einer bestimmten Eigenschaft.

Beteiligte Institutionen am Vergabe- und Kontrollverfahren:

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: fungiert als Zeicheninhaber und informiert die Öffentlichkeit.
  • Umweltbundesamt: nimmt Anträge entgegen und legt sie nach Prüfung und Bewertung der Jury vor.
  • RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V.: ist die Zeichenvergabestelle und führt die Expertenanhörungen durch und prüft, ob die Anforderungen erfüllt werden.
  • Jury Umweltzeichen ("Jury UZ"): das unabhängige Beschlussgremium mit Vertretern aus Umwelt- und Verbraucherverbänden, Gewerkschaften, Industrie, Handel, Handwerk, Kommunen, Wissenschaft, Medien, Kirchen und Bundesländern, hat im Vergabeverfahren das letzte Wort und trifft die eigentliche Vergabeentscheidung.

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