Nordisches Umweltzeichen
für Hygieneprodukte

Gütezeichen: Nordisches Umweltzeichen


Das Nordische Umweltzeichen, auch "Nordic Swan" genannt, wird Produkten und Dienstleistungen verliehen, die gehobene Standards bezüglich ihrer Leistung im Bereich Umweltschutz und Qualität erfüllen. Die Richtlinie Sanitary Products kennzeichnet Hygieneartikel.

Dieses Label gehört zu einer Gruppe aus mehreren Richtlinien.
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Nachhaltigkeits-Checkbox für:
Hygieneprodukte


Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe

Rohfasern aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung

Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau

Soziale Verantwortung

Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend

Umweltschonende Verpackung

Verbot bestimmter Inhaltsstoffe

Beschreibung

Der Nordic Swan ist das offizielle Umweltzeichen der nordischen Länder und wurde 1989 vom Nordischen Ministerrat eingeführt. Es handelt sich dabei um ein Label, welches Produkte kennzeichnet die strenge Umwelt- und Klimakriterien erfüllen. Dabei wird der gesamte Lebenszyklus eines Produktes betrachtet und wichtige Kriterien sind Energieverbrauch, Klimaaspekte, Wasserverbrauch, Verpackung, Abfall etc.

Diese Richtlinie kennzeichnet Hygieneprodukte wie Stilleinlagen, Kinderwindel, Hygienetücher, Tampons, Wattestäbchen, Wattepads etc. Diese Richtlinie umfasst keine Produkte wie Servietten, Feuchttücher oder Desinfektionsprodukte etc.

Erfüllte Kriterien für Hygieneprodukte:

  • Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe: für gewisse Materialien gibt es Grenzwerte, zum Beispiel für Schwermetalle in verwendeten Farben. Grenzwerte werden meistens für einen gewissen Masse-% des Stoffes am Gesamtprodukt festgelegt.
  • Verbot bestimmter Inhaltsstoffe: Es dürfen unter anderem keine zinnorganische Verbindungen, Phtalate, Alkylphenolethoxylate (APEO) und andere Alkylphenolderivate, Flammschutzmittel, halogenorganische Verbindungen sowie Färbemittel eingesetzt werden. Des Weiteren sind Duftstoffe, sowie Lotionen und andere Feuchtigkeit spendende Stoffe in Hygieneprodukten verboten. Ebenso ist das Bleichen mit Chlorgas nicht zulässig. Es dürfen keine gefährlichen Stoffe oder Gemische, die die Kriterien für die Zuordnung zu einem oder mehreren Gefahrenhinweisen oder Gefahrensätzen gemäß Verordnung erfüllen. Der Einsatz von Recyclingmaterialien ist in Hygieneartikel nicht erlaubt.
  • Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau: besteht das Produkt aus über 5 Masseprozent aus Baumwolle, so muss diese biologisch angebaut werden.
  • Rohfasern aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung: für die Zellulosegewinnung dürfen keine Baumarten verwendet werden, die auf der Liste der verbotenen Bauarten des Nordischen Umweltzeichens stehen. Es muss ein gewisser Anteil der Zellulosebasierten Inhaltsstoffe FSC oder PEFC zertifiziert sein, der restliche Anteil muss durch das FSC und PEFC Kontrollsystem kontrolliert sein.
  • Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend: es gibt Grenzwerte für Emissionen in der Produktion in die Luft sowie in das Wasser.
  • Umweltschonende Verpackung: Die Verpackung muss zu einem gewissen Prozentsatz aus nachwachsenden oder rezyklierten Materialien bestehen. In Kunststoffverpackungen sind keine halogenierten Kunststoffe, wie PVC, erlaubt. Kunststoffe dürfen keine halogenorganischen Komponenten, sowie Phtalate, Organozinnverbindungen und Verbindungen auf Basis von Blei, Cadmium, Chrom VI und Quecksilber enthalten. Bei biobasierten Kunststoffen muss die Pflanzenproduktion nachhaltig sein und das mittel Zertifikat nachgewiesen werden.

Kontrollverfahren:

An der Entwicklung der Standards sind Experten aus den Nordischen Umweltzeichen Organisationen mit dabei. Diesen entwickeln Vorschläge für Kriterien und bringen diese ein. Ebenso werden oftmals andere Organisationen einbezogen, bevor die Kriterien festgelegt werden. Die Kriterien werden alle drei bis fünf Jahre überarbeitet. Die Kontrollen erfolgen durch unabhängige Dritte.

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