Naturland Fair

Gütezeichen: Naturland Fair


Die Naturland Fair Zertifizierung stellt eine freiwillige Zusatzqualifizierung für Naturland zertifizierte Erzeuger und Verarbeiter dar. Grundlage der Fair Zertifizierung ist in jedem Fall eine gültige Naturland Öko - Zertifizierung.

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Nachhaltigkeits-Checkbox für:
Fleisch und Fleischprodukte


Artgerechte Tierhaltung

Kontrolliert biologische Aufzucht

Regional

Soziale Verantwortung lt. gesetzlichen Vorgaben

Umweltschonende Verpackung

Beschreibung

Naturland fördert weltweit die ökologische Erzeugung und gesellschaftliche Anerkennung des Öko-Landbaus und leistet dadurch einen Beitrag zum Schutz der Umwelt, zur nachhaltigen Nutzung der Ressourcen, zur Ernährungssicherung und zur Verbesserung der Lebensgrundlage der Menschen.

Im November 2009 hat die Naturland Delegiertenversammlung die dritte Säule der Nachhaltigkeit errichtet, die das ganzheitliche Konzept des Öko-Verbandes trägt und zwar die Naturland Fair Richtlinien. Naturland hat auf Grund seines internationalen Engagements und der engen Zusammenarbeit mit den Fair Handelshäusern die weltweit geltenden Fair Richtlinien entwickelt. Sie sind die konsequente Weiterentwicklung der „Kriterien Naturland Faire Partnerschaften“ aus dem Jahre 2006.

Ein Produkt kann Naturland Fair zertifiziert werden, sobald der Anteil der Rohstoffe aus fairen Handelsbeziehungen über 50% (Trockengewicht) im Produkt beträgt und die übrigen Rohstoffe nachweislich nach der Naturland Fair Prioritätenliste nicht in Fair Qualität verfügbar sind. Die Produkte können mit dem Naturland Fair Zeichen ausgelobt werden. Ziel ist die Herstellung aus 100% Naturland Fair zertifizierten Rohstoffen. Unternehmen, die nur einzelne Produkte Naturland Fair zertifizieren, dürfen in ihrer Au-ßendarstellung nicht auf „Naturland Faire Partnerschaft“ hinweisen.

Es gibt sieben Richtlinienanforderungen, die fair zertifizierte Naturland Mitglieder und Partner erfüllen müssen:

  1. Soziale Verantwortung: Wie z.B. gerechte Bezahlung, Versammlungsfreiheit, Menschenrechte und keine Kinderarbeit
  2. Verlässliche Handelsbeziehungen: Langfristige, respektvolle Zusammenarbeit mit allen Handelspartnern
  3. Faire Erzeugerpreise: Partnerschaftliche Preisfindung zur Deckung der Produktionskosten und angemessener Gewinn
  4. Regionaler Rohstoffbezug: Vorrang für Betriebsmittel und Rohstoffe aus der Region
  5. Gemeinschaftliche Qualitätssicherung: Vertrauensvolle Zusammenarbeit der Handelspartner, auch im Problemfall
  6. Gesellschaftliches Engagement: Investition in Arbeitsplätze, Umwelt-, Sozial-, Gesundheits-, Kultur- und Bildungsprojekte
  7. Unternehmensstrategie und Transparenz: Fair-Gedanke im Leitbild und schriftliche Dokumentation der Umsetzung

Kriterien:

  • Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau: mindestens 95% der Bestandteile müssen Naturland zertifiziert sein 
  • Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend: die chemischen Prozesse müssen folgenden Grundsätzen folgen, energiesparende Verfahren, hohe Ausbeute, Produktion mit vermindertem Abfall, Verwendung alternativer Katalysatoren, Verwendung nachwachsender Rohstoffe etc. 
  • Umweltschonende Verpackung: Verpackungen müssen mit der EU-Bio-Verordnung konform sein, die Verpackung soll umweltschonend hergestellt werden und ebenso entsorgt bzw. recycelt werden können, Ziel ist so wenig Verpackung wie möglich, wenn möglich sollen Mehrwegverpackungen verwendet werden, Verpackungen dürfen zur Haltbarmachung nicht elektrisch oder ionisierend bestrahlt werden 
  • Soziale Verantwortung: es müssen die Grundsätze wie Einhaltung der Menschenrechte, eine freie Arbeitswahl, Versammlungsfreiheit und Zugang zu Gewerkschaften, Gleichstellung, Einhaltung von Kinderrechten, Gesundheit und Sicherheit sowie ein faires Arbeitsverhältnis eingehalten werden.

Kontrolle:

Gemäß den EU-Bio-Verordnungen finden die Kontrollen einmal im Jahr statt und werden durch externe Prüfanstalten durchgeführt. Darüber hinaus gibt es unangemeldete Stichprobenkontrollen.

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